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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-05-29 · Heft 22 (29.5.1860) · p. Seite 320

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 22 (29.5.1860)
Date
1860-05-29
Page
Seite 320 (sequence 2)
Language
German
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-----S xs?. . -|r 's. ->l |lf hin hat das Schimpfen einiger norddeutschenHlätter über Oesterreich, das Verlästwu Preußens^urch^ltrModft die^^^e^ EMh^?^ HiKr, 8aDÄer§lÄkangEle^üde Mrd/Mlchen Rebertreibungen auch nur das genngsteMewicht beizulegen , und es sich angelegen sein laßt, durch eigenes Nachdenken den wahren Sachverhalt zu ermitteln.- Der Spruch Hks M^net^eriAEhMAr zu» Gunsten Kurandas gehMAWUder-Aitz Äie^ es denn überhaupt von jeher eine der abgeschmacktesten Verdächtigungen war, wenn man die Völker Oest'errelchst' intoleranter Gesinnungen, uftramoKtaiitriLettdeyM Im Gegentheil, der Oesterreicher als solcher ist toleranter, weil gutmüthiger, als der Norddeutsche. ,, Der >ßochmuth allein macht unduldsam."—- In der ^hat kann MMUscht^s 'sagen7 daß es ein' Principienstreit gew'e-' H^Hnd^MftrMyMwurde Ln seinem Verlauft theils, durch-üdie -Geistesfirlle -und Gewandtheit KurandaS, so wie durch die logische Schärft seines Vertheidigers Dr. Berger, Heils und noch mehr durch die Wucht derThatsa- Dii'zu einem Principiensiege, zu einem Siege der Wahrheit imb:' Humanität über Lüge und Fanatismus. KutäÄst Nrrde nicht blos für s ch u l d l o s, sonderst tft. Wnmter M: sth ül b i g erkannt, und zwar aus dem Münd^des Gerichtes selbst, das durch seinen Präsidenten' erklärt^ düß'Brünner jedenfalls strafrechtlich verfolgt werden' müßte, ^enn nicht sein Blatt, da, es nur 600 ÄbsttnenÄ. zählet /'jedet' Gefährlichkeit ermangelst. Es HeW'Ws'öies MetditigS eine ejgenthümliche Logik, da e'in'Mr?LehÄÄch ^tvohl'nicht'blos nach der Gefahr und dem Schaden, die Andern dadurch verursacht werden, be- ÜÄHÄt" ülÄest Ws. ' Allein da es. uns gar nicht Ml M des or. Brunner zu thun ist, genügt uns diese Schuldigtrklarung Seitens des Gerichtshofes vollständig.AbgeMn 'daher davon, daß es uns ein wahrhaft erhebendes Gefühl einsiößt, die unerschütterliche Unparteilichkett der k.' k. österreichischen Gerichtshöfe bethä- Ligt zu seheil, ftrfteüen wir uns eines zwiefachen' Sieges, Mes' allgemeinendaß die Intoleranz, die fanatische VersölgungS- und Verdächtigungssucht feierlich verurtheilt worden, so'wie'des besonderen Und Momentan wichtigen, daß - die „Wienir, Kirchenzeitüng", und ihr Redacteur alle Bedeutung/- allen Einfluß auf immer verloren hat. Das Geständnis daß VaS Blatt es kaum zu 600 Abonnenten gebracht hat, daS Geständniß des vr. Brunner, daß er kein Wort- -Hebrärifth verstehtder Mangel an -Wissest/ den er kuM^gethandie'Seichtigkeit und Verworrenheit feiner Vertheibigüng^— denn im Laufe der Sitzung verwandelte sich für vr. Brunner die Rolle des Anklägers in Meedes AngKgZeMkTben ihm^MnMuk^ch^ MlaW, >fti- <$tnk eiiZtzeHGHHu^HDFEM daher nunmehr an deUZtzit, ihn gänzlich zu ignorirnffuNd seiner nicht mehr zu gedenken. So wären wir denn seiner gänzlich los! *) . Es, G.»dHeyrniL^MZ^yvuch)KrSz»ha8Wan sich wOtzÄch^gegUM WstsiMpkisHischofs P^ri;.e.m pch l mit Nachdruck erhebt. In der Wiener „Gerichtshaue", ein vielgelesenes juristisches Blatt, bringt der ^AnD^t'-Ly. in No. 20. den folgenden Aufsatz: „In chrzn Augenblicke, wo von allen Theilen des ReichesHeputationen.NnLdMWMtMsMMum^M^die Residenz kommen, um an den Stufen dey- Thrones den ehrfurchtsvollen Dank für die Beseitigung' Unduldsamer Gesetze, für die.Aufhebung.von Beschränkungen, für die Gewährung von gleichen Rechten mit den übrigen Confessionen auszusprechen: macht durch die Tagesblätter ein vom Pischof von Przemysl. an die Diöeesan-Geistlichkeit gerichteter Hirtenbrief die Runde, in welchem im Widerspruch mit der allerhöchsten Entschließung.vom 13. November 1859 den katholischen Seelsorgern aüfgetragen wird, dafür zu sorgen und darüber zu^ wachen,- daß ein Christ in keinen. dauerhaften Dienst, zu MeurIudentrM ein Christ mit keinem Juden in einer Familie wohne, und nicht zu ihm in .die Lchre gehe,;— Die Dmviderhandelnden sind nach' dein Inhalte des Hirtenbriefs mit schweren Kirchenstraftn-, zu belegen. - - : j l- „Wir überlassen es der Beurtheilung unserer geehrten Leser, ob es von einem hohest'Grade von Patriotismus zeugt, wenn. denAnordnungen.der Regierung:in-der Ausführung wohlwollender Absichten Verlegenheiten bereitet werden, ost.es die Achtung und Ehrfurcht, vor dem Gesetze fördert und erhöht, wenn bei den- Regierten Conflicte hervorgeruftn werden, wenn beiihnen- Zweifelwach gerufen werden, ob. die Anordnungen; der kirchlichen oder der weltlichen Gewalt Mf Wahrheit-, beruhen,nWd^ob -es besser ist, dieser oder jener zu fplgen,- . „Man durfte voraussetzen, dast.fe -größer die Freiheiten der. katholischen Kirche sind, je unabhängiger .sie von der weltlichen Gewalt dasteht, ihre Würdenträger-ein.desto *), Die No. 133. der „Ostdeutschen Post"' enthält chm stenographischen Bericht, über diesen Pr.oeeß, und ist von außerordentlichem Interesse.

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