Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 36 (4.9.1860)
- Date
- 1860-09-04
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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24. Jahrgang. A l l g e m e i n e JW 36. i\\\ unparteiisches Organ fiir alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Vr. Ludwig Wilippson in Magdeburg. Leipzig, den 4. September 1860.; Diese Zeitinig erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, in l1/* bis 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. Halbjährig 1 Thlr. 15 illgr. Dierteljährig .22*/» -Ngr. Inserate werden mit l'/r Ngr. für die Petit-Zeile ober deren Raum berechnet. Beilagcgebühren .betrageni für! 1!/Bogen 4 Thlr., für '/r Bogen 3 Thlr., filr. J/+ Bogen 2 Thlr. Alle Buchhandlungen, Postämter und ZeitungS - Expeditionen nehmen Bestellungen an; : ■ 1 . der Haupt expedition für beide Letztere hat sich das König!. Sachs. Hanpt > ZeitungS - Bureau hier unterzogen/ ' : ' I n hall. Leitende Artikel r An unsere galizischen Glaubensgenossen. — ^Preußen. — Allerlei aus der Tagesgeschichte. — Die israelitische Bibel-Anstalt. ,. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Au«Baden. Preu- - ß e n: Berlin, Danzig. Oesterreichischer Kaiserstaat: Prag,Wien, Austerlitz, aus Galizien. H olland : Maastricht.' Italien: Padua- Florenz. Fr a nkrei ch: Paris.'! ' - Leitende Artikel- Magdeburg- 27. Aügust. An nn/ere galizischen Glaubensgenossen. Es ist nicht das Verlangen, meine Stimme zum Oef- ■ tcren vernehmen zu lassen, vielmehr der Drang,! anzuregen - und zu ermuntern, wo es Großes und Bedeutendes anzustrcben .und zu verwirklichen- -gilt- - der mich! /veranlaßt, - chcutc ein-ernstes Wort insonders an Euch zu richten. -Auch - habet Ihr mir - hierzu ein gewisses Recht gegeben, da vom/ -Beginne dieses Blattes an! gerade in Galizien eine grüße \ Einzahl Exemplare dieser Zeitung stets verbreitet war,-mir / oft Zeichen, der Beistimmung : aus Eurem Lande kamen,; und selbst Diejenigen in- ^Galizien,' .welche -mit mir nicht! übereinstimmten, niemals feindselig gegen Mich verfuhren.? Esist. jetzt ein Jahrhundert, ^daß innerhalb des .In-: denthumS die Umgestaltung des Schulwesens! einen' har- - tcn Kampf-zu-bestehen .hat,- und yo.ch-ist''Derselbe/nicht \ ganz ausgefochten.--..Dieser Kamps, / das, alte dvtfallene Ehej darwesen zu einer geordneten, den Forderungen der Cultür, den Bedürfnissen des Geistes und der Zeit genügenden Schule nmzugestalten, ging von Westen nach Osten und auf diesem Gange überall stegreich für die Schule entschieden, ist es gegenwärtig insünders der-galizische Böden , wo erdurchgestrittenwerden muß/ Dieser KaMpf hat,! wie jede menschliche Entwickelung, seine Mehrfaches Stufen gehabt. Während das alte Chedär lediglichdem Religiösen gewidmet war, hierin aber-dennoch MMge -der mit der^ Zeit völlig verkehrt gewordenen- Methode' wenig leistete, ja vielmehr jeden geistigen - Aufschwung stlbst auf dem religiösen Gebiete erstickte, warf sich Anfangs die jüdische Schule fast in das Gegentheil, nä/htte ihre Schüler zumeist mit profanem Wissen und vernachlässigte das religiöse Moment. Hiermit schadete sie sich Mer selbst am meistenda sie dem Judenthume als-solchertt -nnr noch negativ nützte, nämlich in dem Zurückhalten nichtjüdischer religiöser Ansichten, /welche die christliche Schüke Nochwendig ihrer Jugend geben muß. Diese Periode ist-jetzt überwundenman erkennt es immer mehr, daß die jüdische Schule -positiv religiöses-Wissen-und-jüdischen Geist ihrön -Schülern geben müsse, ja daß dies eine ichrer Ha'nMüfgäben sei, urld man strebt übetalldahtndies in der angemessensten . Weise zu verwirklichen ünd so die jüdisch^ Schule zuverjüngen undzuDomzumächenwas sie sein ssoll. Hiermit ist aber auch der! letzte Vorwütf Md Einwand gefallen, welche, oft nicht ohne' Grund', gegen die jüdische Schule.erhoben nvordem