Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 38 (18.9.1860)
- Date
- 1860-09-18
- Page
- Seite 563 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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man die? EatteW abgemesftnen Md jsteiftn;Begegnung en anderer Kurgäste mit dem innigen, freundlichen, und freundschaftlichen -Verkchre: der Juden-."so -macht.es — man:mag^sonst:denfen wieMantyilft -^ninenwohlthuenden -und erW^ndeN Eindruck-;: jes-äst-rrfteulich daß WJudebeftdenErrungenschaften der.Neuzeit/ bei ftinerDildung mMKenntnistNeWörzüge^der altenOeit, die - Memüthlichkeit, und .Herzlichkeit - nicht ejngebüßt. --- Mir-lgereicht.- es! zuminnigen Vergnügen-, bei; sp -vielen Wfivnernder Mannigfachsten Berufsart--aus verschiedenen- Gegenden chaffelde IMereM(fürdieselbe heilige Sache, zu >-finden. SolcheBegegnungen halte ich aber stberdiesf'ür höchst belehrend, ü anregend, der guten Sache förderliche-Marnlernt-dieMängel.und Vorzügeander.er Einrichtung en - kennen man tauscht gegenseitig sein- Meinung ausmanche Ideewird -angeregt und mit in PftHeimathgenommen,? .wo .sie verwerthet und ftuchtbarägemachtwird^. - Jchchhahe uhäer; Men .großem. Kreis - von intelligentenfirebftlmen-Männernkennen -gelernt,, am welche ich stets; mit;; Vergnügen - denken; - werde.? In nähere Beziehung und häufigeren . Verkehr trat? ich; insbesondere zu einem Mannen der es?verdient, -besonders!genannt zu werden ein .ManNi von seltener Begeisterung für das Judenthum, höchst strebsam-und wohlwollend, - von gediegenem' Charakter--Herr Burchard.aus Landsberg an der.Warthe, -durch, das Vertrauen-seiner- Mitbürger zum Stadtrathe; feines/Wohnortes? - erwählt, und; durch ftin gestiftetes Stipendium für jüdische Techniker in?Preußen - auch, an Zweitem Kreisen rühmlich-bekannt, ’y- Bei dem Wblrche - -solcher. Männer rsteigert Wdas Bevttauen wht* Israel nicht -verwaist-ist; solche unabhängige,. - denkend.e. und-;• charakterfeste Männer vermög en. in -ihrer Umgebung ersprießlich zuwirken.; Durch den genannten?Herrn, erhielt, ich. No. 29. d^ Ztg., in welcher--mich -die. erste: Privatmitchellung aus Baden beso.nders..Lnteressirte.; -So .wohlwollend-nämlich.die Absicht?-des. Verfassers zu--sein scheint, so hat mich dennoch dexzvo.n> ihm iau^Mrochene Tadel gegen Rabbiner! und Gemeinden,ü denen -eine-gänzliche Unthätigkeit bei wichtigG/FragenMmWorMurftümacht, übel; berührt Ich;-kiebe/es Mchtj--Alles -und Jedes--.was-.geschieh ft insbesonderesch;-Wge!.eine -Angelegenheit moH;-in der Schwebe -ist -und -v.on - der -Entscheidung der Bolksvertretungj-oder: der.Behörden -abhängt, .vor die: Oeffent? lichkeift zu; Dingen,: denn nicht - selten -schaden solche werftühte.MitthelluttgM der SachenftlbD .?? -- : ---Die Mden nn Madensind chmch^ eän--verfassungsmäßig--.mit-Genehmigung.der, Stättde;drlaffenes -Gesetz: vom Jahre fl 849 in-stalat-bürg.evl ich .e r; Hinsicht ähren'.christlichen Mitbürgern-jvollkommen gleichgestellt, das-i heißt-. fte können; alle? Civil -- -und, Militärämter, bekleiden -und zu Abgeordneten gewählt/werdenn selbst der MduaüfWieiBersaffungchwmdermüt Mckstcht-därauftän -einer Weise nmgeänderft daß er auch vvn Wäschen Äb- .geordneten :geleistet>werden kann.- Däkfts- Gesetz: >hatte zwar dis -jetzt, w. iemigc; Ausnahmen abgerechnet, noch? knnen praktischen-Erftlg^ -Allein? die-Anstellung zu Aemtern ist-Borrecht der? Krone? :und: die?.Würde/-eines Abgeordneten Ergebniß, freier.Wahl. Dage gen läßt sich -aus-gesetzlichem-Wege? nicht.-ankämpfem .-Die rechtliche Geltung und Bedeutung dieses .Gesetzes-wurde aber schon zu verschiedenen Malen vonden.-größten Judenfeindenin den Kammerverhandlungen als. unbestritten \anerkmrnt.?Anders aber ist. es .in>bürgerrechtlicher Hinsicht. Früher? theilten - sich die Einwohner, inMürj- -germitAntheil-amEemeindevermögenMd'nnbedingtenMahlrechft-und-Schütz bürg erwelchen diese .beiden Begünstigungen abgingen. Jm?Jahrd 1831wurden dir-bürgerrechtlichem Vechältniffe: dmch,em besvnddres. Gesetz:! geregelt,-und »dabei-- der.Unterschied zwischen Bürger' und. Schutzbürger: aufgehoben,! fo daß Allen gleichmäßig dieNutznießung der.Gemeindegüter zukam, -und jedeftBürgep Badens unter. den allgemein- - gefetzlicheN' AnfoMmngen - än jede Stadt, des. Lcuüres; ckberfiedeln. konntet" In Bezugauf Judennmverfügte,der §., 54- . daß , auf sie das neue Kesetz.,keine ^Anwendung habe - und. die: ftühern Verordnungen M-Kraft dleiben. Dieft? Bestimmung-, -wurde übeibehalten,. als.im-Jahre l 851 dieses Gesetz; chrer Revisipnuund ttheilweifen Ab- Änderung unterwörftn. wurden - Dag egen? wurdedäsi Amt eines Bürgermeisters oder Gemeiyderathes nicht:-mehr von demchristlichenGlaübensbekenntNisft.abhängig igsmacht. .Durch-dieEeibchaltungides eSÄrkrwähntm A 54. - aber - bliebeNdie Iuden-in emerMüsNahmsMung; siehatten'durch, denselben kein: freies-Zugsrecht,- - waren nicht-! überall BürgeN.und hatten dMufoltze. auch keinen Antheil amMamendgennfftiuSolche^-Zürückfttzmrg äst in unserer Zeit, wo das Selbstgefühldes JüdenrimMer mehr.'erwacht,; N eit fchmerzlichtt,- - als-- für / -unsere lAhnen manche:härtere -Kränkung. war.^ : - ü; Bon einzelnen) Nammllich größeren Gemeinden .wurden fchon»oft Petitionen um - Aufhebung? dies er BeschränkunßenseingereichftMebenaber bis jetzt immederfolglos;