Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 11 (13.3.1860)
- Date
- 1860-03-13
- Page
- Seite 165 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/3224737-3226202-3226214--18423-3247384- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
M UygAbM Ne.Koffnyntz aufgäben/ inmhrWaterlastd h^mzukehrent,-Lo konnten., sie sich nie an die Stätte-Sin- .dzn,,.wv sie stch-mederliHen/! weitste dieftlbeAur als zLikH- WeiliAenEöhnsitzLbetMchteten.! S L , -oj; i'. W. l h -] Dahat(mcm's.!LDie OvlnischerGeüreinschast: hätte ihnen gern Grund <u«d. sBodMzurlBewitthschaftung -überlassen/ Mr konM sie, einen^Augenblick sichLr bleibendaß sie nicht eines: schönen; Morgens. Marschordre nach Jerusalem erhielten, und <diei schöne blühende; Ernte im Stiche ließen? .L .Einwanderer Umstand istdaK-relitziöft Wekenntnist.ru Da der chnistlicheLGsäube reinWl'Nub.ölrd'-et Liebe 'warsso wurzelte in ihm derrwarme.Eifer «zur Bekehrung der Ungläubigen, .die, man den Weg der Seligkeit führen-wollte! Da>: jedoch/ dieWieve in das entgegengesetzte Gefühl' 'des Hassest umschla-gen: kann, sobald, sie zurückgewiesen wirvso kann der'Unwille der Christen des Mittelalters gegen die.Juden micht verwundern. Wir -find weit entfernt, die Grausamkeitder Verfolger -zu billigenaber es ist schwer, die iVerfolgten sreizusprechen, da sie d er herausfordernde Th eil waren. / - - , - Wir können dieser scharfsinnigen psychologischen Argumentation - unfern! Beifall nicht versagen; denn so viel steht fest: Hätten unsere Vorfahren in diesem unwesentlichem P unkte nachgiebiger sich-gezeigt, so hätten-wir uns:vieles Ungemach und .darunter natürlich auch' vorliegendes' -Pamphlet erspart. ■ Unser - Autor drehet und windet sich ganze 40 Seiten lang - vhne/etwas Anderes durch Wiederkäuen herauszübringen', -als--daß die Juden durch ihren Separatismus sich in Gegensatzzur christlichen Gemeinschaft setztest, und daher -alle ihre Leiden' mit Recht heraufbeschworen hätten. - ' - - - - - . -/Die Juden: bildeten im Gegensätze von andern Ansiedlern ein eigenes, der Afsimilationskraft des einheimischen Stammes widerstehendes Element; ihr Fanatismus erlaubte ihnenwicht-/ irgend einer Gemeinschaft zu' Liebe ihre'Vorurtheile aufzugeben.- Es ist, wie man sieht- -das alte Thema, wenn die Juden: aufhören - wollten- --Juden zu sein - so -hätte auch damit all unser - Judenhaß aufgehört. Im Christenthum wurzelte als wesentliches Princip die allümfaffende, wen Fortschritt der Menschheit a n b ahnende Liebe; ihr Fanatismus entsprang aus einer schlechtverstanddnew Liebe,welche die ganze Welt umfaßte und kein'WM astisWotz^das egoistische Judenthum gebexdete M^M -religiöse nationale Secte/ mit dem Vorbehalt, einst, die. .ganze Welv zu beherrschen. - - - Ich könnte Euch-Zurufen: Eure'Hände triefen -von Blut und strafen Eure Reden Lügen; im Namen des Gottes der 'Liehe mordet Jhr/würget Ihr unter uns, wie stntebeiner Heerde! Schafebratet unsallst' Scheiterhaufenüstd'kommt noch :zuallerletzt' anstatst-stchWÄn die Brust WsschlaM und Euev tausendjähriges Unrecht -wenigstens' -einzugestehen und Mzubittim— mit Hohst^und verbissener Ironie und gebet. uns Schuld daß wir uns morden, - würged,' Raten ließen lrund wagetnoch zu ftagen: - „Welchem von diesen beiden; Fanatismen lägen edlere' Motive zu'Gründet" i - i Was läßt » sich mit einem Manne machen-'/ der seine eherne Stirn hinter seiner Unabhängigkeit .verbirgt, "der so> frech derWahrheitins Gesicht schlägt- und alle Schuld der Grausamkeiten der Christen den Juden in die Schuhe schiebt? -';-'• -- ' - - ----- Der Verfasser bestrebt sich nun in einer weitläufigen, schwülstigen Darstellung den schon oft zum Ekel geführ-iten Beweis zu liefern/ daß die Juden in Polen sich einer bessern Behandlung erfreuten, als in den übrigen Staaten Europas, und ruft endlich aus: „So mögen sie denn Wenigstens eine wahre Thatsache 'anführen'" Man kann wahrlich so einem billigen Verlangen nicht widerstehen/ nur eine w ahre Thatsache anzuführen, und der Autor erklärt stch für besiegt. Nun, die sollen Sie haben, kuba voldu George Dandinl 1 Es war einmal eines schönen SabbathmorgenS, da stand der — durch sein Treiben in Volhynien —-bekannte Pan' K- (der Name verdient schon wegen dieser/einen schönen Heldenthat auf die Nachwelt gebracht zu werden) im fürstlich-L... Schlosse zu D.. eben vor angehendem Frühstücke''und stritt stch mit der Gesellschaft über sein neues Jagdgewehr! - Um die Tragweite desselben zst' cönstlltiren, öffnete er - ein Fenster und schoß — einen eben im Tälith gehüllten, nach -der Synagoge-eilenden Juden^ nieder. Als die Fürstin L. .-! zum Frühstücke erschien, machte fie ihm während desselben eine unliebsame Bemerkung. Er schickte darauf nach seiner nahen Besitzung, dem Städtchen R..., ließ zwei Fuhlen-,-mit., aufgegrjssmm.. Juden, Zacken und dieselben während "des Mittagstisches vor der Thür des SpeisefaäleS mit' z^rschundenen Gliederst' 'und zerbrochenen Knochen Ausschütten, indem er zur Fürstin sagte: „Da hast'Dü "für Deinen Juden ein Paar ganze Fuhren voll!" Diesgeschah' -in den ersten Jahren diifes' Jahrhunderts/ als, schon in. ganz Europa geregelte gesetzliche Zustände bestanden. Und.j-lchEeMchtchen. des polnischen Adels wären; noch - lange an der Tagesordnung, -,wenn sie.daran nicht von russischen Bayonneiten wärm verhindert worden"/ wie - dS selbst unser Autor,' freilich ist andetm Sinne' sägt?