Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 16 (17.4.1860)
- Date
- 1860-04-17
- Page
- Seite 240 (sequence 8)
- Language
- German
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240 dem einfachen Eidr dels-.>DoetoMtenr,ß&; wahr mir'Gott helfe!" (Ita Deus nie adiuvet.) ' < Berlin- 10^ März: ^WrivAmiW) Erfreulich K die - AusmUksämkeit/ Welche' der- Minister Des Innern der-geistlichen Seelsorge'der'in dm wirten Juden zuwendet.- Durch einen' Ministeriälerlaß ist der'Prediger-Herr J/Wolf zuM Geistlichen der in Spandau -deMrten'Äden^Mänllt und ihm dafür ein RemunttatiöN' aus der 'StMskaffe zugesichert wordem Herr Wotffungirtefmher schon bei den Gefangenen in den Zellen von Moabit, fteilich auf Kosten'- der Berliner' Gemeinde. Seine Thätigkeit mußte' aber - unterbrochen werden, als auf Veranlassung des vorigen Ministeriums Juden und Katholiken aus der Anstalt dislocirt ^wurden, und man diese zu einer rein evangÄischen Gefangenänstalt nach den' Princkpiett des Herrn Wichern bestimmte. Herr Wolf hat alle vierzehn Tage den Gefangenen' in Spandau Religionsunterricht zu - ertheilen und aft den Festtagen, an denen der Gottesdienst auch von - einem Cantor aus Berlin geleitet -wird, zu predigen. Seine Wirksamkeit wird von dem Direktor der Anstalt, Hauptmann und Ritter Herrn Schelowsky auf eine ebenso humane als energische -Weise unterstützt: Inwiefern dem Arrtrag des Herrn Wolf-- die Gefangenen aus den benachbarten Anstalten ebenfalls nach Spandau zu dislociren, um sie an dem -Cultus theilnehmen zu lassen, Folge geleistet werdm -wird oder kann, muffen wir abwarten. ^Wir wünschen dem uneigennützigen Manne, dernachdem er viele Jahre in Sondershausen, Breslau und Berlin als Prediger und Religionslehrer gewirkt hat, sich jetzt Ln seinem vierundsechzigsten Lebensjahre für die spärliche Remuneration von 5V Thlr. jährlich allen Kosten und Mühen seines Bemss unterzieht, Kraft und Ausdauer urst». guten^CrfylA -bei-de^ gefallenen Individuen seinen (Glaubensfür' deren Besserung er zu sorgen übernommen hat. /; > Aus Schlesien, Ende Februar, (Privatmitthl In W y s l o w i tz will man nun endlich mit der Errichtung der Gemeindeschule, die dort ffeit Jahren schon projectirt ist, Ernst machen.! Vorläufig sollen-drei Lehrer und eine Lehrerin an dem Institute, angestellt werden.. .Ob indeß das' Letztere^ wie. nran.beabsichtigt, schon mit dem 1. April Dl I, . sind eröffnet werden können, will uns bei den obwaltenden Verhqltniffen — noch sehr fraglich erscheinen. - .!(DieL kaum \ Jahr. alte Gemeindeschüle -zu^Soh^ mxL jO b. -S. soll, wie wir-hörenschonzu Ostern eivMü Lchrer-, Wechsel 'erleidem ^: Dies w-ürdo allerdbngS'-Mcht möglich feinrwaEdie Gemeinde S. bei-dÄ Gründung : der Schule Licht' so außerordentlich bedacht n?f gewesen, ihre Lehrer durch die. Bank Micht-länger als auf iß in Ja hr" zu engagiren. ^Wahrlich! es: geht doch: Nichts über eine weise Vorsicht;!!! . s Wenn manin.Ratiboi^ -Beuchen,.l Tärnöwitz it. noch immer mit Privat- Instituten für den Unterricht der Jugend sich, begnügt,, anstatt zu diesem! Zwecke öffentliche Anstalten, ins. Leben zu rufen-, so ist dies einerftitsgewiß sehr zu tadeln, während mansich aber andererseits wiederum, -sagen muß-, daß es noch immer weit besser sei, gar keine Gemeindeschüle zu haben,, als durch llangreiche,. vielversprechende:Annafe c en: Lehrer aus weiter und. weitester - Ferne zu sich zu locken., um ihnen dann nach einem,- zwei -- - höchstens dreiZahre.n 7—wenn , sie dem oder jenem Vorsteher k. nicht mehr gefallen, —- wieder den Laufpaß zu geben. „6'68t Wut .eomiaa ekyr noüsi": Werden die rheinkfchen. und westphälifchen Lehm sagen; wenn sie diese Zeilen lesen solltenundsich. vielleicht auch ein wenig trösten, —; Durch das steife. Festhalten an dem Grundsätze: „wir thun am b-e st en daran, wenn wir uns nt cht bind en"ist hierzulande schon so manche Saat in ihren ersten Keimen erstickt -worden, die sonst —- d, - h<; bei anderer Sinnesart gewiß die schönsten Früchte zur Reife gebracht, .hätte.- -4- Wenn, es dem, vor etwa einem: Jahre gegründeten „Israelitischen Lehrerverein für Oberschlesten". gllänge, in gedachter Beziehung eine Aenderung, resp.: Besserung i herheizuMren, so würde er: gewiß, eine seiner edelsten, Aufgaben erfüllt: haben.5 ü: v . y;A(t V006lv iL eh rer verein ,f& noch-bemerkt,!daß zum Besten: Der Waisen- und Wittwückaffe - desselben in M e isiM noch -immer ^. unter tsteterPLchiiliMg von Seisin - 'desHublikuM. -7popMr-wlffenschaftliche Vorträgegehalten.werden,- und daß. zuletzt HerrHehver vr. K 0 r-n „über: Stein. und. Hardenberg". gesprochen. Zw Breslau verstarb vorigen?Monat.in hohem: Aller der auch in literMschMKreisenn-T^ und namentlich als Parabel-Dichter rp rühmlichft - bekanEe/ plül; E.M G ü nz hnr g -; v on. welcheM besonders M registviren ist, daß'kr —.neben Jost^ Mrr-dtt'MstoW gewesen, /(vpn^ denen -vor. etwa 40-Jahren.das--deutsche Idiom, auf bie) Msche.Kanzel werpflanzl worden.. -