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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-08-21 · Heft 34 (21.8.1860) · p. Seite 504

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 34 (21.8.1860)
Date
1860-08-21
Page
Seite 504 (sequence 10)
Language
German
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ÄV4 erscheinhfastMnglaubllch, daß die neuerwähltenwiffenschaftlich: gebildeten Rabbiner geradrWck am meisten vM Gehässigkeit und -Verleumd'üng zu leiden haben, wo dieses: dem Anscheine mach^awwenrgstrnzst erwarten wäre/lgeradedalaM w-e nig st e n LmEtande sittdp durch einlisolidesnundl;ruhigesuAustreten; durch ein freundliches/ uneigennütziges Betragen die : aufgeregten* Gemüther:zur Ruhe züchringen, wo dieses -eben dmr Aeußern nach am andistew zu vermuthen -wäre. Während an andern Orten der « durch die Wahl eines solchen menen Rabbiners: hervorgerufene Kampf nur so lange dauert, bis, die<Wahl /einmal getroffenwonach es blos von dem Neuerwählten selbst abhängt, sich durch sein Verfahren die Zu- oder Abneigung seiner- Gemeinde zuzuziehen,? dauern hi er die skandalösem-Reibungen,: die schonungslosen Anfeindungen,' ja selbst die schmählichen gerichtlichen Klagen und' Verleumdungen noch langes lange i fort, bis. daß die: ganze Sache in den Augen der tvöhlwollenden Regierung und den nichtjüdischen MtLürgerMÄ^rwd't werden muff. Giebt es wohl einen großem üwn bidn, als dieses eben ist?! und giebt es auch eine größere Sünde, als eben diese«.ist?. Wenn unsere Weisensagen rnv bdnun dn 02was stehet erst dem vor?! 1 J,; -! / r --Der Grund davon liegt aber nicht fern. Es ist hiernichtwie an andern Orten, ein Kampf der orthodoxen Richtung gegen die des' Fortschrittes/ «also nicht eine /swb« denn der große Theil der Oppositionbesteht hier aus Leuten, die längst dem Jndifferentismus verfallen; es -ist hier vielmehr ein Kampf der« Persönlichkeit/ der Selbstüberschätzung/ ber kleinlichen Suchtsich aus irgend welche Weise bei der obscmanten schm' 'solche korrupte Begriffe von Religion wirklich haben könnten, s0 scheint doch der wahrhaft empörende Wahlspruch dieser Leute d ieses z u b e st ä t i gen. Auf die Frage, warum - fie'ifich denn überhaupt um den R a b b in er bekümmern, da sie doch sonst gegen alles das Judenthum Betreffende eine in. die Augen fallende Apathie stets bekunden? laufet ihre Antwort gewöhnlich: „Ich kann.heben wie ich: w iil l - a b er nr ei n R 0 iv m u ß fr 0 m m (&/ h. drthödor) fe-im" — Aber kann denn der wissenschaftlich gebildete Rabbiner, nicht auch eben so fromm sein, wieder ix ng e bild et e?, — „Jener.ist.uns-- zu. v i e-l - T e u t sch > nnd Teutsche — sind wir selbst." Soll aber das geistliche Oberhaupt einer Gemeinde derselben als Vorbild dienen, wie sie -sein oder wie sie«ntcht seiü soll? möchte ich 'noch ferner fragen! / Der Corre'spdndent. MmgdWtenvWÄätzetk MMbhnör dis niiüdejM Opfer aus«Kösten -Anderer sich° dett - Ruf rineslEiferers''fapü ifamsfiju« erwerben^ - Kui^ds^stdM'ripBW 'Wir Hütten uns bereits lÄÄgst vdrgendmMn, durch ein«fteimüthigßs, aus tiefster Seele stleßendes^Wört über dieftn'Mgettständ^ deruüns durch denA-usspruchn2in äUsirlegtenHsticht nachzükömmen/nur wollten wirdieD Mfditte WdifethuihdaffunsreWohlgemeinte Rüge-nur DmemMgänglich' würde, die-sis trifft; weshalb wir Mstdas Erscheinen eines der jüdischen Organe in unserem Lande und in unserer Sprache warteten. Allein da wirUns einerseits eben überzeugt, daß diese begeisterten Kämpfer für das Jude'nthum eher auf jedes andere Journal, und sei es auch eine Kreuzzeitung, als'aus ein rein jübisches Blatt abonniren mögen, am allerwenigsten aber und zum Theit nicht gerade mit Unrecht, wenn'solches in dbräksch er oder russisch er Sprache abgefäßt, welche' ihnen leider gleich fremd sind; änderersei ts!aber ht höheren Meisen der christlichen Mitbürger Vieles über dieses traurige Thema haben sprechen hören, so halten wir es für unsre unabweisbare Pflicht, durch diese Zeilen in den Augen unsrer nichtjüd'ischen Mitbürger unserem StanrMe wenigstens d en Vorwurf zu kettehmeN/ als wenn dieses bedauern sw erthe, unh eilv 0lle Treiben auch bei den Bessergesinnten in unsrer Mit te keine Mißbilligung fände, — - denn der Lehrsatzniy2' ist ein rein logischer'Und deshalb auch allgMin gekannter! Ihrem geschätzten Blakte, verehM Herr Rddacteur,' ist das seltene Glück« zu Thrill geworden/baff es auch da, wo alles Interesse für Juden und Zudenthum bereits abgestorben, wenigstens zu 2M1 nni* Eingang findet, und sei es auch bldsdeü eben zu Mbachtenden Anstandes wegesi/ —'vielleicht geräth gerade dieses Blatt in die Hand eines'öder des andern dieser 'irfpü i»«'ünd wer weiß .. -1P*T / A tt z e I g tz lt. ''' ■ ':: Füri den hiesigen Synagogenchor werden zwei Sopranisten israelitischen Glaubens $x£ Mitwirkung heim; Gottesdienste während, der.bevorstehendm Feiertage.g^snchn, Leipzig, den 10./August 18^60. , " ..; 'Däk SvüägögUWorgand. u-' ■■■' -'";j; 1 'Für denstlbm: " Ji,': - - - Mvritz

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