Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 23 (5.6.1860)
- Date
- 1860-06-05
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
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Be i I ü g e Eine traditionelle Uebersetzung. " ' Vor sieben Wochen; als ich mein'' erstes Wort in Betreff der beäbfichtigten^St.erevtYp-ÄrbeläuSgave nied^erschrieb, glaubte' ichsB'genüge" än' einigen''Beispielen zu zeigen, däß' eine Ueb'ersetzüüg-,- welche' die Tradition wiedergeben wM, etwas Unmögliches sei und 'nur von einigen Idioten, - die nun'' eiNmal'chdrsvnliche. Gegner 'des: Dr. Philippfon waren, unr doch' auch etwas Sachliches vorzubringen, gefordert werde/ 1 -; Da: erschiendas Würzburger Blatt. — Ja, wie soll man das aber nerinen? - Der Eingang lautet wie ein Hirtenbrief, der Schluß wie eine Bannbulle, die Mitte sieht > aus wie eine Kritik. Kritik' soll auch die mit dem' Blatte zugleich versendete Bröchüre /,Fackel der Wahrheit^ sein. Die, in' beiden Schriftstücken enthaltenen persönlichen 'Angriffe und' parteiliches' Kundgebungen haben bereüs"ihre Entgegnungen hervorgerüfeN. Dres ist' aber nur ÄebMsache'sürAaS' Pöße jüdiHe Publicumsdas schoü so lange auf'irine wohlfeile' BibelWL -einer1 güten'Üebersetzung wartet und dazu seine Sparpfennige hergiebt, 'und dem Gottes Wort erhaben ist über jede Person und jede Partei^ " Es' steht ^ftine -Spenden freudig M^Hündeeten/ zu/Tausenden bön Thalern anwachstn und Hrübt^'^daß bald' zilM' Werke-geschritten werden könne, ^da' 'sieht' es die Geißelrüthe von 40 Mvbinen drohend' gegen' sich aufgehobenlhökt-den Nus: Wernochbeiträgt zndiesemMerk, ist dLsil -Bestttderer^ 'der^ Sünde st Nt Rabbinen haben: gespröch^r'W Ärh-doch^^agt^wttÄÜAnüfstnst Was wollen sie? Sie wollen eine Uebersetzung, die//nichsnur nichts tzchen'die Träditiöü enthaltesondern vielmehr ^rein traditionell gehalten sei."-'" " Ich!wage? nüsi/ Viner ^gegen- 40-und ekn Kleiner gegen die Schaar des binä, zu behaupten, daß, diese For-, dcrung nicht blos ein Unsinn, sondern sogar ein Unrecht gegen -ü'nstwe^NeliKöASlHrL^kwÄllgemeinen und gegen die Tradition im Besonder» sei. Dies zu beweisen soll hier der Anfang gemacht werden. Die Tradition liegt in einer doppelten Richtung -vor, als und als iütte. Um jener Anforderung nun vollständig, zst. entsprechen, müßte eine Uebersetzung beide.auf? nehmen. Nun schreibt mir'zwar ein befreündeter Partciganger der ‘ 40., es wstrde' nicht. verlangt, daß./die Üebersetzung auch den «-n» wiedergebe, man würde, zufrieden sein, wenn nur überall der Rechnung. getragen würde. Mit welchem Rechte diese Concession gemacht werden kann, weiß ich nicht, . mich dünkt aber, ein./Principdas von vorn. herein so ' viel . aüfgiebt, müsse. aus '. 'sehr schwachen Füßen stehen.' Und schwach, von Thon nur find die Füße. — Eine Uebersetzung kann nur, denSin,n und zwar nur einen Sinn Hessin einev Sprache Äüs^ gedrückten in einer.andern wiedergeben. DieHalachah insofern sie eine überlieferte ist und sein will -^ 'knüpft nicht blos an den Sinn, ..sondern auch, und fast.vorwiegend , an dm Buchstaben des Wortes an. .So. ist eine Halachah: Beim Lesen des Sch ema muß man jeden Buchstaben - den tlich' ausdrücken. R.Abadjah hat/dies (Berach. 15,d) crwiesen,, weil es/heißt.:,.ttw ''.. : Nun drücke mir Eme,r das aus in einer 'Sprache , bereu 2te/Pers. plur. nicht mir ön gebildet wirbst. —^ Ferner 1 Sttet. ganz Verschiedene Halachoth werden; aus einem./unp demftlbm Wötte Mgeleitet/ / ^stus dem Doxte.H2^'.leitet R. Jose ab: 1) Höre was dein.Mund,.spricht.;. 2), lies in einer Sprache, die du.verstehst. Nun. bedeutet i sowohl chören als verstehen,,, aber, in einep andern^Sprache ' kann man doch nur einen Sinn wiedergeben uni) /sowird die eine von beiden HMchöch verloren gehen.Dazu ist. , man Aber ^laut der Tradition .nicht, berechtigt, -.denn wenn.; auch dielstraris nur ,ein e ndoptirt, .'.in der':Theoriemlüssen' beide'erhalten' werden^ sogar'tutt.- Dieselbe Verlegenheit würde entstehen ' bei der Uebersetzung von denn wenn wir auch nicht thun sollen wie Schamai's Schule und des Morgens stehend, des Abends liegend lesen, so dürfen wir doch ihre Halachah nicht' unterdrücken. — Wenn die Halachah maßgebend sein soll für die Uebersetzung der heiligen Schrift, so dürste man viele Stellen derselben gar nicht übersetzen. So die