Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 11 (13.3.1860)
- Date
- 1860-03-13
- Page
- Seite 162 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/3224737-3226202-3226214--18420-3247381- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
staht, der, Magistrate in Psn HrafHaftep,^. mit denen eine Jedeutende Jurisdiction verbunden; ist, .„bei ^enen Eidesleistungen.,, vpy ^enm das englische Herichlsverfahren im ausgedehntesten.ll^aße Gebrauch mqchi^.sthr häufig Vorkommen müssen. Ein englischer. Rechtsgelchrter, Pen der Verfahr um Sr.ach^e.i.se. .ührr-. d'ji'e,HrariS,.Io., wst. über Äwanige gesetzliche Bestimmungen^ richter.l.iHe Entscheidungen oder, cheoretische, Erörterungen, in: jßefrejf dieses. Punktes ersucht hat, schreibt 'chm, .er .könne nur .die Hatsache bestätigen, daß jüdische Beglnte.in den .obeg, erwähnten Mellungen christliche Eide auf. das..neue Testament in großer Anzahl' abgenommeu .Haben, zu, weiteren Nachweisug-- gen darüber sähe er sich indessen..außer Stande, da eben gegen jenes Verfahren niemals irgend ein Anstand erhoben, da^elbe me zum Gegenstände gerichtlichen oder rvifseyschaftliche'n ''StreiteS.. geworden, . sej. . Daß diese Unterlassung a"f bloßem Uebersehen, auf bloßer Gleichgültigkeit beruhe, wird man in einem Lande nicht annehmen können, dessen Bevölkerung an religiöser Strenge fürwahr keiner anderen nachsteht, in dessen Gesetzgebung gerade die Eidesform als Bedingung für die' politischen, Rechte. des Sch w ö r e nd e n einen 'so hervorragenden Gegenstand der Verhandlung gebildet hat, auch die letzten Schwierigkeiten des Parlaments-Eides der Juden bekanntlich erst durch die Acte des vorigen Jahres nach dreißigjährigem Streite hinweggeräumt worden find, Allein immer ist der Eid nur in Beziehung zu dem Glauben und dem Gewissen des Schwörenden .gebracht worden) dazu noch in den Glauben und bas Gewissen des Beamten einzudringen, 'der den. Eid abnimmt, ist in einem von religiösem GeWl, wie von Rechtsbewußtsein durchdrungenen Volke Keinem eingefallen, Wir bezweifeln',' daß sich ein anderes Resultat ergeben. würde, wenn man .die christliche Bevölkerung Preußens ihrem Gefühl' 'überließe,' anstatt ihr von ohen herab das Beispiel der Unduldsamkeit aufzudringen. Es ist freilich eine bekannte Erfahrung, daß eben diejenige Partei, die der öffentlichen Meinung, wo fie sich für Freiheit und. Gerechtigkeit erhebt, am wenigsten zu willfahren geneigt ist, am begierigsten auf jeden Rest des Vorurtheils und des Hasses lauscht,' der in der Volksstimmung zurückgeblieben'sein möchte,' und 'der den Tendenzen des Unrechts «yd der' Unterdrückung Vörschuh zü ' leisten geeignet wäre. Indessen häf'fie'stch doch manches Mal schon verrechne^" — Beißend find dann noch'die Bemerkungen des Verfassers, wie wenig Diejenigen das Recht haben,' mit der Heilighaltung des Eides zu prunken, welche mit dem Verfassungseide'so vielfach gespielt haben. ' / ' ' / °. Ast VMtzsep.Fo.lWdes mit^^,Es sti.HsteßW^-noch^iMMorntznss der^Frage gemacht, dem; dze,jAMzrhäMM.?kf/lejchtzsostKM Bedeutung..gehen, ..haß - jedoch, in.; deH.Perhandlstngeff Mcht zur- .^Sprache gekommen,. für. welches -sie yux.- eMN;ZUjfäf-!rgkst ZntzlüpWngßpunK^ bitten..,. D,ex. Mrr H hs^- m inist er, indem er einräumte, ein Rescript erlassest-,zst haben, das, wenn auch seiner Angabe nach, auf einen speciellen Fall bezüglich, doch die Anstellung von Juden als Solchen beanstandete^ führte an, daß er Hnen jüdischen Offieier -Äach''felnen-Mür^schein^angesteWhM. Es ist uns nun aus guter Quelle em'e 'Rachricht zugekommen, nach yyelchxr,es..Mt:-di^er einest.gewährten dstst/ÜWg an einenl I.elegrap.httl-Bureau,. chenn.^Mir nicht ixre-n eine noch,.; traurigere Bewgnh.tniß Hat,., als-, mit. asten. andzrn^ die. persggt wordest..Man. styll.Ach /nämlich -;in officlM Weise die äußerste Msrhe gegeben, .hgbest^ -iestst. völlig l»- bellosen. Mann — ganz allein Geist es G l.LMb e n s, w e * g enzur jjlufgebung seiner. Mellung in h§r Armee., zu hewegei^. und .nachdem der gh'sthte.,my/alische.A.y,ang;, hsez; ses Ziel erreicht hatte, purste ^crtürlich dieses, Aequipalent einer bescheidenen Erjstenz iy.. bürgerlicher..,Mhöire .ausnahmsweise, hier nicht verweigert werpcn.. siLäpen..wir wzdfr Erwarten unrecht berichtet, so. würpe uns nichts, mehr, freuen, als ein entschiedener Widerspruch, .dex uns in. über? zeugender Weise bel.ehrt^,.hast.dergleichen.jetztin Preußen nicht mehr Vorkommen könne, . Wir würden selbst Mühe gehabt haben, an dieMöglichkeit eines solchen Hergangs zu glauben, penn. nicht gerade astf diesem Gebiete die, ,Ker?- gangenheit die hetrühendsten Erscheinungen darböte?/, Er knüp/t hieran eine weitere Darlegung, wie die .Jttdhn zwar während per Freiheitskriege zu Officiersstellen zugelassen, mit dem Frieden aber entschieden davon zurückgewiesen wurden. 'Er. schließt. duh-r-. seiy.en. Aufsatz.mit,. dD Worten: „Durch die Verfassung vom 31. Januar Itzöst schien auch diese Frage im Siyne des Rechts unp..der Ge? wiffensfreihe'it für immer erledigt, zu sein, may hqt ste auch von allen Seiten so angefthen, bis das System .der Verläugyung der Verfassung. und...aller durch sie. verbürgtest Rechte auch auf diesem Punkte wieder neue .Zweistl .allgeregt hat. Die schweren Käurpfe, .dfe vielleicht dem Vaterlande bevörstehen, geben dieser Frage iy diesem Augenblick ein hervorragendes' Gewicht. Es därf^jetzt mehr,st^ je eine bestimmte Antwort,au^ die Frage erwartet werde^ ob 'irgend''.^ne.ClaH^von.,^taatSbürg^rst,„ derdie Pfficht, das Vaterland mit ihrem Blute zu. vertheidigm, 'gleich allen ihren Mitbürgern obliegt,