Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 43 (23.10.1860)
- Date
- 1860-10-23
- Page
- Seite 630 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 76% known words query
- IRI
…/3224737-3226202-3226246--18950-3247943- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
.. I! 1 1 «1 1 los professores in religione et doctrina evangelica scriptis. ^ropbetarum et ajtostolorum et augWtana cqj ~ “ ’*■ ‘ff |„tr lich die Bedingung der evangelischen Confession für die Hallesche Professur in juristischem Sinne ausgesprochen sei, glauben vielmehr, daß nur der fromme Wunsch einer stricteli UcLereinstimMn^^EEWns^ML^MdenMroMoren ausgedrücn^ wurde. Döenfaus war es ^in Halle stets ein eigen Ding um diesen Consensus, und erinnernrwjy^ uns wohl aus unsern Studienjahren, daß, wenn.wir selbst. Von den damaligen Professoren Der Phuosopyie, Naturwissenschaften und Medicin absehen, sogar in der theologischen Facultät selbst die „UebereinstimWckg"r;zwiMn. W.cgschMLr,^Msemus«mndxTholu.ck^eina«.s^ daß man: sie sehr -wohl als -diametralen:Gegensatz ^ansel\ J! W .iwidiiC sten zugelassen haben will! Wer waren denn bisher die Atheisten? Ms welcher Kirche sind sie hKrvorgegangen? We^^lAM^as VeElmM^iGEbMiM^WeAenschöpfers^ünMÜM VerfMKnI MWK?'ANG)toD Jude? — Doch herg/ffen wir nicht, daß es auch einen getauften Juden in der theologischen Facultät damals zu -Berlin gab. Neander ließ ausdrücklich in seinem Namen f der Spitze negauM, Wolm, myetflsschen NMungen jetzt größ- -MMW^Juden stehen." Wenn Neander irgend ein Ur- .thejl aus^der Kirchengeschichte des fünften, zehnten oder fudd^ 3achrduüddrÄ "gefällt hätte, so würden wir ihm vertraut haben. Aber von den Geistesbewegungen;.dtzp.' Neuer^wiZejt hat er wenig gewußt. War Feuerbach Jude,? . War ,uyter. dem. ganzen, sogenannten „jungen AlÄfk'-ülsö' nm^ausiRn^ tzanzWerliD'- Ünterscheidungsförmel. hinaus,.1™^; : j, ■ Die nächste Universität ist Berlin, und diese hier die: beiWeitenv. wichtigstes 'nicht blös Meil;iste.M der -so-. genanntem ^Metropole: der Intelligenz^ 'restdirt, oder, weil für fiedie/bedeutendsten Lehrkräfte - gewonnenzu werden pflegen^/sondernüweil? iw ihren lStatutjem-nicht ein Wort sich aufstnden ließ, das der Zulassung der Juden entgegenstünde. i Was!- vermögen daher dieOerren dagegen vorzübringen? l Zuerst die theologische Oacultät, die: hier: in rührender.Mebereinstimmung : aller ihrer Glieder; -handelte, Auch -sie mußte - zugeben, - daßder Wortlaut^ der Statuten einen/Zwaiftl.gar. nicht zuließe..Sie,berief sich aherrauf den §* lytiMfiyUt l-UniverMät -d.ie wissenschastliche'Bilduug sgehörigdorbereiteterJünglingefortzufttzemmnd-sie zum: Eintritt-M den höheren Staats:--undMrchendienst tüchtige zu'- machen:-habe, . Hieraus, glaubt sie .-schließen zu können,'!daß. kein Lehrfach /der Universität -anders als von Christen: betriebenwerden: dürfe.; M. könne *, der: Universität . .nicht': gleichgültig: sein/- ob i die Mathematik .im Geiste eines Newton,:.-ober/eines Gottesläugmrs, /.die medicinischen und Naturwissenschaften in materialistischer Richtung, o^erMGlaubetti-aD/eiue.-unsterblicheSeele-gelehrt^würden^^So lauch die-Mhiloloßie.- - Wev'erstauntnicht, eine ganze- Facultät: auf. diese Weife. die - Bekenner. d es! Jud enthumsllmit »Gottesläuguern /und Materialisten/für. iden- - tisch erklären Hu/sehem! - Muffen -/wir-es nicht-geradezu -rrdetnv wirrsscheueü uns: vor einer rganzen?.Facultät:nicht füp einiFalsum.^erklarenweün die hochwLrdjge -theolo?-. gische Facultät zu Berlin-die Juden'-darum zumArathema^ tischen Lehrfachs nicht zutaffen will, weilsie keine Athei- ‘Deutschland s ein einziger'Zude^^ Nein!- -vM allen De- ' Ä, ^bie danrals;irs DeutMland/zmmörten, könnte der einzige Heine, und immer nur Heine hier angeführt werden, und gab es vielleicht Merklich/einige kleine Gehülfen in jetten-Michtungm- -so?! hieß es5 doch^ihvM allzu i vitzl Ehrel anthun / sie ' als -an-Her' Spitzt stehendzu bezeichnen. '' DhH - e^dMri^EhMö^esi^.^Md^HÄrüiib mit diesen rechten? Es HM/das Vöt^^r^ju^ist'EN .A^ cultät, 2Auch sie/ , tr.otz.dem, UanM M.statusarischcv'Äbwehr, verneint die Zulassüng,: zunächst-weil/sie keinen Juden : zum Doetör jür iäv-ütriufetjüe -chromovireN> >- Und dann weil' t>ie3 jitristische FMlfät ihre Schüler' zu den StäatsäMern Geschicks machen 'solle/ von denen'‘nach dem Gesetze von 1847 die Juden selbst ausgeschlossen seien. Andererseits sei es vitsit'zMstbersehm/i.daß',tweÄ mehrere Juden an der juristischen Facultät angestellt würden, „manche christliche Eltern Bedenken 'tragenihre Söhne ihr anzupe^ttauen-,^u^d^.gEe.die^Juristen -Facultät,würde ejye Einbuße erleiden^ die ihr durch das vermehrte Zuströme»! des'"j^R^en"8lemeÄ's"unkter^ihreü Zöglingen nicht ersetzt werden dürste? Also Re‘Herren fürchten eine „Einbuße": qm,Collegi?ngeldern! -Ist das,michtlein eMbener Standpunkt! . Ube.v was, Mrchfete, denn die. jmMMHacultät? DasMHtz:v0N lL4^ .ihatte::jq-diesJupM:zu dixsep .gax nicht. zugelassen., MeftuFrage-siag i jhr. also gar nicht vov^^ Paher^ geht-six,, nachdem. MOp.^en ejgenen Herd,»'müttexlich - gesoxgt-^zu deuWrigMk Facultqtey - übcr, und haVdio:Stim-f.zü)behaupt<W^/daß.dic.-Juden quch vön der/PhilosophischeNjFaeultäVauszuschließen seien,.weif nach H:^43nder Atatutem^-jKex>zu/der/philosöPhischcu Facultät. gehörige Professor berechtigt ist, über a l fe in