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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-11-06 · Heft 45 (6.11.1860) · p. Seite 669

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 45 (6.11.1860)
Date
1860-11-06
Page
Seite 669 (sequence 13)
Language
German
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Perorth odorenbehelfen sollte — könnte der Correspondent l solchedarüber entstandene Unzuftiedmheit auch als persönlicheAnfeindung .der Greiserer bezeichnen? Sollte eut solches Bild der:Täuschung geeignet sein, wenn alle andem'bescheidenen- und mittelmäßigen Ansprüche an .dengebildeten Rabbiner unbefriedigt und unberücksichtigt .sich bewähren, die Gemeinde und ihre Jugend auf dem Wege'des Fortschreitens dem: Ziele zur Civilisation näher, zu. führen und. eine ftische/ ftöhliche Wirkung zu erlangen, wodurch sie sich werth und reif zeigen sollte, die Wohlthaten, die eine humane, hochherzige Obrigkeit für. sie. in Bereitschaft-hat,! zu verdienen? HM eine solche Gemeinde nicht vielmehr Grund zur Befürchtung, daß ein solcher Krebsgang den wichtigen Moment verschieben u könnte, wenn ihr nicht gelingen sollte/ auf gesetzlichem. Wege des Hindernisses! sich -zu entäußern? oder sollte man: glauben, daß allein das Bartlose, im kurzen Rock.und langen Hosen den zeitgemäß Gebildeten; ausmache- und darauf hin die Unzufriedenh eit mit irmi mp np-ibrm bezeichne, während die mit Recht dem-, der sie im Fortschritt der guten Sache aufhalten will, zurufen könnten: „daß der mit seinem Herrn und Meister Fluch in Segen, Tadel in Lob verkehren wird!^ Wir. zeichneten vorstehendes Bild, wie wir glaubenin gleich guter Absicht des Riga'schen Correspondenten auf-:damit die:davon Gettoffenen von ihrem Jrrthum abstehen irnv'' Bonden menschenfteundlichen Vertretern des Judenthums' hoffen wir die Zulassung ausländischer jüdischer Geistlichen bei unfern Wahlen hoch obrigkeitlich erwirkt zu sehen, und da uns beide Anstellungen direct und. indirect 3000 Rubel jährlich kosten mögen, so dürfte dann nach Ablauf des Triniums ein auf einer Universität gebildeter Seelsorger, der durch feine wirklich erworbenen? Kenntnisse den Döctorgrad erlangt, bei einer angenehmen Stellung bei uns noch das Verdienst erwerben--durch seine Meisterhand den großen Bau der Civilisation gefördert und dem gesegneten Rußland gute und nützliche jüdische Bürger geschaffen zu haben. ■ M. H—ch. Holland. . Vom Rheine, im Oktober. (Privatmitth.) Berichten und'Zeitüngen aus. Holland entnehmen wir das Folgende. .! .? - - Da dem Rabbiner Dr. Chronik von Seiten der bezüglichen ' Behörde; - nach dem Judenquartier oder nach einer Synagoge zu gehen, — eine solche istfürseme Anhänger noch nicht hergestellt —- nur unter Escorte verstattet ist, weshalb er Beide meidet,-reiste er zu den Festtagen nach Leyden, wo er, äufgefordert von einigen-dortigen Notabeln, den Univerfltatsprofeffor Goldschmidt und den Gemeindevorsteher v. Raalte an der Spitze, am ersten Tage Sukoth eine Predigt hieltdie, gleich seinen Amsterdamer Predigten/auch von Christen sehr zahlreich^besücht war? Die ,^Leyden'sche Zeitung" schließt ihren Bericht über die Wedigt nrit dem Wünsche- ,-daß die Begabung, der Eifer und' der Muth dieses Mannes feinen Zweck möchten erreichen hetfen: seine Glaubensgenossen zu einem erneueren innerlich religiösen Leben zu erwecken." Ein erfreulicher factischer Fortschritt lag schön-in' der Localität der jüdischen Predigt, welche ' noch dazu jenen specifisch israelitischen Gegenstand nach dem Terte Secharjah 14, 7? u. 9^ aus der betreffenden Häftaräh behandelte. Es war nämlich M Local - der über ganz Holland verbreiteten- Gesellschaft -,Zum Nutzen für's-Allgemeine"/ welche Juden aus M Mitgliedschaft ausschließt, und diese sich darum seiner Zeit veranlaßt sahen, einen ähnlichen Verein „Zum Nützen für Israel" zu gründen.Dr; ©^roniJ btfutytt nofy Haag, wo er es jedoch vorz'og, für diesmal wenigstens nicht zupredigen. Er hatte-von der Amsterdamer'Behörde directe Schutz-Empfehlungen miterhalten, von denen er indeß in Leyden keinen Gebrauch machtet - Fragen wir uns ganz objektiv: was ist gegerr alle die Mißhelligkeiten, die vr.' Chronik in Amsterdam erfahren hat und erfährt, Gutes und' Nutzenbringendes durch ihn geschehen? so müssen wir bekennen,'- daß er Dasjenige in einem kaum glaublichen Mäße' während des Jahres Mer WirksamkeitWfbrVert'' HÄ," was! er als seine hauptsächliche Absicht kund' gegebech ^Man spricht nicht mehr von "der religiösen Lethargie Amsterdams und Hollands.' Nicht'' allein ist der Predigtbesuch ein 'immer wachsender geworden, sondern 'es sind auch die religiösen Zeitfragen, von den' unwichtigsien bis hinauf zu den wichtigsten, in Amsiecham'ünd^im übrigen Holland unter den verschiedensten Gesellschaftsschichten zur Discussion gebracht. Man beschimpft, verflucht, verketzert, beklatscht dabeiWen Störer der Gräbesruhe;' allein es kann ja auch' an einem vernünftigen Gedankenstreite nicht fehlen, der' immer noch zur Aufhellung der Geister gesthrt hat. Schon der Muth,' sich an solche Dinge forschenv'zu waßen, weil man'der KeL ausfoMung Aicht widerstehen kann, 'ist ein'Wichen-

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