Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-09-11 · Heft 37 (11.9.1860) · p. Seite 542

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 37 (11.9.1860)
Date
1860-09-11
Page
Seite 542 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/3224737-3226202-3226240--18856-3247843
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

.UMME M Später ergriff der Herr Löwenthal noch einmal das Wort, er sagte ungefähr^ Er sei vorhin Hr ftine HMbenZA^noffen ausgetreten,' gegenwärtigwolleer Anem GlauhMgMMWÄtKDläeÜn^A- UAAHeordsteTn ReichMZ heim. Prof. Leo habe die Welt mit einem Karpfenteich verglichen; seien die Karpfen im Aussterben begriffen, so setze man einen Hecht hinein, und es werde wieder Leben' unter die Karpfen;.kommew. - DMNitheHeim'fche Antrag, war ein sölWrde^/wOe Äi^'Än^- nW gestellt' worden, so würde der Handwerkerstand noch: in seiner,, gewohnten Ruhe leben. Der Antrag seisomit. eim Wohlthat, da er dem Handwerkerstände Meigt^hahe, welche Gefahren ihm drohen. Der Redner befürwortet hierauf die Gründung eines Organes .für -den Handwer- . Erstand. —..,,,.... Wir haben neuerdings Briefe aus Amsterdam erhalten, 'worin zwar nochmanche Detäils" über die dortigen Vorgänge mitgetheilt werden, doch haben sich die unangenehmen Auftritte nicht wiederholt, seitdem Dr. Chronik: mit) feinem Freunden5 ein Local! außerhalb i des rJuden-: Viertelsbenutzen.!7 Denn, obschon völlig-fteiwillig,' woh-! nen - die dortigen Juden, zu Dreivierteln in» dem -abgesonderten Quartiere.: : . ES liest - sich voraussetzen, > daß die Gegner des Dr. Chronik die Berichte, die. uns aus zuverlässigster Quelle zugekommen-sind/ für falsch, wenigstens für übertrieben erklären würden^bas Manoeuvre ist das wöhlffeilste und leichteste m aber bis heute ist uns selbst noch fein W-ort d er:W id erlegun g: z ug ek om me n m denn so vielUnparteilichkeit wird - man U N s wohl zutrauen,- -daß, - sobald -unserwiesen würde, daß die Berichte in diesem Blatte falsch gewesen,- wir dies ünmittelbär äufgenommen'hätten! Aber -keine Sylbe hat man widerlegt! Wahrscheinlich: wollen.die Herren, welche andere.Blätter mit. Berichtigungen füllenandere Blätter, die, daes ihnen umnichtsals mmden' Verkauf ihrer Eremplare zu thun ist, so gern: aufzw eien Seiten hinken, nicht von u n s gekannt sein! Jmcker nur Schein und Klugheit! > Man könnte diese Herren fragen: wäret Ihr bei jenen -Auftrittenzugegen, daß Ihr zu berichtigen im Stande seid?" Und wenn -Ihr. zugegen wäret, warum -habt Ihr Euer Ansehen nicht benutzt, um den verirrten Haufen zu beschwichtigen? Hierauf wäre Antwort zu -geben.' Uebrigensbemerkenw ir, daß-wir noch mehr von der Sache' wissen,- als wir: mitgetheiltdaß. w i r aber nicht die Erbitterung mehren wollen, sondern-vielmehr zu mindern trachten.-^ . -- -. Einem ckaiseM Ukäs zufolge dürfen ausländischevJüden zum Behuf des Handelsbetriebes - auch am Kaukasus sich in die erste Gilde einschreiben lassen, nach der Verfügung vom^h (16.) Januar 1860. . G Mir^kö^n nichHmtDlEsseH ^WuMli^eMun zu machen, ÄMs sche^t^ aDEobGiK ^rim ^r^er bekannten Art der D^masker Blutgesch'ichte 1840 — von christlicher Seite Etwas gegen die Juden geschmiedet werden soll. Der „Köln. Ztg." schreibt man aus Kon- Hst n hin oh e l?höm ^LstenMUgust: - ^,Von^ Syrien lauten die Na^r?chten^eruhlgen^/ *Vwhaj^mgen hören noch . wicht, aust Es sollensogar manche Juden als sehr compromittirt festgenommen sein." Wir müssen dies im Auge behalten! ' Die Juden, die selbst getödtet, ihre Häuser verbrannt und geplündert worden— compromittirt! — „Hilft i nichts, ^der -Jude - wird verbrannt!" Wer dort siegt oder ^herrscht.— .her. Jude.-wird mit.Mßen getreten! .„Ks.ist. jo kinderleicht, ihm etwas in die Schuhe zu schieben! . \ An dem vergangene, Woche in B erlin, stattgefundenen Juristentage betheiligten sich, auch mehrere Juden, wir nennen nur Riesser aus Hamburg, Wessely aus Prag, Goldschmidt aus Heidelberg,'EÄlm aus Bernburg und Andere. " - ’>'> ■ tr. : Aus Berlin schreibt man uns so eben: ^,Die hiesigen'Gemeindeangelegenheiten nehmen einen ernsten Charakter an. Nachdem der alte, seit vierzig Jahren schwache Oettinger trotz der Einsprache desMörstandes werzBeerdigungs-Anstalt die Bestattung' Holdheim's in die Reihe der Rabbiner erlaubt hätte-"durste Sachs)'der M Zeit abwesend war, nicht schweigen; er'reichte bald nach seiner AnkunftDM MmeindevprstaydeMineDimission ein, immerhin ein Schritt, der nicht wenig in Erstaunen setzt. Daß man Alles .aufbieten wird, ihn hier zu fesseln, brauche ich Ihnen nicht zu sagen, da Sie Berlin kennen.' Das Gerücht, Sachs würde nach London gehen oder vielmehr berufen werdenistwie ich authentisch weiß,- grundlos." .Kterarische Umschau. r5 Magdeburg, 30^ August. Wenn der Drang der Ereignissedie nothwendige^ Besprechung der' Zeitverhältnisse und Ereignisse die ausführliche Bexichterstüttüng über die neuesten Erscheinungen'unserer Literatur immerfort zu-- rückdrängt, wenn -dadurch die Ansammlung der Novitäten bei uns immer größer wird: so sehen wir uns genöthigt, - auf irgend '- eine: Weise der Pflicht zu genügen, auch in literarischer Beziehung' unsre Leser immer im Laufenden zu erhaltenindemwir wenigstens eine kurze Ueberschau

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.