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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-02-05 · Heft 6 (5.2.1861) · p. Seite 78

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 6 (5.2.1861)
Date
1861-02-05
Page
Seite 78 (sequence 6)
Language
German
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Tf Haar.gEmmt^, ^enWpaS;UugariMe?VPlh;besttzpfo viel. Reifheit, um einzusihen, daß'in denverfolgtenZuden die Rechteder Menschheit: verletzt würdenes hapso viel.edles Gefühl, -haß aß -sich^ Ln^ jeder Prüft ühep.das ' Schicksal deS fernen, Pegers empört, und dieses G.efuhl, welches in der Brust Mnesrjedcn .Gebildeten für den Scla- -ven der Kolonien Genugthuung und Gerechtigkeit, verlangt, wird sich nicht verläugnen jener Volksclasse gegenüber, deren-Mängel und Schattenseiten nur aus. den. staatlichen Institutionen entspringen. Das ungarische Volk besaß und besitzt das Bewußtsein, daß. man; von dem Mischen Volke, dem alle Rechte vorenthalten, nicht; jene . Bürgschaften-der Liebe und Opferfreudigkeit für. d.as Vaterland verlangen darf,- die das Vaterland mit. Recht von Denjenigen fordern konnte, denen.es den besseren Platz angewiesen, und die trotzdem nicht immer und in ihrer j Gesannntheit, dieser Erwartung entsprochen, haben. ..Das j ungarische Volk, welches die ungarischen Laute nicht von ■ der Lippe eines jeden Ungars ertönen Hörte, warf nicht! de»! Stein -der Verdammniß auf den von - den Wohlthaten her Gesellschaft, ausgeschloffenen Juden,, weil unsere Sprache und.Literatur in ihm keinen Pfleger fanden. Aber hat sie dies bei jedem Ungar gefunden? Das ungarische Volk besaß und besitzt Einsicht genug, um die Vorliebe der Juden für die materiellen Interessen auf jene Motive, zurückzuführen, welche,aus der staatlichen, bürger-' lich.m und gesellschaftlichen Stellung der Juden entspringen..; Der arme Jude war Gegenstand der Verachtung j uyd der ^Beleidigungen auch bei dem letzten Dienstboten, ' bei dem, nicht Haus; und Hof besitzenden Grundholden;; der reiche Jude war auch in früheren Zeiten ein geschätzter Gast, des Evelhauses. Ist es also nicht natürlich, daß; der Jude.'-das Verlangen; trug, seine Kinder im Reichf thume zuruckzulassen, damit er ihnen, da sie von den Wohlthaten des Staates ausgeschlossen .sind, unter ihren; Nebenmenschen eine gewisse geduldete Stellung sichere?,; j ,-Seien wir . gerecht. - Wir, hie wir für Ideen warm r werden können, die wir< auch für die Rechte der Mensch-;; heit kämpfen, können keine Ausnahme; machen, wenn von! den Juden .die Rede ist, um so. weniger, ha wir' das Gefühl für das Gute und Edle nicht fenem Stamme absprechen können, der in her geistigen Welt einen glänzenden Platz einnimmt, der dadurch, daß er nach einem fast zweitausendjährigen Leiden, nach, einer von allen Völj kern und^ Regierungen. ausgegangenen Verfolgung, nicht; verwildext ist-, Wrd^in - seiner,Brust.jeden, edlern mensch-j lichen Trieb; .bGahrt hat sicherlich .nicht? Daß bewiesen, \ haßvjn; ihm; nur hw^MmheH Vöfty^Wgt^?; SeiMMhr gerecht,, wenn. wir pichten. Und. vergessen wir nicht, daß der. .ungarische.Jude, im. Jahre 1848 .kein undankbares Kind des Vaterlandes warMaßauch, sein. Blut für. hie angegriffene Slache^sio^.,-Allels, Dies., haben, die Vertreter unseres Patetlandes.jn^Szegedin gefühlt; und. eingesehen , und sie gaben;.den Juden, llngarns.ihr^Bürgerrecht... Das Land , wird diesen.Geist nicht 5. verläugnen, trotz aller -Klagen,. welche, während, der 11 Jahre, gegen die.Juden erhoben, wurden. , Die hervorragendsten dieser beiden. Klagen sind, daß die Juden keine Patrioten sind, und daß sie die ungarische Sprachenicht pflegen. .. : „Der Patriotismus..ist keine Pflicht, welche der Mensch willkürlich annimmt. .:,D.siMytexlandsliehr.i^ ejnwit dem Menschen .gehopenes, Gefühl, welches, .map; gerade dem Juden, bei welchem - das Gefühl ein HaupfHarakterzpg, nicht ab.spxechen kann. Und die. mehreren Tausend Juden,die im Vereine, mit den anderen, Hynveds i,n der. nationalen .Armee. ihr Blut vergossen, unp, so viesi im Jahre ^4848 . —1849. an den Tag gelegte, Zeichen des Heldenmuches und, der Opferwilligkeit,, beweisen die etwa,; daß per Jude sein Vaterland nicht liebt? -Warum hat Haynaupen Juden, eine Steuer von.2 Millionen aufgebürdet, vielleicht deshalb, weil kein Einziger von ihnen sich pex nationalen Sache anschloß? und wir, die wir die Pflichtvergessenheit . nicht vergeben. können,... sollen nichtz gerecht sich, wenn wir erfahren, daß. der Jude .vom Gesichtspunkte Haynau's eben so strafwürdig.,-war. als. wir., es. .Alle, gewesen? .— . Und wenn guch jene .wenigen Juden, ..welche zu uns einwanderten,.. in den .letzten 11- Jahren .gegen pnsere Interessen; verstießen,. bemerken wir.nicht,, paß. mehr nls eme,heachtenswerthe< Eapacität. unserer,, hitexatur % diefemStammeentsproß? daß Per-Mund unh das Herz Per jüngeren Generation ungarisch ist? Könnten,wir die Verdienste . jener; unserer jüdischen Landsleute vergessen,, deren .Tag und.,Heren,Hacht dem Aienste. unseres Vaterlandes .'gMeiht.,; Pieunermüdet für, Msere, Sache kämpfen, Pie .nicht; die letzten. Faftpreydazuayaren, daß die öffefltltche Meinung Europas, die ungarische Frage, günstig aufnahm? Und. soll, .zum.Beispiel-.ein H 0 rn deshalb.-nicht einmal so; viel Recht bei uns, .genießen,., als der letzte Wasserträger, weil er kein Christ ist?" --, . - , - .... 7 7. . .. So weit Herr.;P,ympsrh.... Die -Redaction per, Aflg. Ztg..p. Jud.-Paukt-dsisiM;Schriftsteller für siche,.Auslassungen , kannpbernichtunterlaflen,zu,^bemerken,, „daß M VM, welchemgegepstber MM;;Noch^nMr -so viel von,. Duldung-,und. Gerechtigkeit. vorsprechen, muß, hei

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