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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-10-02 · Heft 40 (2.10.1860) · p. Seite 588

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 40 (2.10.1860)
Date
1860-10-02
Page
Seite 588 (sequence 2)
Language
German
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588 (.ftC lichere Behauptung, als sämmtliche Juden Syriens schwerlich A Millionen im Besitz hgben! Eben Melkst heißtMA ausMamaskus vom' 8. Scptemke^, -haß?bis £2$ Ktzhäfteien .W<AWDreiOrtch dex WdiH:^ Kaufleute hier befinden! Es ist daher wohl Zeit, Haß uns authentische Waffen in die Hände gegeben werden, um solche Verleumdungen zu bekämpfen und ihre Urheber zu entlarven« M. - Literarischer Wochenbericht. Leipzig, im September. Im 120. Stück der Götting'schen gelehrten Anzeigen wird eine dMiKKnjgl«; .Gesellschaft. der Wiffenschasten unter dem 7, Juli d^ I. vorgelegte Abhandlung des Professor H. .Ewald über ein Bruchstück hebräischer Handschrift in Wolfenbüttel mitgetheilt. Es handelt sich in dieser Arbeit um einige Stücke aus einem Machsor, welche blos mitzutheilen Herrn E. nicht genügt; er knüpft daran einige literarhistorische Bemer^unLry,^Ue schon - in so/fexn. sehr interessant sind, als sie^ein Zeichen gehen,, daß .die Wischen literarhistorischen Sfudien, -welche, in .den letzten 4fl Jahren fast nur. innerhalb Wischer Kreise^ ihre Vertretung fanden, auch außerhalb Stehende, zur, Berücksichtigung derselben nöthigen. Auffällig, aber-.ist,, daß, nachdem die Wege durch so tüchtige -und ausgezeichnete Arbeiten, wie die von Zunz u. A. 18. Qu.) und enthielt auf beiden Seiten Bruchstücke he? bräischer GebM, „welche nicht im A. T. stehen. Die Hchrift- „arUleMhispanischem DK'MMsDstD'a^aA-utch- „gM AMs°r°.iKK „wie Dagesch und Raphe; nicht aber die Accente, als wäre „es doch weit schwieriger, diese für einen Tert richtig zu „erfinden und beizusetzen, denn wir können wohl an- ^-neh m e n , d aß-derfeX6dWangel an ^Accenten durch alle ',IhnlichenHandschriften Dndürchgehts unb^Äß man noch ..„nie..ein, eigentliches Accentuationssystem für solche nicht „in der. Bibel enthaltenen Bücher erfunden und festgesetzt „hat/^ ' So wenig es' hier'einer Annahme bedurfte, da die Thatsache feststeht, so wenig ist die Schwierigkeit der Erfindung .Schuld an dem Mangel der Accentuation; es Stücke, welche aus dem A. T. entnommen wurden, schrieb man ohne die Accente, und druckt sie noch jetzt so in den Gebetbüchern. Eine Ausnahme pflegt.man nur bei dem aus dem Pentateuch Stammenden zu machen. Um nun den Inhalt -jener-/zwei Seiten richtiger zu schätzen, wirft Herr E, einen,Mick-auf H ie ganze Geschichte der Entwickelung des SchriftthumL, von dem hier ein Bruchstück vorliegt. Nach der wichtigen Mittheilung, daß es in der That ein sehr umfassendes Schriftthüm jüdischer Dichtung und Gebete gebe , welche man im Allgemeinen die nach der letzten Zerstörung Jerusalems.nennen darf, wird die Lehre gezogen, daß alle ältere'Dichschon gebahnhworden Md, diese ersten Flügelschläge einen so» ausgeprägten dilettantischen-.CharakteriHaben,- undMoch merkwürdiger. erscheint es, daß - ein so besonnener Kritiker, ass her berühmte Geschichtsschreiber in Göttingen,, mit einer fast unbegreiflichen, Flüchtigkeit Hypothesen baut, wo unanzweifelbare literärgeschichtliche Wahrheit, jede individuelle. Annahme und persönliche Vermuthung ausschließt. tung, selbst die vollendetste und herrlichste, zum beständigen wirklichen Gebrauch nicht genüge, wenn neue Verhältnisse unhMtzuxfnW^entstchen^ sEss Ärd die Vernachlässigung dieses Schristthums beklagt und die Noth« wendigkeit einer, richtigen Erkenntniß /unh Schätzung desselben hervorgehoben. Dabei wird. in ejner Anmerkung der Werke Zunz' gedacht und'der Ueberstcht des Stoffes, Freilich sind wir, schon daran gewöhnt. seit den Briefen, des Herrn H. an den Papst, von diesem Gelehrten Dinge zu hören, die Unsere Lachlust erregen; wenn-der Herr^ Professor aber mit all den Selbstgefälligkeit eines Autodidakten über einenliterarischen Fund triumphirt, dessen Käseblattnatur jeder jüdische Tröd-^r ihm-Hätte bezeichnen können, so verdient er mehr als^ ausgelacht..zu, werden; - was.verdient er aber, wenn er. es, mit den-dürftigsten .Kenntnissen der - mittelalterlichen Literatur ausgestattch sich heMsnimmt, Männer in den . jstaub .zu treten, die diese Studien .erst - begründet, haben? Das Blatt, von welchem hier die Rede ist, war, eine PMament-Buchschgle (in. her W. Bihl. Nxo, 264,, 17*- so wie der sonstigen Gelehrsamkeit .des bekannten Verfassers Anerkennung gezollt. /„Allein," fährt Hem M.: fort, „der Verfasser ist ein sv völlig /.einseitiger. „schwere Vorurtheile. verlorener Jude, daß ..er: bej der Ab--- „fassung des Werkes ganz -vergißt, Me er -nicht.einvon „Haß gegen.alles Christeythum bitter erfülltes, -.sondern, „ein wissenschaftliches .und geschichtliches.MeA zu verfas-7 „ftn - chatte^ u: Daß, bei'x sölchem/won Haß rerfüllten-Geiste „gar,:keine, ächte.Wissenschaft .möglichjsei,.solltedoch heute: s „Keinem mehx Hunkel sein;iabevMch Geschichte.und noch< - „wehr Dichtung lassen sich so. nicht richtig begreifen,, noch - „billig schätzen." n , i ,':iic . An-'- .. Wir, ftagm nur das. .Eine: . Glaubt Herr E., daß un-

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