Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 12 (20.3.1860)
- Date
- 1860-03-20
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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eine WWHe ^gesAaMi WM jALöhlaD: mcht zilrückgewiesenwerden. „Es gilt, daß alle Diejenigen, welchen die Bibel theuer ist, eine freiwillige Gabe bei uns niederlegen. Wir selbst beginnen den Reigyr^Wxeiß^Uhalem^ß Zede/HaA öwstd,inldev Mg. ZSimnK''vS^M^ni§ück'sMröWnMchtL * *' i; * * * „Sobald eine solche Anzahl Gaben bei uns eingelaufen, daß dxr allgemeine. AMang-zuerkennen; ist,,, so werden wir--eine ghnlicheArganisgtionchexstesten, wie bej-dem Institute zur Förderung 'der.jifxaelitischMLitepatm:: Leiter, Kasse,.Eontrole,iöffentlichrRechnungablegung-Aommifstonäre in allenLheilen der Welt, 'm ,,V?r- Wem aber ^Geldspenden.! Diejenigen :Örte, - aus yielchen sGaben-zufließen,. werden zunächst .bei Betheilung der Bibeln-bedacht, . -. 7'. Vi!; .. . „Nun, .es gilt.hier eine Angelegenheit, in der es hoffentlich keine Uarteiungygiebt. Nun, ihr Reichen, zeiget, .daß. Ihr. noch Herz habt, fstr das Erbe.Eurer Väter., für das Kleinod Eurer Ahnen, für die große.Gabe Gottes an unseren Stannn und durch unfWNiManun. . an die-ganze Menschheit. Ehemals stifteten israelitische Weiche große Summen zum Druck des Talmuds, zu BWotheken^ /-Werdet Ihr Nichts.für die Bibel thun und für die. Huflderttausende, .die .ihrer bedürfen? Nun, ihr Rabbinen und, Lehrer, sichyßittcSynagogen und Schulen sollen Bibeln geschafft, werden., werdet ihr müsstg bleiben? Ihr wisset, die reichen; Juden lesen. selten diese Blätter — so ist es Eure Sache, diesen. Aufruf zu.verbreiten. Es stehen zu diesem Behufe Äuch Wremplare.deffelben zu Gebote.,; ^Äber rasch, zur That. Es gilt hier kein langes und langsam vprzuberestendesWexk. Sobald die Mittel dazu vorhanden,; /sann.morgen angefangen werden. Darum zögere Niemand. .. Gottes Segenmnt diesem Werke! 'Magdeburg, im März 1859. vk. Ludwig Philrppsorr." . Der-,^Aufruf" hatte den besten Erfolg. Schon nach .sech s Tagen waren wir im Stande die erste Liste der Spenden zu eröffnen. (Nr. 15 d. A. Z. d. I.) Wir begleiteten dies mit den Worten:, . .. . ^Jedermann steht ein, daß die Sache durchaus nicht zu schwierig, auszuführen ist, da es sich hierbei lediglich um ca. -5^6000 Thlr. handelt. Jedermann sieht aber auch ein, daß es sich hierbei; .nicht nur um eine Sache der größten Tragweite hanW,!-da es gilt, eine gute israelitische Bibel Allen und Je- ^heDnann um den geringsten Preis in die Hand zu geben, in Synagoge, Schule und Haus heimisch zu machen, sondern auch um eine. lLh p.ensa ch e der Judenheit, die, einmal ausgesprochen, zur unbedingtesten Pflicht geworden. Das wahre Heiligthum Israels soll dem Volke wieder gegeben werden; für das wahre Heiligthum soll ein kleines Opfer gebracht werden — wer MöDe -da. die ,Hgnd zurückhalten! ^, Dir fügten " Es wäre dies eiste' herrliche Gelegenheit für einen reichen .Israeliten, durch-, einige. Tausend Thaler sich ein unsterbliches Hexdienft -zu erwerben, seinen Namen diesem Bibelinstitute, auf McherlHen^. und ihn.so zu verewigen, und auf jede der /.Hunderttasisende von Bibeln, die n>ir zu ediren gedenken, seinen Äamen.zch:j^seribiren! — — Findet sich aber ein solcher: Hude \ AU/. her^ Verdienstunh! Ruhm durch eine That auf'/br e s e DeMzü^geMMlA dÄ Herz^hätl/7- Mch, EoH§ch^Hvi^Eleiwollen die Mühe des Sammelns und Änregens nicht scheuen'! Ihr aber, Rabbinen und Lehrer, erwäget Eure Pflicht wohl. Ihr verkündet das ganze Jahr das „Wort Gottes", die „Quelle dech LebenG^DM^er WW.^Zeiget-, Gaß Mchz M „Wort Gottes'' Müer/ Md es,/lebendig ^erMten 'wollet in Israel!" Jedermann weiß, daß unterdeß der Kriegssturm in Italien losgebrochen/ daßdadurch uberzdie Besitz-, und Gefchäftsyerhältrziffe stn? MyoW xgcchz, besonders, aber in Deutschland, einegroße Calamität gekommen — und dennoch hatten wiridieMeM, in jeder Nummer, cherA. Z. d.: J.< die -Listen derrSpenden forisetzen zu können: -,, Allerdings Haben, auch. Hier -wieder Vorzugsweise die Kleinen, und Schwachen ihren Eifer erwiesenwährend nur wenige Grosie und Reiche das-Herz hattender Gründung dieser segensreichen. Anstalt, auch nur -einen verhaltnißmaßig. gc? ringen? Beitrag zuzuwenden..., Allerdings -haben auch hier; abermals die kleinen und mittleren.Gemeinden ihre Anhänglichkeit an der Gotteslehre und deren. Urkunde bethätigt,: während, mit sehr: geringer Ausnahme, sowohl in. den Vorstän.den, als, im Schoße der großen Gemeinden selbst Alles schwieg.- Demungeachtet sind heute die Spenden-bereits-bis zur-Höhe von y : 4 v 6 0 /■;./ aufgelaufen, „ die ZsraMische Bibelanstatt.zur Hjepk stellung i und Verbreitung - wohlfeiler! hehräischex -und hebräisch-deutscher Bibeln" ist begründet- /unh so hegen wir die feste Hoffnung, ■» daß. wir recht bald die Sunime -erreichen werden, welche nöthig.ist, .nm,unverweilL ans-.-Werk gehey zu köNNeN. .. /, .-rir rj.-jjv, > Wir bekennen offen, daßes unsere Absicht ist,- wn möglich unsere Bibelanstalt noch weiter auszudehnen, -n.nd ehensy hebräisch-polnische, . russische, englische u. s. f. Bibeln.schaffen. Bei weiteren Unterhandlungen chierüber hat es sich aher herausgestellt, daß zuvor für Deutschland das segensrMe..Merk H vollständige Ausführung gebracht werden müsse, weil, wpM.wir erst hebräische und hebräisch-deutsche Bibeln .vollständig, äufzüweisen haben werden, die anderen Länder stch auf's Leichteste unserer Anstalt anschließen werden. . - - -,] j r;;;: Zur Ehrederer, welche hie ganze Tragweite und Bedeutung unseres Unternehmens würdigend, zur Herheischäffung ,dieser ersten 4000 Thaler beigetragen haben, veröffentlichen d wir/hier noch einmal die Namen derer, welche eine Sammlung angestellt, oder von selhst einzeln eine Gabe dargebracht haben. : Es kann hieraus zugleich am besten ersehen werden, was bis jetzt zu diesem Zweckegethan ist. Die Namen aller Derer, welche zu den Sainmlungen beigetragcn, finden sich,, soweit sie uns.mitgetheilt worden, in den einzelnen Nummern der Ä. Z.,d. J. abgedruckt. So, mögen denn diese Worte überall, wo.noch nichts geschehen ist, einen heiligen Eifer zünden, damit das nun unter Gottes Segen schon soweit gediehene Werk zum Ziele geführt werde! Mögen diejenigen, welche bis jetzt dafür gewirkt haben, aus dem bereits erlangten Resultate den Muth schöpfen , , noch ferner dafür thätig zu sein! Es ist. so leicht,, durch das Zusammenwirken Vieler/Großes zu Stande zu bringen. Möchte unsere Zeit immer mehr ihren Beruf erkennen,- durch Gründung bedeutsamer Institute dem religiösen Leben eine neue Grundlage zu schaffen!; . ..y“ '•/-/y;; Magdeburg, den 15/ März 1860. -; Dr. Ludwig Philippsorr, .■■■; i);yr:.. ■ - : ‘ j; Rabbiner. , .;/