Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 23 (5.6.1860)
- Date
- 1860-06-05
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
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Stelle Deut. 25, 5 und 6. Denn wenn Jemand sich auf diese Uebersetzung Berufen und darauf hm^die Mwagnehe § vollziehen wollte, der würde schön ankommm LAdenWer- J ren Vierzigern. Und so muß man ihnen hief enit ihren eigenen Worten erwidern: „Merke dies also, Judenthum!,; alle deine Koryphäen, als a'h, pvv, a»v, re. allesammt haben.ftzIch geirrt,^-indem sie dir Dia*1 zu dzn-, MMMwahHnH gedaMölDrreyb dicht als^lVr-' : geschasst WlÄrtäu ^^Äbdr^Emch^ dein' WmMist HerdurH^ bereits um einen bedeutenden Tractat> ni?22'', sammt allen seinen Kommentaren und trpsia kleiner geworden." Es ist also Unsinn, wahnwitziger Unsinn, zu behaupten, die Tradition stehe und falle mit einer Uebersetzung der Schrift, ja werde nur davon berührt. Aber es ist auch das schreiendste Unrecht gegen die Tradition selber, denn diese hat ihre SelbstständigkeitPeben^ der Schrift mit vollem BewnßUWHH HbMHWA J. hat zwar, wo es ging und so M erging, ihre Sätze an die Schrift gern angelehnt, aber dabei doch immer den Sinn der Schrift als miD unangetastet daneben bestehen lassen. Der große R. Akiba würde sich nie,erlaubt, haben, seine'.halachifchen'Sätz„^ie er sogäf aus 'd'en Frönen, der BüHstabess deutete^ füd dm äll'einigen oder dtn Hauptstnn des Schristwdrtes' auszügeben: Die alten/Inhaber der U^Meferung chäitm dann nichts Geringeres als eine Fälschung der'Schrift' gesehen, wie sie solche. den.Kuthäery zum Vorivurfe "machten. 2222 n^nn ansn., Das haben die^ wahren'^abbine'n niemals gewollt, bei.ihnen stand der Grundsatz fest:''lüiÄO ^rr.' Die 40’ äber'Heinen es zu wollen, wenigstens ist einer ünie? ihnen, der den Versüßdazu''gemacht 'hat,' der Herr OberrabbiNe ^uMniKberg. ' Wir häben alle Achtung hör der bedeutendem Gelehrsamkeit'dieses 1 Mannes,: vor' seinem Scharfsinn wie vvr' seinenr tadellosen' Charakter;, aber wit bedauern, daß er"fkch'hlit^erleiten?läffen,'sein interessantes Werk ^N2N in eine Uebersetzung zu zwängen und 'damit man; verzeihe den Ausdruck - die. heilige Schrift';zu nöthzüchtigen;„ So oft ich' in' diesem Werke las, hätte, ich .dieselbe Frttlde daran , „die mir jeder, sinnreiche ujTlb; bereites, mag e^r' R. Simon S. Jochäi.oder Rabbi' S. R. 'Hirsch'oder Rabbi L.'Stein' zum'.Urhebcr haben. 'So ist's' bisher immer in Israel gewesen,’, man hat einer guten Auslegung' wie einem gleichen. Wörtchen Beifall gezollt' mif Ausrufungen wie n'Wb'S öder damit war'es abgetham Aber die Zmnuthung, .solche Deutungen als den' eigentlichen Sinn der heiligen Schrift hinzu nehmen, sie etwa gar' Beim Jügend'unterrichtH'anzuwmden, ist von Keinem noch gestellt worden. Als ich daher die Ankündigung' las, daß mit Hülfe des Herrn Dr. Kosmann das ganze Midrasch-System des' Herrn O. R. Mecklenburg in eine deutsche Uebersetzung des Pentateuch gebraMhM, da war es mir als sähe ich ein Seil geDanM vomModen bis auf den höchsten Thurm, und sollte einen Equilibristen darauf seine Kunststücke produ- . ciren sehen. Eiskalt überlief es mich, wenn ich an gewisse Stellen dachte, bei denen ich mir vorstellen mußte. LberM Mar hock^neu- ' ’ ht,'-Mußte hier wird» er den Hals Sechen. giM p.y\muVK den Künstler bewundern, und als ich zu Ende war, naschte ich Beifall aus allen Kräften; aber im Stillen sagte ich doch : Meine Jungen dürfen diese wagehalsige Arbeit um keinen Preis sehen, damit sie nicht versucht werden, sie nachzuahmen. Denn helfen wird es ihnen doch nichts, wenn sie auch übersetzen ■*p\ hsf „oberhalb deiner Hand" und hp3*>s „zwischen deinen Augenwurzeln", so werden .fte-Jel&li, mit Hülfe»hMganzen Anatomie noch nicht legen sollen, wenn ich ihnen nicht mit der Tradition beispringe. Diese Pröbchen mögen genügen, um zu zeigen, wie eine solche Uebersetzung beschaffen ist, welchen unnatürlichen Zwairg sse der Grammatik und, d§r. - Ethmvlogie anthut, und 'hoch dabei,ihren Hwest geradezu. rntgegenärheitet,’. Indem; Md,^r>Traditio^ ihrestlrsprüngliche Grundlage als lichen entzieht. Ich halte.hafür, hstßtdiejxnige UchjwfttzWg der, Tradition die. bestest DienW^hut-<»MMe-.st^ handenseiy,.gänzlich ignprirt;erst recht einleuchtend, .wie hötBig,Bie.Sej^re jajte§eit war. und. sein, wird, .Kehrhpav -/wap,es^hah^r> von vr. Philippson, ' um hier-; den einzigen Angriffs., den die 40, auf'seine UeVersetzuy'g AMaVzrzwHrm^^sehr, hxav war es, .daß er 25,. st) ..übersetzte;’ „Und, speie in.sein ÄnMcht.^ ,, Dagegen -nicht zu begreif fen ist es, wie ftr.’ Kurz M,-7--- ich^Meist /nicht „ob^/her Tradition zu Liebe „u-her Jnco,nftquenz',veMiienzließ . hier' zu übersetzen ips^..„vör. ihm",während -er./(Rum. 12,. 14). N72S2..-übersetzt:.-ihr,.-Angesicht^../ Fürden Sinn beider Stesten/ist. Jes. 50,, 6, entscheidend.- ^-soll die sm Oriente üblihe^ und..daher in, allenr orientalischen Sprachen glejch hezeichnete, höchste KeschÜMng damit ausgedruckt.^ werden..•. Die hftmÄcte: der.' traditionell vörzunehmende Procedur., Ha,t, ja^noch.so,Meles-/ wovom im Schristwoxte./Nichts steht,: ja. geradezu das jEntgegengesetzte steht, daß es sich um’ biefer nnltyii nicht.-lohnt,- hier 17222. wie i.ps^zu nehmen-. ohgseichj dies, qn ilianchen - Stellen .der -hDgen . DchM MerWgs-^geschchm muß. j : «n’i . Dies mag vorerst genügen, um darzuchun> daß Vexnunft und Religion, Schrift und^ KaMW >zuglM<-W>^ testiren gegen eine- Ir adf ti 0 n e l l e; U ehe r setz.u.n g./ Danzig, am ersten der Vorbereitungstage zum-Feste der Gesetzgebung 6620. y'J 4;; J - ■ *. . . Vr. Ä, Stein, Rabbiner.., Druck von I. B. Hirschfeld in Leipzig.,