Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 17 (24.4.1860)
- Date
- 1860-04-24
- Page
- Seite 249 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3224737-3226202-3226220--18523-3247490- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
249 rungstzur Gründung einer? israelitischen Bibelaustalt erlassen, Mrlche>.-Ä.och'LfeiLD hebräischeund hebräisch-deutsche Bibeln- Herstellen und vexbteiten soll.- Die.Aufforderung hat. Anklang.gefunden,?und iw Muern Jahre sind /.bis heute?-^?4 373; Thaler: zusammen.^ 7 Wir t erklärten ju? An-- fang und-wiederholt! im Laufe? des Jahres-?/daß:uvir//sobald .eineerkleckliche Summe;i•; 5. bis. i .6ft0,0.Thaler/ um anfangen zu können, zusammen sein , würde/. ein Comitä aus jüdischen ^Gelehrten gewählt werden? solle/ dem alle weiteren Bestimmungen- / Natürlich' insonders. über die zu wählende Uebersetzung, zustehen wetden. Als. man Zweifel aussprach, ob? /die Verbreitung - e in e r Uebersetzung zuträglich "sei und man dadurch?dieser UebersetzuNg-nicht zu viel Autorität einraume, erklärten wir/ dH, -welche Uebersetzung auch gewählt werdm würde / , am' Fuße der Seitebei allen: wichtigeren -Stellen die Uebersetzungen -der bedeutendsten. Autoritäten angeführt werden sollen.- Wir glauben? daher im besten und ehrlichsten Sinnegehandelt zu haben, denn es ist bis heute noch nichts'weiter geschehen,-als die Geldsammlung '.zu fördern, -ohne' -die doch alles cUebrige leerer-Schaum iwäre!' Wir haben nicht allein die Idee gegeben, sie formulirt, -.sie demiPublikum mit aller Anstrengung ans-Herz gelegt/?sondern uns. auch -der unsäglichen Mühedie Gelder/ die? in'.Viergroschenstücken -zu-? sanrmenlaufen, zu-' sammeln/lünterzogen.i Mein Gott/- das wäre: em'Leichtes. sür??eineU jener.faulen Männer//die' das Jahr überin der Weltnichts - zu thun' haben, nicht einmal-^u-predigen,, wie -A'-'-BmHerriMmanniiü Paris \rrr aber man'Uberschlage doch-ein wenigwas unseres Anrtes und Werkes ist!: '■ Nun guti. ■ Gegen udiesen Erfolg un-- serer Aufforderung - treten wbige?Männer, mit obiger Erklärung auf. Sind es-> etwa solche, welche sich der Sache von Anfang an annahmen, sich der Mühewaltung für sie unterzogen und nun, unzufrieden rnit der Führung, oder weil wir in Etwas -unserm. Worte - untreu wurden,, gegen uns auftraten? > sNein/? Me: immer, lasten sie Andere. arbeiten- und wenn sie. sehendaß die Arbeit fruchtet,? dann treten sie? mit-einet Anmaßung und Arroganz auf, als ob sie die „Herren"- und?wir.'^.-nür'./,Arbeiter"- wären! . Sie erklären sich gegen': die? Bibelanstalt-«'erklären diese als ein schädliches- Werk/Iwenm.^-rwenu mcht.-aus ihrer Mitte drei Männer gdwählt-würden- ^welche das- Counts zubilden hätten!.'Also> die Rabbinmzn.Wallerstein und.Schlüch-? tem/-Red Matthes undReb.Ehone/.Herr Ettinger.und.Herr Enoch, )diese!sollen es.ftin/wder? SeineHeiligkeit-dev Würzburger Vämberger. — Mer - müthet:?uns dies .wohl; außersieselbst! zu??^- Und was haben diese Leute für'Gründe-? Nun, sie führen zwei Sätze aus unserm Commentar und einen aus unserer Uebersetzung-an, .welche ihnen das Vertrauen zu. der Anstalt-nehmen.??-Nun, um dieses>Vextrauen habenwir-allerdings noch.-niemals nachgesucht/; WirMben? uns; siets an Diejenigen gewendet,? - welche, Pextrauen zu uns haben —und wir?-können/ verfichern-- daß wir ein noch viel - geringeres Vertrauen zu den; gehachten Herren haben, als si e zu .un^ Welchesind jene zwes Stellen? Die Eine, besagt/,-daß das Verbot-.bezüglich/MPdN,N7- (die Spannader) im eigcntlichenGesetz nicht vorkommt, sondern , 1B. M. 32, 33. als ein von Jakob - herrührender Gebrauch? der Israeliten aufgeführt wird." . Daß es von pfoo ,a'bo re. rc. als Gesetz aufgestellt wird, haben wir wahrlich! nicht geläugnet, denn das ist Factum,- und, wir citiren ftlbft-? -/st,das Nähere der. Truditjon-Sch. Ar! Jor. D. u. ö.. ,05,;5, ^?Daß aher die heil. Schriftesso und -nicht anders r eferirt, daß -ist doch? eben so ein Factum. .. Die zweite Stelle betrifft die Menstruation! und'zwar3 Most 15, 24 / wo? unsere Erklärung das bloße Schriftwort, erklärt,- ohneder traditionellen Deutung irgendwie entgegenzutreteni Man lese nur den Commentar im Zusammenhänge., Aber was. geht denn der Commentar-. die-Bibelanstalt an,- die dochkeinen Commentar liefern soll? Der Commentar hat sowohl die einfache Erklärung des Schriftwortes, als die Auslegung der Tradition anzugeben. Beides ist sein Geschäft, und wo Beide nicht übereinstimmey- .)^s kann er dafür? Die Herren haben dies auch gefühlt/ und fügen daher eine Stelle der Uebersetzuirg hinzu, nämlich 5 Most 25, 9., wo T2B2 np-pi übersetzt ist --ins - Gesicht speien". - Dies ist das Verbrechen, denn es muß heißen: „vor ihm aE speien".? Aber die Herren haben hierbei geradezu, ein Falsum begangen. Sie, die zwei. Mal den Commentar angeführt, wo die Uebersetzung - ihnen keinen Anhalt bot, citiren hier, eine Uebersetzung, und enthalten, den Commentar vor. 3n dem Commentar « heißt es? (S/ 941.): „Auch in unserer Ceremonie (es -war vorher - ein Blick? auf Ruth .4, 7-. -geworfen) - bedeutet demnach das Schuhausziehen .die Lösung von seiner Verpflichtung, sie zu.heirathen, wofür sie aber nun vor seinem Angesichte-aussPie," Haben dies die. Herren, nicht-gesehen, oder-wollten sie es nicht sehen, weil- -ihnen, dadurch eine so herrliche Gelegenheit entgangen-wäre-? auf. uns loszudonnern? Mansieht, die Uebersetzung will sich?nur wortgetreu. halten, und zwar consequent mitder einzigen Stelle,- wo das Wort noch vorkömmt,'!4-Most 12, 14.; :ST3«V wo doch sicher die Herren selbst „ins. Angesicht stpeiett^ über- 17*