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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-06-12 · Heft 24 (12.6.1860) · p. Seite 355

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 24 (12.6.1860)
Date
1860-06-12
Page
Seite 355 (sequence 5)
Language
German
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die Gewissensfreiheit gewahrt Md ßein Glanbenszwang in^ wipp 7777H und auch/das. Iudenthumr wurde. weniger Ursache haben, über Glaubenszwang zn klagen/ hndsieine reuigen verlorenen Söhne wieder. .aufnehmMkhunW. -771 Es ist der icrmaj^nte, Paragraph eine PrinMenftage ipon hoher Bedeutung nicht blos für das; JudenthuW, sondernauch, für -den Protestantisrnusderr-auchv von-Seite der Protestanten einer eingehenden.Besprechung. verdient. -Jeder neu gewonnene Boden auf dem Gebiete her Gewissensfreiheit - ist ein großer Sieg^der Humanität, und der Menschheit,', - :. ,; David Oppenhejm?, Rabbiner. Magdeburg, 4. Juni. Wochenschau. Rußl and. 7- 'P reust,e.n. — O est erre i ch. Frankreich. Wir beginnen - diesmal wieder mit einer erfreulichem Nachrichh aus? St. Petersburg. Se. Maj..der.Kaiser haben befohlen, daß , der Eintritt, von Israeliten Ln die G ard e fortan gestattet sei. Wer die ungünstige Stellung., ,hn^welcher >.die russischen Soldaten Mischen Glaubensgehalten.wurden,; kennt > muß dies als. einen Fortschritt siegrüßen, welchem auch der andere, daß jüdische -Soldaten -zum, Avancement zugelassen werden /sicherlich : folgen wird^ - wahrendsie- bis jetzt nicht i einmal zum llnterossiciersrang. gelangen können. Man erinnere. sich übrigens., daß - in- Preußen, erst unter dem jetzt, regiermden. König /Juden, .sin - die Garde« zugelassen wurden. — Puch, im.andrer. Beziehung erfolgte - eine- Feststellung, die wenigstens) vorder. Handdem-praktischen Bedürfniß - genügt. §>er Kaiser hat ein Gutachten des „Jsraelitm-Comitäs^ — der Centrah-Behörde für alle Judensachen bestätigt,. - wonach, di^.Juden auch fernerhin- -keine - christlichen .Dienstboten halten, Christen aber - als Commis, Fabrikarbeiter und. Apothekergehülfen dingen dürfen. 7 Auch aus Berlin. haben wir heute-eine erfreuliche Kunde andie Spitze , zu stellen. Dem heutige.Staats-- Anzeiger-enthält die allerhöchste Bestätigung der vonder hiesigen MdWim.,derMMWschätz^rgetzoffWen.HZ^U.Hesi. hjcstgem.Drihgt-Doeeutem-Dr. -N. WingLh esim-zuns^ordentlichenMitgliede - - Akademie^ T^r-NmgewDlth,, ein Naturforscher, ist..hex.:.-RachMepü,HMboldt's undder zDerbkv^I«L:6,'-:?brO Vier'Akademie aks ^Ädenttichds^MM glied.aufnünmt. .Der etster 'ist dem Phyftkei! Professor vr. Pu)T^RießAwelchernaufOumbVM'sdGnpfthlurrg vor 18- Jahren ausgenommen wurde. Die Wahl? der Akademiker f muß übrigens einstimmig erfolgen, und-andem Mangel j dieser Einstimmigkeit scheiterte einst- Hegel's und später f Varnhagen's,. .Aufnahme. , Unter- Friedrich. dem /Großen hatte, die Akademie) Moses Mendelssohn zum,Mitglieds gej wählt, dafür aber bekanntlich die königliche Bestätigung j nicht erlangen können. Dagegen wird der.„Magd. Zeit." \ geschrieben: „Sehr viel Aufsehen erregt hier dm vom Pra- \ sidium des Kammergerichts verfügte Versetzung hon vier jüdischen Assessoren vom Stadtgerichte ans Kreisgericht auf I Veranlassung des' Stadtgerichtspräsidenten Holzapfels da «dieselbe wider den Willen der Betheiligten, erfolghist und s Richter in Preußen nur zur Strafe oder im.Interesse der; Rechtspflege. nach Beschluß des Plenums des' Obertribuf nals unfteiwillig versetzt werden dürfen."' Die Zeitungen geben hierüber verschiedenartige Erklärungen, ivelche den \ Städtgerichtsdirector öntschülöigeN sollend Wirhaben uns guter Quelle Folgendes über den' Vorgang. DerDirer-'; tdr Holzapfel stellte einenjüdischen Assessor bei dem Bagatellgericht an) indem er ihm aber untersagte, seinem Namen unter die Decrete zu stellen/ was als Einzelrichter Uhjn zustehk Der Assessorremonstrirte dagegen, uüd die Antwort war ~ t)ic Versetzün'g der! vier Mischen Hlffef-r form! Daß diese sichnicht gutwiMg' ergeben, versteht; sich von selbst-. ^Eigenthümlich sieht'neben dorn bekannt-! ten Argument des Jüstizministers gegen diejüdischenRichsier das Factum, daß der Staötrath S chw edl/(Mischettl! Glaubens) in E lb i n g zwei Buchhalter beidemstädtt- ) schm Wesen, so wie einen Mäkler christlichen Glaubens^ ) vereidigt hat. Diesen ungünstigen « Verhältnissen' innerhalb- > des Refforts des Justizministers stehen, wie schon oft' bemerkt, ähnliche im Unterrichtsfachs zur Seite. Auch hier : das Bestreben, die Ausführung der bezüglichen VerfassungSparägraphe ' auf das möglichst kleinste ^Terrain zu beschränk! km.' Das „Eentralblatt ffw die gesammte Unterrichtsveri waltung insilreußen^-bringt im MaliÄH'LstrS^2SSL 'sitttW der Nro. 106. eine ministerielle Auseinandersetzung über l die /,Anstellunghon Juden an öffentlichen Schulend,- welche! wirchier 'folgenlassen.^ Das Mai-Hest-silbst druckthieraus j die zwei im Abgeordnetenhause hinsichtlich dieses-, Gegen- 1 staydes voM sWnistM^-v-Nj Pethmann-HoMveg gehaltenen! Reden und- -;eine - GMPrngs des.-«Regierungscommiffariuh,.;! diewir ^hier-ucki so -mehh ühergehen, als-Wr sie bereits.- | auszüglich gebracht hqben«) MMchuntxrsäßiz - das - mini-

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