Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 40 (2.10.1860)
- Date
- 1860-10-02
- Page
- Seite 595 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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$98 dern auch dürch.seme Baufälligkeit ein der Sicherheit des Lebens drohendes! Gebäude,!; und so sehr man auch schon jahrelang dasBedürfnißeines zweckmäßigen Gotteshauses fühlte, ^so sehr kämpften Engherzigkeit, Borurtheil und Mangel an Gemeinstnn gegen die? Abhülfe eines solchen Uebelstandes, bis es endlich im vorigen Jahre dem Edelsinne, deyGroßherzigkeit und insbesondere der Energie der Herren W. Schindler, I. Bries, L.-.Bruck. und I. L. Kulka. gelang, deriWon längst angeregtenaber.-ünmer unterdrückten Idee-zum Umbau des Tempels .neuen Impuls und Verwirklichung zu geben, und somit sahen wir einen neuen, geräumigen, nett ausgestatteten und allen Anforderungeneines.gottgeweihten Hauses entsprechenden Tempel-aufführen, vollenden und endlich am- 24. d. M-feierlich-Mweihen. Unter. Choralgesängen des aus Proßnitz berufenen Tempelchores bewegte sich schon um 4 Uhr Nachmittags der festliche Zug , an dessen Spitze; der Herr Bezirksvorsteher und die übrigen Herren.Beamten des. k. k. Bezirksgerichtes, die des! Steueramtes, dann der um den Bau des Tempels sich; vielfach verdient gemachte Hen. Oberingenieur Vieler, - Alle schwarz gekleidet, dann die hier stationirten BetriebSbeamten der V, priv. Nordbahn in ihren Paradeuniformen sich befanden, von dem zeitweiligen Bethause -zum neuen Tempel; die männliche und weibliche Schuljugend ging dem Baldachin paarweise voran, unter welchem von dem. Herrn Cantor, Rabbiner und dem israelitischen Gemeindevorstande die heiligen Gesetzrollen getragen wurden, diesem folgten in bester Ordnung die Gemeindemitglieder und: eine Menge herbeigeströmter' Neugieriger. Zur feierlichen Function war hierher geladen der Rabbiner aus Leipnik, Herr Bloch, der in dem trotz seiner großen Räumlichkeit gänzlich überfüllten Tempel eine Einweihungsrede , abhielt, die'mit Geist¬ und Klarheit die Bedeutung, der-Feier trefflich auseinandersetzte und alle Anwesenden hoch entzücktem- , ■ Nach Beendigung Vieser geistreichen Rede würde ein Hallelujah abgesungen, dem dann die-Volkshymne,'vom: Chor und Publikum gesungen, folgte und mit dem Sab-! bath-Abendgebete wurde!das/Tempelftst gffchloffeni . .. : Am Abend wurden die Fensterder israelitisch enWohn-l häuftrülluMinirt/demBorstandeSerenaden: gebracht und Samstag AbeNd^vomden^in-demFerien zu Hause weildn- ' den isräelitLschenStudenten ein,Ballveranstaltet., mkvi- AuL Ungarn, im August: . (Privatmitth^ Die alte , Wahrheit,, daß.nLchtS dem Jüdenchume größere Gofahvi bringt, als blinder Eifer, wenn er,: wie. gewöhnlichmit Unwissenheit gepaart ist, bestätigt fichsauchileiderinWsern Tagen. -Siechabm wohl schon gehört,-wie derRabbiner G u g g e n h e i m et ■ in Stuhlweißenbürg Zwiespalt iwj Schoße seiner' Gemeinde. hervorgerufen und, einige Gesinnungsgenossen ausgenommen-:Alles gegensich aufgebracht hat. Dieser Mensch ging: so weit/ die Hülfe des Gerichts anzurufen und gegen seinen Vorstand. als Klager aufzutreten! . .;! Lemberg, im September. (Privatmitth:) Der Vorstand der hiesigen Gemeinde hat in anerkennenSwerthem Eifer einen,,guten Rath": mit hehräischen Typen in jüdisch-deutscher Sprache drucken lassen und versendet, um die galizischen Juden aufmerksam zu machen, da-die früheren Schwierigkeiten, wie die.-Prüfung: der Brautleute, die kreisämtliche Erlaübniß rc. fetztldurch die.neueren k. ti Verordnungen beseitigt sind-ulle Heirathm-Mr öffentlich und:.gesetzlich zu - schließen-..ihre Kinder in die - Mattik einschreiben zu baffen, mnd) die ftüheren: geheimen Ehen. jetzt, zu. gesetzlichen zu machen. - . Es heißt darin: „Wir müssen bekennen, daß bisher wenig, Juden in Galizien staatsgesetzlich geheirathet haben, da in.Lembergbeinahe zwei Dritteb-siilt geheirathet, M den klemm Städten weiß. man. fast, gar nichts von -gesetzlichen Heirathen.^ (Man? erinneresich/, am eiNMhn- ’ liches Circulair des Gemeindevorstandes: in E zed ndwitz! Revact.) Es werden?die; großen Nachtheile solcher ungesetzlichenHeirathen aufgezählt.!-EineStelle giebt hier.zu denken: ,-Wenn.dieHeirath^michtgefttz- ^lich, kann der Mann?.dem-Weib:jeder:Zeit'!L» gebery! find sie aber gesetzlich verheiwthet, muß berühr!gehen j Alimente; will er ihr m geben, muß er es früher einj reichen beim LandeSgericht,. und dort^läßt man den tw i nicht so leicht zu." — — -? Holleschau (Mähren), im September/bPrivatmitth^ \ Das Bildvon dem Zustande mnftrer-rstaelitischeMGe-; l meinde ist zwar keim erfreulichesdoch dürfte es einnütz-! liches werden, indem-sich hoffenbäßt,- daß durcheine s ruhige ^Betrachtung Manches ktzünMeseittgt/.! Manches SortheilhaUabgeändert:M)ürde. m i Die gründlichste: Reform.dedarf hier der JuMdun-? j tmicht.. Nirgends (?)? ijl; daS. -»nn-Weftn so imBlüthe jwie/him In mgen, rauchigen, düsteMlStüben wird: die-junge Generation 8^-Ä-StMden täglich emgesperrt l gchchM'tMWf-d« MWchts von ^Wäoeptören Wen -