Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 37 (11.9.1860)
- Date
- 1860-09-11
- Page
- Seite 544 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Mekettt/ Ühb ■ 'Ö'erbiifhffn 'nm-fb: mehr devVergesseliheii enttifenf ' 5ii; werden- Ns sie-Mr im -Münd^ 'deD' Vo^es undMarodes -deutsch-jüdischen V'ölkes' gelebt häbechivenig^noch gesammelt - öder Mich M aüfgeze'ichstetsind) und selbst böü deck älteren Geschlechtelnür-seliennöch vernommen werden" '--Der! V'erfasser'-ivoM'-M Charakterbild desstühern deutschen Juden 'geben - - und nahin -daher'-auch- Sprüchwörter-'und Redetts'atten ü'üf, welche - nichtjüdischem Boden! entstrrUNM/ aber in jMscheN Bödenverpflanzt waren- AM -an dem Kürzen Und KerniizeN des-Äusdrücks nichts- WchMedeN> die'Wrü.chivörter' in ihrer sprünglichen FhvM und gewöhUlichett ÄüöMäche mit -Bei^ behältuttg! des JärgdNs l gegeben/- 'Der Verfasser' bertheidigt sichauch' dagegeN/'dclß Judenfeinde aus-manchem dieser SprüchMörtev Pstile -gegen den- Charakterder jüdischen! Vorzeit schmieden' Werden, und weist dätauff hindaß im Ganzenr '>div'> ' sich in: diesen:' Sprüchwörtern - ktmdgebenve' Vdlksgesinnüng! -andern dergleichen sich - kühn an die Seite' züsielltznberechtigt fei/'-" Der Vers.- giebt nün die Sprüchwörter, - über tausend an-der Zahl,' fügt die Verdeutschüng httizu-giebt ausführliche Erklärung, und blicktvergleichend aus ähnliche Ausdrücke Lei aüdern Nationalitäten. ' - Allerdingstsagen-die hier mit so außerordentlichem Fleiß gesammelten Sprüchwörter vorzugsweise den Ursprung' der sogenannten Reichsjuden, während die' norddeutschen und polnischen Juden wenig vertreten sind, so weit nicht dieselben Sprüchwörter und Redensarten bei allendeutschredenden Juden geläufig waren. ' Der Verfasser behandelt seinen Gegenstand: Mehr linguistisch und comparativ, so weitdies zum Berständniß nothwendig ist, weniger ist das kultur-historische und psychologische. Moment berücksichtigt, was allerdings zur Vollendung des Charakterbildes nothwendig gewesen wäre, was aber einen besonders geübten scharfen Blick und einen besonder» Aufwand von Geist erfordert. Mustergültig in'dieser Beziehung sind die in einem früher» Jahrgange dieser Zeitung gegebenenSprüchwörter-Erklärungen unseres Hamburger Correspondenten, Herrn M. M. Haarbleicher. r-- .'■> /Gabriel Adler, weiland Bezirksrabbiner in Oberdorf, ein Lichtbild v. A'ler'ander Elsa sser. Eßlingen 1860." Der anr jüngsten Schäbuothftste verstorbene Rabbiner Ga- -riel:Adl e ii in Oberdorf Württemberg) fand hiereinen begeisterten Biographen, der mit Hinreißender Wärme/- mit edelster Empfindung!- für-- jedes religiöse und r hümane! Element : ein1 schönes < BKd des Verklärten ausstellt);’ ihmrin würdiges Denkmal zum-Gedächtniß kommender! Geschlechter setzend.. ' - - - ' - - ' - ^'MMthümlicher Äeist hat stch^tion Deütfchlcind'näch! Frankreich in jüngster Zeit auch die belletnstische Whand-! lWg ldes'jüiviDen^eVens/ rnhnrders der SügstestWergan-! genheik'öüchsiaüzt. ° Vor^n'steht'hin: ^ÜiLtoires'-cke vilj lages par AlcSxäntlre Weilflr (Paris 1860), ^welcher noch; ein - Vorgänger Beühold' Aüerb äch's' gewesen? 'Die dörlic- > gende»Dorfgeschichten^ wären zü'erst 1850' erschienet? und sind - gegenwärtig-zuM zweiten Male/-mit drei großen ' Pie-? een vermehrt, in der ÜibUöMsiue sie sikewiüs sie ker heri abgegeben?" Zwei von den hier hiÜMefügteN Stücken,! ,-braenti6l" Ünd /Ldllä"/' haben' jMWs-'LeM"zuMStoss j und Inhalt/ und - häben wir 'die letztere übersetzt int „jü- - discheü -Volksblätt^ gegeben? Mir brauchen hiet den ganz besöndern Reizder Sprache, welcher Herrn Äletander Weist an gehört,' nichthervorzuheben. Erverfteht es, wahrhafte i Pöefie Aber Pint? Figuren und ihD LebeNsivtlsi zu brei-! len, und nachzürveifen,"'wie' in dem scheinbarenStistleben : der Lehmhütte dieselbengroßen- Leidenschaften walten, ihre? Kämpfe,Siege und Niederlagen, wie sie das Leben der! Völker? Staaten - und Helden-beherrschen/ Von dem- ' selben Verfasser sind bei dem bekannten Verleger Dentu in diesem Jahre -,Wsm6riw68" erschienen, eine Art moderner Psalmen ineiner'' höchst -pathetischen,' Sprache/-' Wir - haben für dieselben einen doppelten Gestchtspunkt. Da, . woder Vers von Liebe und Duldung spricht und singt, wo er alles Hierarchische, Herrschsüchtige, Eigennützige aus! der Religion verbannt wissen will, stimmen wir ihm von; ganzem Herzen bei, und bewundern nicht blos sein Ta- - lent, sondern die Unermüdlichkeit, mit welcher er dieselben Grundsätze immer wieder ausspricht und auf ihre Verwirklichung dringt.- Da aber, wo er seine religiösen Ansichten selbst ausspricht, können wir ihm durchaus nicht beiftimmen, - und wollen sie nicht etwa darum bekämpfen, wohl aber hervorheben, daß sie Herrn Weist immer momentan von seiner dichterisch bewegten Phantasie eingegeben scheinen- -da sie in der That von Gesang'zü Gesang sich widersprechen, sobald wir ihren Gedankeninhält logisch prüfen. — ' Bemerken wir noch beiläufig, baß in diesem Jähre auch eine zweite Auflage der französisch geschriebenen Geschichte des Bauernkrieges vön Herrn Ale-' rander Weill erschienenist, der neuerdings 'auch 'wieder einige Bköschüreni brLö'AnMcht.HU/- MUhk W Pariö Mft sehM' erregten / bre '-Mt-'' abet - choch nithi' erhciltN^ haben/' -^ Hieran -Mht^ sich-? ^ds'mA -SMLsn/- 8vÄe's' siois vis jmvs - eri> Klsutäi? PariS0 In früh ebftr' sagest Ä'ü-- reN estzMüste'ZÄVüi And-jüdenfeindlichö ChÄsieft/ lvelche' die! 'Sitten- -und Gewohnheiten -der Juden in -Merk- Ään-'