Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 21 (22.5.1860)
- Date
- 1860-05-22
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/3224737-3226202-3226224--18605-3247576- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
TMisdMornaMM 3) a)? etn<3 LofoMristGWichV EknzaHlAegt^-Mbmso wirW von7 OntzilSs-I:(3'.;-#of:r 1 LjirO.MH MLßrk.MchrzahlrrüöWM Ms-RM g'eKtt»? die-LMWMü Molinrplü59pä.).c»2 HAtzcM PM«er''chaÄ^ WktL^-M)M'N1(3vMost LPr 2Z)n inr'ddkrEiNzShl/l währeüd dcr5^Ä»nM^B^Kamai6S, d^.^MtzetrMchrzähVRno HM' lachyjdedtzüDv! DierStvlle!MNÄj?pti (3:MSs^M 5)^giM"' OyEBssrMHEÄbsn^nb ndnsv^ SllMöffMähk^ ' sch«Alich^mMrckeÄ heiliMrSMkst 'tziEMtshMpiinW:f füv'r-dasZTÄeuftits ezM^lindsttp^wte^diss A'qullÄ niiUMnÄ^ ' anjtzexE Stelle <Ps.^8; 5p getha n,'"E) Kttvrrd id'^Lradistön- -' (3Mas<P^8Sr:b) rem^wichtigecLehr^r^LG daB '- d uK^edu««ißÄlndr?drese>Eelle wutf Voür GiWstiHi^ Äben^- verstanden haben wMrarJstmlso ctüchrDMltzSlU''Ä> 1 sr-nro? Das Wort (3. Mos. 25, 47) wird von Onkelos mit b*n5> übersetzt, während es in s'n ausdrücklich heißt: pi» Zu 2. Mos. 1, 22 fügt Onkelos ^'riN^bM^lbW^enMü GtÄnrÄ^SÄa p. 12). Zur Stelle N2"«' ^S)2 (3. Mos. 19, 32) giebt er den Beisatz Krp*mfct3 ^dvn, was im geraden Widerspruche mit Kiduschin p. 32, d. Man vergleiche ferner Onkelos zu 3. Mos. 21, 4 mit Jebamuth 22, b; ferner Onk. zu 2. Mos. 24, 8 mit Jebam. 46, b; endlich Onk. zu 1. Mos. 9, 6 mit Sanhed. 57, Ir, um sich zu überzeugen, wie oft Onk. und Talmud im Widerspruche mit einander sichen, und so sehr sich auch spätere Gelehrte (isb, ■*h, &*, brr) bemühten, beide in Einklang zu bringen, so ist dies bisher noch nicht gelungen. 3st aber deshalb die Uebersetzung des Onkelos als ein Werk zu betrachten, das lauter Irrlehren enthält? Das wird doch Niemand behaupten wollen, im Gcgentheil wird selbst vom Talmud das allsabbathliche Vorlesen derselben zur Pflicht gemacht. Unsere Lehrer gingen Wahrscheinlich von dem Grundsätze aus, daß die Tradition, wie schon ihr Name (sYma mm) aussagt, ihre Hauptstütze und Quelle nicht in dem Buchstaben der Schrift, sondern in der mündlichen Überlieferung hat, und wenn sie auch dieselbe so häufig an Bibelstellen knüpften, so ist dies nur als eine Anlehne (dMSNvrr) zu betrachten lIrubin 4,5, Pessachim 81,b, Tanith 17,d, Nida 32, a), weshalb sie auch oft Maimonides 6b nennt, was wahrscheinlich in Bezug auf ihre Deducirung aus der Schrift zu verstehen ist, weil yinisstys,«in oidr nnn.sft bs ew*u.(@uf« p. 31,a ^oiri) und selbst dieses letztere (ur'Vä) seine Ausnahmen hat (bsinn 6b ,aher.., aus einer Uebersetzung keine Halacha deducirt werden kann »•nn»' S-Dbln ■j-psb p«,' welcher Ausspruch selbst in Bezug üuf die talmudischen zu diesem Genre gehörenden SüCV1 .USt m <änc Ä.te,ä L l ...li ... '-p _ **>.• 7» **.*•*• U .. .■ .f - U ßeMl'dr^pvU 'äu^^jeiie, oiest '8^rÄ pj5''J : 'einem"' wv +Hov)v uvjv wujvi-v ^A.vivpii.vuvvit uiviy.4 luu , glcich^Ä^'Prök^eHegÄr die' ÜÄ^etzüstg 'Onkelos' auf*!' ’ffi?1 jtd) geÄkß^stich!'werden Jeäo&iÄm^lHlfctt,1''' so mäÄ rh??m"ÄrStÄ^ aeqen^'Äe 'd^ürcb Herrn v?. PWppson Mrst.. W twerMstalt^ndeLBibelübersetzung um so weniger beitreten, da diese eigentlich ein yb'H'b'toi und uns der biedere Charakter des Herausgebers hoffen läßt, daß die Uebersetzung eine nach allen Seiten hin möglichst zufriedenstellende sein werde. Nun wollen wir noch etwas aus No. 3 der oben- ' erwähnten protestirenden Druckwerke herausheben. Diese von einem orthodoxen Bibelfreunde hervorgegangcne Schrift macht S. 10 Herrn vr. Philippson den Vorwurf, daß er in.seinem Bibelwerke der Tradition aufbürdet, daß sie unter '■"tt auch das Geflügel verstanden, während doch das Kochen des Geflügels in Milch nach sämmtlichen Codices kein mosaisches Verbot. Auch hier haben wir auf Onkelos hinzuwcisen, der dieses Wort mit rr-nv3 giebt, worunter ebenfalls das Geflügel verstanden. Oder wenn Onkelos zu 3. Mos. 13, 45 «VaKS beifügt, so wäre also das Hauptverhüllen bei einem Trauernden ein mosaisches Gebot, und doch sucht es der Talmud (M. Katon x. 15, a) aus einer Stelle des Propheten herzuleiten; auch wurde dieser Gebrauch heutzutage gänzlich beseitigt (Jore Dea 38 d), was, wenn er mosaisch, gewiß nicht hätte geschehen kon-. nen. Ebenso, wenn Jonathan zu 5. Mos. 24, 1 den Zusatz giebt: Nn;ia onp •psi^-pn "idd nb ans*»*), so weiß Talmud und Schulchan Aroch Nichts davon und ist ein Drei-Gericht bei -einer Scheidung blos ein Usus 2^212 Sn bs>3, wie wir dieses anderseits gründlich nachgewiesen. S. mbiöii 's. Dergleichen Citate könnten wir in Menge anführen, wie z. B. Maim. Abel 2, 6 , und wollen wir ,hi.er hlo.s ^ust We Stelle Hinweisen, üip» bs rib N"nr>, was durchaus nicht mosaisch, sondern bloS rabbinifch ist (Maim. Ende Giruschim). Schließlich wollen wir noch folgende vor 200 Jahren