Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 47 (20.11.1860)
- Date
- 1860-11-20
- Page
- Seite 694 (sequence 8)
- Language
- German
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694 y, Besser, stehen .dieVerhältnisse: der Schule und Synagoge/ünDppeln^/Herr Rabbiner: vx. Wiener,, der ein eben: so. tüchtiger-Pädagog^als Redner ist;/ hat'znnächst zeintz; .GemeindeschMi organistrt;: so -wie auch. im Gottesdienstejhurch/heilsame.Reformen ritte.Menge von Üebelständen.gehoben.: -Zwar stieß-Herr-Rabbiner vr. Wiener bei diesen Bestrebungen auf einen lebhaften Wider- .stand.^ yieler,./seiner GeMindegliedpr, - über:nichts?desto -tpeniger sitzft .erdoch Dasjenige durch, was^er zur.Förderung und Verbesserung der Cultusul;v Schulangelegenheiten für gut fand. — Möchte Herr Rabbiner vr. Wiener noch . recht lange seiner Gemeinde/ deren Liebe und Anerkennung er sich. in : reichem! Maße erworben hat, erhalten bleiben..-. - - - ..... - Vpn -dzn mittleren^ und< .kleineren Gemeinden Hetzen; Rybnik/Sohrau auf einem höheren Standpunkte, während in Loslau, Tarnowitz rc. noch sehr bedeutende Uebelstärlde zu rügen waren. . ... ' E. Oesterreichischer Kaiserstaat. Gaya, im Oktober. (Privatnntth.) Fragen wir im Allgemeinen und specieller, 'ob man überhaupt auf dem Gottesacker,, auf" dem Orte der untergegangenen Wirklichkeit zwei Körper. Neben einander.zur Ruhe legen dürfe, von denen der eine als fromm, der andere dem einen als nicht fromm gegolten? — Als in Je- 'rüstllem idas / jüdische Strafgericht und jüdische Strafrichter: bestanden, gab es'lfüv die WM DodeiVerürthU-/ teN-einen doppeltenEegräbnißplatz/einen füvdie^-iN2 und/einen füt 'An dem geiwohnlichen .Friedhofe, wo die einesgewöhnlichen -Todes Gestochenen schlummerten, -durfte keiner dieser gerichtlich . Hingerichteten beigesetzt werden. Maim. von dem Synhedrium-14,,9. findet diese Anordnung unerklärlich, und . motipirt: sieals .N2>i?2iü sie -sei eben eine uralt cheMmmliche Institution.- Zwar legt der Talmud - (Synhedvin- .47,. 2.). die allgemeine - Norm - zu- Grunde, :daß man/.einen an der Seite-eines -nicht beerdig en. dürfe, mit- Berufung - auf R.- Acha; der -diese Norm aus dem 2. Kön. 13.. erzählten Umstande entnehmen .will, daß die in Elischaö Grab gelegte Leiche wieder zum.Leben erwachte,--weil, wie eben R. Acha-meint, dieser.profane "Hingeschiedene.unwürdig -,war, in Elischas Grab zu ruhen; , allein Maimuni nimmt von dieser..Horschriftnicht, .Pie.geringste Motiz, Zy seinem. Codex' sucht man ste vergebens, was auffallender-Weise von-keinemseiner Schildträger urgirt wird. Ja schon R. Papa-replicirt, daß/es: mitdiesem WkMbelebtwerden. des - neben Elischa Ruh enden/ eine - gän^Kldere Bewandtniß .habe/ und /zwar ■ dev: wunderbare Einstuß'des göttlichen Elischa auf Gestorbene; er hatte''einennoch großem Ernstuß -als/ftinMeisterMia. MaimMimmt also von dieserzweideutigen Dedüction des - R. Ach ä keine Notiz; -und: unterlaßt es; das -Gesttz; den- Frevler nicht.neben dem Frmmnen' zu beerdigen; zu allchiren. Ueberhäupt kann: doch . Der mm sw-,'- -tzeißen>: welcher denkt, spricht und handelt wider die bessere -Ueberzeugung, welcheün ihm wohnt; - wer bei seinen Worten, Handlungen und Thaten nie einen Schmerz, mieeine Bangigkeit,. welcher dem-Schlechten auf dem Fuße folgt, empfand, wer sich: durch sein Wirken und seine/ Werke .dem Allerheiligsten zu nähern glaubte, derist nicht der von welchem denn doch -J. D. 362, 5.-sagt, daß er nicht neben den begraben werden dürft. Endlich aber hebt ja nach'Äfferei ibid;: bie Reue -Allesauf, füllt bk: Kluft wieder: aus, -reißt-die Scheidewäüd'-nieder, und. damit ist der Stab über die: ganze Anordnung des R. Acha gebrochen,..denn der Tod versöhnt,- die-Tövesstunde ist die Stunde der. Vergebung, -ist die -Stunde der Hoffnung auf. Gottes Gnade.. War der'Verblichene; gar. ein tih, so ist es ja Sünde, von seiner Verirrung nach dem Tode Erwähnung zu machen - inur: ^sv?2N nn (Berachot 19, b), was nach der Erklärung ^vieler so. -viel.heißt als -wo sie absgewichem (S. Aruch: s. v., Juchstneck Krakäu/18^. Wir ziehen aber die gewbhnliche: Mberschuyg-;-Bett^ vor, indem dadurch das in Rede stehende Verbot prägnanter ausgedrückt ist. Der Tod ist der Zwillingsbruder des Schlaffes; .der<Tob H Schlaf/det Sarg ist ein Ruhebett. Der Hingeschiedene ist sein Raub des Grabes, er wallt im Lichte der Verklärung, er lebt, er schläft, -/seine, Seele, hört, dich; sieht dich, -darum.-säg', GM das Bb:so -nicht nach,:ffa^'ihmi nichts -Bbffe^mach;::läß ihn ruhenj. wenn er auch-irre^ging-,.nebeni.DeM, der eines-andern Weges gegangen. : Wirf-dich mchv.zum Richter auf zwischen ihm und: Gott.: ^2. Ich erlaube.lmjr, idieftr..Correspondenz/ieme wiffeüschaftliche Bemerkung, beizufügen. . Der: greift, /hochgelehrte Oberrabbiner Rapoport behauptet,:daß; devJeruschalim nur. in. d em Falle: über, deck Beleidiger-, eines Gottesgelehrtenden Bann verhängt, wennldieftv zugleich Religionsvorsteher: einer Gemeinde! üst /oder war, daher sich M sirsASr