Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 33 (14.8.1860)
- Date
- 1860-08-14
- Page
- Seite 486 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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486 1 R. S,, Virtuose Wolff Eb a n aus Kowno nach einem zum .Besten;bet. hiesigen Armen gegebenen> Concerte gespendet 3 R. S., Dawid RosenLerg 50 Kvp., M.ariMH of. 50 Kyp., zsm. 20R. S.■■=. 20;-r- Gesammt summe: 5401 Thlr. 28 Agr. 4: Pf. s>' Zeitungsnachrichten. Deutschland. Aus dem Braunschweigischen, im August. (Privatmitth.) Das in Stadtoldendorf begründete, von dem eben so Wiffenschäftlich gebildeten, wie praktisch erfahrenen HerrnUllmann geleitete„landwirthschaftlsche Institut für Israeliten" zur Bildung theoretisch. und praktisch tüchtiger Landwirthe beginnt nunmehr seinen ersten Cursus-den Isten October dieses Jahres, und zwar mit fünf Zöglingen zum Theil aus der Whe und zum Theil aus<weiter Ferne. Sicherlich werden die. großen Hoffnungen, die wir auf diese Anstalt setzen, .in. Erfüllung gehen. Wir bemerken noch einnml, daß das jüdische Gesetz gewissenhaft beobachtet wird.*) ~ Leipzig, im Juli. Die deutsche, morgenländische Gesellschaft hier, zählt jetzt 388 Mitglieder, worunter, wie aufgeführt wird : „26 Geistliche, 24 Rabbiner und jüdische. Lehrer, 2 Mönche rc." Wenn „Geistliche" hier die der verschiedenen christlichen Confessionen bedeutet, so/sticht die .Betheiligung .der jüdischen Gelehrten vorteilhaft hervor.. Aus Bayern, im Juli. (Privatmitth.) Sie haben in Ihrem Blatte die Aufforderung der Königlichen Regierung zu Würzburg an alle Rabbinen des KreiseAgebracht, die Mittel anzugeben, wodurch dem Lehrermangel abgeholfen werden könne. Wir konnten mit jedem Gutmeinenden nur mit Dank diese väterliche Fürsorge von Seiten der Königl. Regierung anerkennen. Diese Aufforderung gab nun den Impuls zu abermaligen Bestrebungen des Herrn Bamberg er und Genossen, dahin zu wirken, daß für ihren Lieblingswunsch endlich die Sonne aufginge,'daß nämlich die israelitischen LehrerUnterfrankens gar nicht mehr im Königl. Schulseminar gebildet, sondern nur von ihm (!) ihre *) Wir wissen es dem Herrn Redacteur d. Bl. wahrhaften Dank, fn viel zur Begründung diescs Jnftituts beigetragen zu haben. / Corresp. pädagogische' (!) Ausbildung (!!) erhalten sollten./ -Zu di esem Zwecke wurde der-Antrag gestellt/ daß. alle israelitischen Schulaspiranten un Würzburg in'einemi eigens zu errichtenden Institute unterrichtet werden sollen und zwar, nach jener;Methode, wie in Höchberg, Burgpreppach und- Aschaffenburg .seither schon Zöglingeausgestellt wurden!!. Herr. Bamberger entwarf einen Lehrplan, der aber/ wied er -ausdrücklich, befahl, so lange geheim, gehalten und-nicht veröffentlicht werden soll, bis derselbe/die allerhöchste- Sanktion erhalten haben wird. Bis jetzt; hofft derselbe noch vergeblich auf diese Sanktion. Um diese aber im Stillen durchzusetzen, reiste Herr Bamberger in diesem Frühjahre nach München, erhielt eine Audienz bei einem hochgestellten Beamten, der ihn, wie er sich selbst, schmeichelnd ausdrückte, freundlich empfing. Diese drei Musterlehrer (!) in Höchberg, Burgpreppach und Aschaffenburg, die kaum — nein, die nicht einen richtigen deutschen Satz schreiben , können-, sollen als Muster-Pädagogen angestellt werden- und die jungen Lehrer, wenn sie ihren sechsjährigen Cursus in dieser zu errichtenden Lehrerbildungsanstalt bestanden haben, sollen einer Prüfung bei Herrn Bamberger unterworfen und dann als Lehrer und Erzieher der Jugend placirt werden. Dieses geheime Treiben wäre sonach — bis auf den Lehrplan selbst, enthüllt. Mögen nun von Allen, die es angeht, die nachdrücklichsten Schritte geschehen, um diesem geheimen Treiben rechtzeitig entgegenzutreten, das für die Zukunft unheilvoll wäre! . Preußen. Cottbus, am Juni. (Privatmitth.) Am 9ten dieses Monats fand, die Einweihung.unsererneuen, zwar kleinen, aber sehr geschmackvoll eingerichteten Synagoge statt, Herr vr. Cracauer aus Berlin,;der den größten Theil seiner Jugend hier, verlebt,, hatte auf-Ansuchen des Vorstandes höchst bereitwillig die Einweihungsrede zugesagt. Die Spitzen der/Behörden warenzur Feierlichkeit eingeladen worden, und der größte Theil davon war erschienen. . v; - . - Um 10 Uhr begann die Feiermitrecitativischem „Ma towu" des Vorsängers. Dann, wurde Lied 29. Ihres Gesangbuches einstimmig *) von Knaben und *) Ich hatte die! beiden Lieder No. 29. und 36. dreistimmig für Knaben - und Männerstimmen bearbeitet. Es.