Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 39 (25.9.1860)
- Date
- 1860-09-25
- Page
- Seite 574 (sequence 4)
- Language
- German
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einunbedeutendesiUebel.zum Vrande.sührtL^Mochinder dmch-Medicamentverzeugten-Betäubung arbeitete Holdheim's Forschexgeistunaushaltsamsort/evträumtesichmuf>der-Kangct und am * Studixtische und bedauerte wiederholt beim Erwachendaßer die! ersanntEWahrheiten nicht mehr aufj zuschreiben v ermöge^ Am - Abend^dos'?2 2sten 'versammelte sich der- Vorstanddev-Reformgemeindeum-.übev das Ve-! gräbmß/zu -beratheN; :es?wav!ein Autrag.nn -denselben-ge-j langt, ffrr chen? Verstorbenem ein-ErbbegräbnM5zn kauftch j Nach -reisiicher-iUeberlegung gewann; die Ayfichtt die Oberj Hand, daß es nicht angemessen sein /würdefür/einen Mann! von Holdheim's Gesinnung eine Einrichtung->zu benutzen, \ welche den Unterschied. zwischen Armen und Reichen noch j nach dem Tode aufrecht zu erhalten sucht, eigentlich nur! für Begüterte erfunden und im - Wesim Änjüdifch und unphilosophisch-i sei-! -Es / wurde''hierbei'in Erinnerung ge- \ bracht- / daß auf dem Gottesacker eins Reihe; für Rabbij ner und andere; ausgezeichnete Personen bestimmt sei und : büß' es; wohl angemessenerscheinen Este-- für einen so j bedeutenden Gottesgelehrten einen Platz in. dieser Reihe \ zu-erbittm.l r,'>.0« j Herr Dr. W. übernahm es, den Versuch zur Erlangung eines solchen Platzes zu machen. Am 22ften früh - begab sich derselbe zu einem der Gemeindevorsteher, Hrn. J M., trug diesem das Anliegen vor und erbat sich feine Mitwirkung.'i.'Herr M.,^eiwMann des-Rechts-Hem man durchaus ckeine. Vorliebe/für Hie- Reformgemeinde-nüchsa-? gen-fann, erwiderte, daß,ev-.hersöMchuichMdagegen eiuzuwenden -habe-1 wenn d.as)'.Statut der B.eerdigungsgesell- | schaft inHiesem/Fglle-; dcrfür ^enWeide! und-fügte uochHin?-! zn/daßmaneshem sehr.achtharenTheile der- Gemeinde,; den HMHeimHertreten,/wohl-Muldig-.seiseinenMhbi- \ niw und Prediger mit den-ihm züstehenden Ehren .zur Ruhe; M bestattyv- Herr-M begab sich/ulit Herrnnach \ der Gemeindesiube, - das -Statut. der Beerdigungsgesellschaft \ wurde eingesehen und / es fand / sich - im, -14. folgender j Satz: „Die erste Reihe iwdeyr Oüadrate-' Eingangs rechts, - M Mchastem-'Gebrauche für: Rabbiner und-Rabbinatsj -WeKorrn mnd/deren M-hegenoffen bestimmt /fein &■!*; Hier-; nachf wWHerv M/ der Ansicht,' daß dem Rabbiner vr.H.; ohne ZwMl eine Stesse sn -dieserMeihe züstehe, daß der < Vorstand daher auch, selbstständig ihm.-solche zuertheilen - könne,shielt es indessm/dochi/sur> angemessen-/ in diesem / Falle nochdie Ansicht'des greisen-Rabbinats-Verwalters, Herrn Oettinger einzuh ölest.: Herr { gleitung des Herrn vr. W. zu Herrn Oettinger, theilte j demselbenr den' Tod Holdheim's und ohne jede Nebenbe- > urerkung; den Wunsch der-Resormgemeinde;mitr-süDer über LMhrige/ehrwürdige Greis'rerhobj-sich;undWrachnlangsam in; kurzen lZwifchenräumenttwörtlich: -,-Hdldheinl ist todt?!dorn6kägjiv 6mm68 eingroßer Lamden war %.< was - ^, fönst -gechan! und^seine Mchtung - wirdrr jetzt. .vorWottwerantworten. -^ Der Tod rlöfcht Alles aus^ - Ich habe; nichts -dawider,< daß er indev Rabbonimreiye beerdigt wird^ vvr.^W--chattete Herrn:RabbmerOeitingir den-Dankfürdiese-GesinnüngsäußerUnFjad,-«-welche als 'Vorbilds der Toleranz die höchste- Anerkennung-verdiene; und fügte «noch hinzu-düßdem VerskörbenenHcherlich/' dsv Ausz'eichnüng eines - Rabbiners zustehe >?da er so -lange in verschiedenen Gemeinden' als solcher ifunosirtMa von Herrn Oettinger selbst-"die ts>vu8 droke / empfangest habe. Herr Oettinger antwortete hierauf: --Ja/ -ichhabe sie ihm gegeben-es ist' schön; lange her ~ da war; er noch seh r sungh / Esist: ja Eem'.Lodterr gleich, -wo? et liegtrs sind, nur besondere gute und /früher auch besondereschlechte Plätze r angeordnet; worden-damit die'-Lebens den' sich bestreben sollen - eine Auszeichnung zu verdienen, und - sich' hüten sollen,Schande - aus sich «zu laden." r>4. Ich füge diese - Aeußerung so ausführlichhinzu, um zu beweisen, - wie ' der ehrwürdige Greis ■ das fallt»und ungetrübte Bewußtsein hatte von - Dem, was und für> wen er es that - und - weil ein' Beispiel - solcher Gesinnung - rn einer Deit; Wohl - ausgezeichnet - zuwerdeNwerdientin"der selbst hMuris Juden,'l die; wir- SvN-AndersgKüibenden^aust'vülle Toleranz Anspruch machen, Handlungen des Fanatisums zUM'Vorschein kommen- - wie - Wan - sie - inojröberer' Art-- in Amsterdam,- in-^'feinerer Meise:sselbstl->in gebildetern^reiftn^zu-beklagen hat: - Herrließ nun'sein Anliegen aus der- Gemeindestübe zu Protokoll Nehmeü, -Und Herr Dettingetr setzte seine- Erklärungnichts gegen.-den-mebeüstehenden Antrag zu haben - -sofort neben das -Protokoll. Die- Majoritätder llw -Berlin anwesenden Gemeinde-Vorsteher gab' dieselbe Erklärung ab' und noch' am Abend des 23sten ging ein-Schreiben-an die löblr BeerdigttÜ'gstzescll;- schafi ab>- -in -welchem'-der VorstandderseMw-aüzeigse, das er in UebereinstiÄmüng Uütdem Rabbinats-Verckalter Hrn. Oettinger beschlössen häbedem- Rabbin er'Und Pvediger der ReforMgemeiude,' Herrnvr.-HoldheiM-'eiüt -Stellv irr -ded für Rabbiüer rci - bofiirnmtejr Relhe^einzÜraÄnM wnd^dKß er die löbl. Veerdigüngsgesellschäftorsuchd/ Vas Nöthige zu veranlassen.' Die-Beerdigüngsgesillschast verweigerte die Ausführung dieser AnordnüngwndEärte'dem'Börstande, daß sie beschlossen hübe-' -Herrn'Gr/ - H. ein- ErbbegMUß zu schenken. - Die Vorsteher' invessen wiesen diesen Antrch