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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-09-18 · Heft 38 (18.9.1860) · p. Seite 564

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 38 (18.9.1860)
Date
1860-09-18
Page
Seite 564 (sequence 8)
Language
German
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-Mm- JnEtdlHmxJahreÄwutdMBieft-MhLchereinzelt, ^sondern Von Ber/Mehrzahl/derxistaelitWm Gemeinden; eingemichü/ Die VeranlasMgBazmwürrfolgmde./ Eine An- .zahlVoxsteher.des.badischen.ObeMndeshattenäufden 47. -DctoberBrxA - Me- VersämnÄung.'- jüdischer; Notab-1 len in Frerburg/iveranlaßt, inxwelcher/die Einreichung einer MMtibnBM obenerwähntem.'Smne -Beschlossm . -wurde.!/! Die ^Petition Würde ,von: Bem Vorsteher -der Mannheimer Gemeinde, Herrn Oberg erichtsadvocatvr. Ladmburg;perfaßll:;-DerMnteitzeichnete gearbeitete eine Beleuchtung i dieftr!Frage. Dieftr Beiden/ die .Petition wie die - Beleuchtung - wurden auf Kosten derisraelitischen DemeindsMannheim^ gedruckt und gratis -den Abgeordneten, Wie-den israelitischen Gemeinden des Landes, .zugeschickt. . Die Meisten derletztern reichten hierauf die ihnen-zugeschicktePetition ein.!! - n - Ehe-dieselbe, in -der Kammer zur Verhandlung kam, besuchte eine Deputation von Earlsruhe und-Mannheim sowohl die. Minister/ als die einflußreichen Abgeordneten, -MchisseAngelegenhrit.mündlichmachttäglichrzuiempfrh-- len. Der Unterzeichnete, war Mitglied dieser Deputation undfreutsich/sagen zu; können, daßwir bei den weisten Herren, namentlich äbev-Beü dem! gegenwärtigen Minister des Jnnern/sehr erfreuliche -und Beruhigende Zu- -stcherungen verhielten.. Zn-.-der Thäb - wmde/nvchrhvAer Berathung-und Verhandlung der Kammer keine einzige Stimme d a g e g e n laut.-- - Der Antrag:- die- Petition in die Abtheilungen zuverweisen, um als-Motion wieder eingebracht zu werdenwar nicht, wie der Berichterstatter snMo. 29. d^Ztg. -zu glauben scheint,, ungünstig, sondem von -dem -Minister selbst-veranlaßt, - indem bei einer Petition BieKammer im günstigsten- Falle nureine empfehlende - Ueberweisung - an -das - großh/ Wtaatsministemum beschließen i kann, bei einer. Motionaber durch eine Adresse an Se. Königl. Hoheit den Großherzog um Vorlageeines Gesetzesbittet. Die Motion/hierüber wird in -nächster.Bälde einkommen; derVericht dazu ist bereits als druckreif-angekündigt. . Das Resultat muß abgewartet werden-Md wennuuch vielleicht vorerst noch kein genügendes Resultat .erzielt wird, so ist die Sache doch in ein Stadium getreten, daß allzulange es nicht mehr-so Bleiben /kann, l .x/ •:/=//-- x - - -Aus obiger Darstellung echellet aber, so viel, daß der Korrespondent in Ro.:29.5kM-Recht'UnvWne Veranlassung : hatteden Rabbinen und Gemeinden Unthätigkeit zum Vprwurfe zu machen^. EsBezieht sich zwar sein Tadel nicht auf diese< Frage alleinauch inVezug aufBenzweLten-vönrhm-erwähntenPunkt-ist!er nicht mchr-begründet., . : . ,n Die Sache , vechielt sich nämlich also: . .Es ist wen geehrten Lesern dieser Zeitung/sicher-bekanntdaß, zwischw. der; badischen Regierung mW dem Erzbischofvon Früburg. mehrere -Jahres ein-Streit Bestattden!, der zum Abschlüsseeines Concordates führte. Dieses erregte nach seiner Veröffentlichung Bie -Unzüftiedenheit. eines großen Theils des. Landes und wurde von der Kammer, . als ^verfassungswidrig abgeschlossen, verworfen. - Der Ministerwechselfolgte darauf.' * Eine Proclamation - des Großherzogs verheißet eine, gerechte Regelung der kirchlichen. Verhältnisse; die Ausführung ließ nicht lange auf sich warten. Das-Ministerium »legte einen Gesetzentwurf, vor, welcher im §. 4^ deü katholischen und protestantischen Religion CorpvratioM rechte und das Recht der öffentlichen ° Gottesverehrmig zuerkennt, im §. 2. den übrigen geduldeten Religionen ihre, bisher ertheilten Bewilligungen zusichert. - dtun waren allerdings die Juden schon-durch daS Edict vom Jahre 1809 ausdrücklich eine constitutionsmäßig aufgenommene Kirche genannt; es wäre.also ein fürchterlicher Rückschlagwenn -mansie.im Jahre 1860 wieder zu einer geduld etcn Religionsgenossenschaft machen würde. Davon sprichtcherEorrelpondent in No. 29. d. Ztg., macht mit Recht. auf die Tragweite dieser Fassung aufmerksam, mit Unrecht^aber spricht er seine Anklage wegen Unthätigkeit der Rabbinen und Gemeinden aus.- . - Kaum war nämlich der Gesetzentwurf bekannt geworden, als in Mannheim ein Eomite sich bildete, darunter 6 jüdische tüchtige Juristen, - welche über die zu ergreifenden Maßregeln beratschlagten. /Einstimmig waren wir der Ansicht, daß bei der bekannten wohlwollenden. Gesinnung des. gegenwärtigen Ministeriums, eine absichtliche Schmälerung unserer Rechte nicht vorausgesetzt werden dürft'und wir daher bei unsern Maßregeln die größte Vorsicht und Schonung einzuhalten haben! , Es wurde daher zunächst für gut gehalten, auf Privatwege sowohl das Ministerium, wie die Mitglieder der Commission, welche über den-Gesetzentwurf ^zü Berichten hatte, auf diesen Jrrthum aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wurden wir benachrichtigt, daß der großherzogl. Obcrrath eine Verwahrung gegen die Fassung des erwähnten Paragraphen Bei großh. Ministerium eingereicht habe. — Auch chatte mein würdiger College-Herr Bezirksrabbiner Reiß mit außerordentlichem Interesse über

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