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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-12-11 · Heft 50 (11.12.1860) · p. Seite 731

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 50 (11.12.1860)
Date
1860-12-11
Page
Seite 731 (sequence 3)
Language
German
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Tglr tionalÜKtenhaß n^ch^mehr? ausstachelu? Sjnp die traurigen Erfahrungen. per Jahre.^W und H849 schyw..yergeffen>, wo,in Hühungarn. ein,,schreÄLcher.^RaMkamps,.gelwüt^ — und zwar, mit einer Grausamkeit, ,wie. die.; Geschichte dergleichen nur -wenig, kennt? Ist. es dem Pesther Vorstand nicht bekannt,daß,der Jude in den slawischen Comitaten und inder Wojowodschastrc., nach dem Ausdrucke der Alten, .wie, ein Lamm zwischen, ,zwei Löwen.sich befind et? Sind .: die Zustände, in Europa nicht der Art, , daß man auf. alle <Conjuncturen., gefaßt. sein.muß? Wer kann wissen,, wie. nahe der Losbruch ist, womit;sich;die wie-, derum vyn den Magyaren,besiegten Nationen bekanntlich trösten? Wo.mit eben hut sich der Deutsche in Ungarn so verhaßt gemacht-^— nicht wahr, weil er gegen seine, eigene.Ratio-, nalstät,.so .gleichgültig ,und apathisch, ist?, Was muß man jetzt von dem-Anden denken, wenn man, Hessen Anordnun-, gen stn,Schüfe sind. Synagoge liest?. Freilich werden-die Juden.von, den Magyaromanen. in.den. Zeitungen, gelobt; aber, von. einem-Vorstände sollte man doch.mehr, Besonnenheit .erwarten,, .daß -er auf? Derlei, keine Bedeutung lege., Hat der Vorstand, erwogen-welche Folgen, ein solches plötzliches Eingreifen, in das Unterrichtssystem für die Schule haben kann? Sind, in Pesth nicht wenigstens 5—6000 Israeliten, die aus Böhmen, Mähren, Südungarn und Galizien in den letzten .10—15 Jahren dahin übersiedelten, die, sehr wenig .ungarisch verstehen?. Ja, - wenn man das Marimum annehmen willbesteht die Pesther Gemeinde kaum zur.Hälfte, aus Vollblutmagyaren! — und der Vorstand kann sich leicht davon überzeugen, wenn er seine eigenen Mitglieder die Revue Jassiren lassen möchte. — >.^.Nun,die Ideen der Toleranz und der Gleichberechtigung ,? so. häufig ste^ angeführt werden,, können: sich hier, nicht, Geltung verschaffen, und sie werden nur von, den unterdrückten-Nationalitäten angerufen, die aber, sobald sie .die.Oberhand bekommen, nichts mehr davon wissen wollend In einem,so vielsprachigen Lande ist die Stel-' lung hep ,Juden eine schwierige- und-diesmm so. mehr, weil sie W; deutsche.Sprache als. Cu l turfp r ach e nicht entbehren, können und. dürfen. Möge, Gott eine r u h i g e En t wi ck e l u n g herbeiführen, da gewitterschwangere Wolken üben unserem,.Haupte. sichansammeln, und.es Wt nicht an Zündstoffnm Plötzlich eine Erplosion herbeizuführxn. . -k' .>.-■,.7, ..... , , Nach sch r, r So eben lese ich in der „Pesther Zeitung" einen Concurs des israelitischen Vorstandes, der damit umgeht, eine., dritte Rabhinats-Assessorstellei zucxeiren^ wobei.Coneurrenten gefordert wird, -daß er,-in,ungarischer Sprache .zu predjgenim- Standeist.. D er. Concurstermin ist bis, zum; 15. Januar..; -77 Stimmen aus Rußland, insonders Oolhynien. ' * . l.Fortsetzung.) .. i Vom Zitomir freiste ich mach.Merditschew,, diesem ssv; vielem grelle Gegensätze ins sich fassenden.Babel Volhyniensdiesem.-Brennpunkte, seines Handels, -diesem Stapelplatzes aller aus - und inländischen Waaren;wo neben-dem größten Fanatiker, die Intelligenz wohnt;-wo? die bessere EiM sicht eben.,so rüstig.vorwärts strebt, .wie, dies stabile.Par-, tei. alles.Mögliche aufbietet, das altejHerkömmliche,.zu er-, halten. Es, liegt nicht-in ,.der Absicht des.:§stefer.ensep-...ein, treues Spiegelbild, von -dieser zahlreichsten jüdischen» Ge-, meinde Volhynieys zu , entwexftn; - er chegnugtstchznur.Mt;! einigen.Umrissen.s und Notizen, diestchsthm während.eines : kurzen,Aufenthalts, von selbst,darboten.. ,PLe?.Spa.ltuiige,N/> die seit jeher in dieserHt.adt zwischen OrtHpdoren.-undPyv?, wärtsstrebenden.bestanden,, scheinen in,der neuesten Zeit,?in. welcher sich ein rüstigeres Streben bei den.Letzteren -kunh, thut,. sich zu. ein em un h eilbaren R i ß mm gestalten zu- ,w osten., — In der jüngsten, Zeit ist nämlich, die, progressive,Partei auf die Idee gekommen, .ein Casino zu errichten, theils. um durch Vereinbarung in ihren Tendenzen. zu, erstarken, und Erfolge von größerem Umfange zu erzielen., theils. um die Annäherung unserer Glaubensgenossen mit intelligenten Christen..anzubahnen. .Dieses. Unternehmen fand. eine Sympathie unter allen. .Bessergesinnten, > und , selbst, höhere Civilbeamte und Militärs- Letheiligten sich an demselben. In. unserer Gegend, ist ein., solches Unternehmen' noch nicht Dagewesenes, und ich., betrat, eines Abends mit : um so größerer Neugierde die hell erleuchteten Räume desselben, wo ich viele Glaubensbrüder, auch Besucher anderer Konfessionen fand. Ich begab mich in das Lesezimmer, auf dessen Tischen viele Zeitungen und Journase in russischer, polnischer, französischer .und deutscher Sprache zerstreut cherumlagen,; da war, die alte Augsburgerin, der, Nord, . die Petersburger. Berichte, und ,noch -viele. andere., In einem. Winkel erblickte^ ich;clncti..meiner Befannten im Lesen vertieft, sitzen,.. Ich näherte mich ichm mit dem Ausdruck der innigsten. BeftLedig^g,.-pa meiner.Mficht n^K solche Institutionen geeignet sind, ber.isolirenden Selbstsucht zu steuern und den Gemeinsinn,zu erwecken. Mein Mann, .erzählte mir nun; die Entstehungsgeschichte, dieses; Instituts, mit -welchen Hindernissen man den Hamps auf«

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