Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 6 (5.2.1861)
- Date
- 1861-02-05
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
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JH'knH ihr;. sw>t <i&-y >r>Uin i ■• ■•/■:■ -? .: M«agezu -1?;r Myi.f,rgi fr -^. 'r:f' .iYi*rft. der Mg. Ztg. des Iiibentb. i^iV-Vr -ü": .'yl(Vr.;}-:W> S-}",ry j'.n;nä 4!:. •:! .i A « f r II f. (.«■:.■ I:,. -'■. Der- Talmud (Sota-..und. jcr. Berachoth)- .zählt bekanntlich'verschiedene Gattungen- ,sal scher Pharisä e r au ft: deren gleisnerische.Wömnrigkeit ihren Z innern Gesinnungen-/ keineswegs->'enMricht2 .Nöchr/verwerflicher aber alsf die dort geschilderten jFrölnmler ist -eine in -neuester Zeit ausgetauchten Sippschaft -: die nicht blos darauf sich beschränkt, ein Gewebe! fader und-überschwenglicher Symbolik: für lächres und -alleiniges Züdenthum auszugeben, sonderndie.,, - in 'ihrem: mit innerer Hohlheit gepaarten eitlen iDünkel: und, hochgeschraubten Egoismus sich erdreistet, allenj geistigen Droducten und wiffenschaftlichen Bestreben gewiinnerhalb des.' Judenthums Mit< den-- unwürdigsten Schmähungen zn begegnen und sie - als „unjüdifch" zu. bezeichnen. Selbst, über solche Werke, -die den Stempel : der 'lautersten: Gottesfurcht an sich - tragen-, -dievom Geiste: der.?innigsten Anhänglichkeit an die! —- von gründlicher- Forschung allerdings unzertrennliche -7traditionelle Lehre durchdrungen sind/ wird der Stab-gebrochen. Während' die Führer -jener Sippschaft der unkundigen Menge und einigen in naiver- Frömmigkeit befangenen, redlichen aber, nicht:weiter blickenden Mänuer.eiureden-wollen, - das von - ihnen 'ausgestellte Wahngebilde sei - das": ausschließliche, orthodorc ^Jlchenthum^ siM-ste selbst jene-Führer -^bewußt oder unbewußt, die.'Werkzeuge der inuanderen Kreisen csich't! bewegenden: ultramontanen und ipietistifchen Richtungen/: ihr Gebühren, die-jüdische Religion im-Lichte -Höheren -Blödsinns", dem nur? wernge unwissende Adepten, huldigen mögen/ Larzustellen, führt unfehlbar -dahin, die immense Mehrheit aller intelligenten;: Israeliten (nach und nach dem: Judcnthume zu. entftemden.und die künftige Generation: eüiem andern,GLa ub.e n zuznführen. Alle: 'wahrhaft 'Aottesfürchtigen Israeliten müssen daher über einen solche Herabwürdigung des JudenthumL, welche dessen allmählige Auflösungvorbereitet, von tiefster Entrüstung ergriffen: sein:!- Eine: derartige in.unserer: eigenen MittM thätige Missi on s an st alt,' die noch . dazu im Besitze ausschließlicher jüdischer religiöser Rechtgläubigkeit zu sein vorgiebt, ist weit gefährlicher als jede andere ähnliche Anstalk, die ihr Vorhaben: offen aussprichtj. dies bedarf wohl keiner weiteren Auseinandersetzung.- Das aufgestellte Schibolcth„undehingde dlin d e. Glä n- L i g k e L t um d : V er p ö:n irng-La l dew. r e l.i g-i ö s - wi ssen sch a ftlich e n F orfch ung^ ist der sicherste Weg in das Gebiet,'wo-diese Grundsätze Norm, sind; es ist der MgsKlmNLftEl v ow Indent hum! " : Jenes -jesuitische Treiben scheint nun aber seinen Gipfelpunkt verreicht zu haben, das Maß wird voll!-Die Bermcssenheit ist so weit gegangen, eine in hebräischer Sprache ahgefaßte.: obscure Schmähschrift gegen einigein, dem Werke : Darbe Im-Msobna (Einleitung in die. Mjschna) des Herrn Dr. Z- Frankes (ftühcrn Qherrabiners, zu Dresden und jetzigen Dirccwrs des jüdisch-theologischen Seulinar.s. zu. Breslau), Zeines durch seine talmudische Gelehrsamkeit und seinen viele Jahre lang Lethätigterglühenden Eiftr für Erhaltung: des Iradirten Judenthums ausgezeichneten Mannes, enthaltene Stellen, wo angeblich diemündliche; Lehre nicht -im Nimbus einer - göttlichen dargestellt sein - soff,- m der, zu Frankfurt, a^ M. dxscheinenden.Monatsschrift „Ieschuru\\" in deutscher Uebersetzung abzudrucken. —' Obzwar der Zweck dieses Aufrufs nicht ist, und hier auch der Ort nicht fein kann, aus die gedachten Angriffe speciell einzugehensondern - hauptsächlich nur / das hierbei in Anwendung - gebrachte -böswillige Verfahren .ins Licht gestellt werden soll, . so ist doch por Allem zu bemerken, - daß die Worte - in - dem - Werke des ür. Frankel, woran der Verfasser jener Schmähschrift Anstoß nimmt, von: demselben, d u r ch.a u s Mi ß pevstgmde-n worden sind - und ihnen ein Sinn untergeschoben wird,: den. sie. ganz -und'.- gar. MM- -haben.Md-MügtM Ausdrücke /,daß nämlich dieMaynssr her großen Versammlung mit: E i n sich t --..und Erke n n-sn rß die Erklärungen zur Thora, ausftrachen",-; wollen^ und sollen rticht etwa eine frühere, auf die gyttliche>Offtnbarung. zurückzuführende: Ueberlieferung n e g i r en;> stes besagen blos, daß die weitere. Entwickelung und Auslegung jener alten Traditionen, so weft-sie nicht;in--allen,-Punhten: mehr Allen klar Vorlagen, von den Männern der großen Versammlung -- mid-Einsicht :und-- Erftnntnißgusging. — ,-Richi -im. Himmel ist die - Thora, - ftudern nach Entscheidung der Mehrheit -werde sie geübt! (B, Metz.. 59,.;b.) -^ :Daß manche Halachoth, die man nwup nannte, dlvs darum so bezeichnet.wurden, weil sie uraften unbekannten Ursprungs sind,, hat ja. schon R. Ascher den Jechiel- (% gelehrt, wie dies der Verfasser des Dsrbe havMisehna (<S. 21) nachweist. An der Recht- ..gläubigkei-t des Mn dürfte,, wohs niemaudi-zweifeln!-;— Daß der talmpdische .Ausdruck nnin nicht.-imme-r besage, die betreffende.Anordnungsei. iw der.. Thorw enthalten .oder dararisdegründet,-sondern„blos/. «N2Y die man gar .nW anders: auffassen. könneals wenn -sol-