Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 17 (24.4.1860)
- Date
- 1860-04-24
- Page
- Seite 253 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3224737-3226202-3226220--18527-3247494- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
253 einen; Kpsi derMeligsqy Md; Moral sehrwunderlich, noch r dazu,- -wenn. man, sonst den Splitteprichter spielt. Möge! Herr, ^Stern, in feinem- .rühmlichen Eifer fyrtfahren., -7- Vor uns liegt auch, das neueste Heft der d eutsch-rnor-? -g,eMLndisch en-.Gesellschaft/in Leipzig, unter derenj Mitgliedern .fp-.viele Juden .sich befinden. Wenn der. Der- - lincrj Katalogist,, Herr. /Steinschneider, dieses I. und li. Heft | des XIV. Bandes liest^ n>ird er aus! dem süßen Schlummer k seiner Selbstzufriedenheit .erwachen. Er, der, unangegriffen,! alle .anderen, jüdischen Gelehrten mit Angriffen überhäuft und unermüdliche.mit Schmutz bewirft, ..wird-hier, gründ-s sich-über seinen Werth belehrt, pnd diesmal von einem? gewiß Unparteiischen, Prof. Gildem eister. .St. hat einl Buch herausgegeben/ „Bibliographisches? Handbuch über die j theoretische und praktische Literatur für hebräische Sprach- ' Klyde. Für, Lehrer, Theologen, und, Buchhändler, Leipzig j .1859// Bei einem solchen-Werke sind die drei eigentli-. chen- Erfordernisse.Genauigkeit, Vollständigkeit.und. r-ich-? 'tige Anordnung;?. In allen drei Punkten wird nun demE Herrn St. das/Ungenügende, feiner Arbeit nachgewiesen. AE wenigsten die Vollständigkeit. Der Recensent sagt:! .„Wie viel vollkommener bei etwas mehr Fleiß die Arbeit! hätte ausfallen können, möge die Mittheilung, einer Anzahl von Ergänzungen, Berichtigungen und Beantwortun-. gen aufgeworfener Fragen zeigen, welche Rcf. auf den er-! sten Anlauf in kürzester Zeit seinem Eremplar beigeschrie-? ben hat; auf die zahlreichen Fehler in Vornamen,. For-.? -men, Jahreszahlen ist - dabei nicht, einmal stete Rücksicht! genommen." Es folgend nun 8 große Octavseiten voll Büchertitel!? Was würde der Berliner Katalogist gesagt' -haben,? wenn dies, einem Andern passirt wäre! Doch-nein,? hat er: nichtnn demselbenBuche die hewährtesten jüdischen; Gelehrten mit Feindseligkeiten überschüttet, was z. B. den' Prof. Gildemeister' zu der Aeußerung veranlaßt: ,-Bei dieser Art: zu . arbeiten h ätte,■ der Verfasser nicht nöthig ge-\ habt, so vielfach.7-7für. christliche Leser zum Ueberdruß -7- -an Fürst's immerhin sehr dankens.werthem Buche Aehnliches als--„Liederlichkeit^! (S. XXVH^), und bisweilen auch' mit -Unrecht zu rügen." -7- Ein Jeder fühlt den Stich, der in: diesen Worten den jüdischen Gelehrten wegen ih-: rer Zanksucht, gegeben wird, Niemand. aber wird ihn unj verdient finden -Möge dieser- Vorgang Herrn Steinschnei-: -der bescheiden machen. ,:; : / ■ | Zeitungsnachrichtev. Deutschland Leipzig, im. Aprils Es ist' hier ‘ ein Comite" zusammengetreten,' um eine Mendelso hus stiftung zur Unterstützung armer jüdischer Studirenden an'der Universität Leipzig zu gründen. Man hofft eine recht rege Betheiligung zu finden. ' Preußen. Rakel- 2. April. In dem benachbarten Kreise Schubin sitzen zwei jüdische Gutsbesitzer im Kreistage, der sie bereitwillig ausgenommen hat. Am Samstag hat der Kreistagzu Schubin in seiner Sitzung seiner Gesinnung einen entschiedenen Ausdruck gegeben', indem bei der Wahl einer Revisions-Commission, -die mus drei Mitgliedern besteht, der jüdische- Rittergutsbesitzer Misch auf Zurczyn einstimmig in -dieselbe -gewählt wurde. - - " ' (Pos. ZW Aus Mestphalen, 12. April. Die „Köln. Ztg." bringt folgenden Artikel: „Das Verdienst.?der, Rührigkeit ist den Kreuzzeitungsleuten nicht abzusprechen. Sie wollen jetzt, gegen die verhaßten Juden, eine .große Demonstration in Scene setzen. Der -Verein für. König und Vaterland in Berlin (General-Major a. D. Graf Finckenstein) hat die Sache in die, Hand genommen. Aus den Provinzen Sachsen,/Pommern, Schlesien und Brandenburg sind bereits Zusagen erfolgt.. In Westphalen ist die Sache - in den besten Händen. .Der .Großinquisitor des? Judenthums, Herr Marcard, reist und predigt in bekannte^ Weise gegen Alles, .was kein? Schweinefleisch ißt. , Es gilt, eine hinreichende. Anzahl Rittergutsbesitzer und Bauern , zusammenzutrommefn,, welche Sr. Königs Hoheit dem Prinz-Regenten, am,- 18. dieses Monats eine Adresse gegen hie Einräumung ' ständischer und obrigkeitlicher Rechte an? die, Juden überreichen sollem. Das Seltsamste aber kommt noch. ^Um, die Sache Sr. Königl. Hoheit schmackhaft zu machen/ sind die Herren,- Agitatoren auf . einen/eben -so originellen, wie schnurrigen Einfall gekommen.' "Es"soll' nänllich gleichzeitig eine, zweite Adresse; zu Gunsten der Mlitärvorlagen überreicht werden! Der Gedanke ist,.schlau, aber leideräußerst schwierig auszuführen. - Der Kreuzzeituygs-Pereim weiß recht' gut,.-daß,für?Adressengeg-en!-die Militärvorlagen die Üntkrschriften -inr Laphe