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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-02-14 · Heft 7 (14.2.1860) · p. Seite 96

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 7 (14.2.1860)
Date
1860-02-14
Page
Seite 96 (sequence 2)
Language
German
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w .DrLg'rßdL M- 96 , , j 3 m i ii 1 . ,, sowohl zum beharrlichen Ringen nach dem Guten, als denthum seine Gnostiker so gut wie daS Christenthum. Als durch den Einfluß -her griechischen Literatur st^^KM, stige^^elchn^unter l^n ^Arab^n^MwWelf^dK-KettE^' t^H^en^ryU»Arabern,Mi derHIstHAd^M^ losophie; dem fpanisch-maunfchen Zeitalter verdanken wir Schöpfungen, die sich mit dem Bedeutendsten auS jener Zeit messen können und für immer ihren Werth bewahren werden. <Al§. .in. .Frankreich KMlaM^und Cäfuißik < üppig wuchte/ l)ä drang Nch diMRÄ'tun^ in'die^SIn-' agoge und fand bald ihre Meister. Die spätere platonische?- Mystik veranlaßte bei den Juden die sogenannte Kabbala.. Das Zeitalter der ReformaE''j'eg^/'i!)ie^äuf^rrstlsch'e^n^ also auf jüdischem Gebiete zu grammatischen und eregetischen Studien an und erzeugte einen Sfornoden Lehrer. Meuchlin's. .uy.d_ einen. MM^LMsta.,^^ Munster's und des Cardinals:Paul Fagius in -Grammatik Änd Eregefe, "Und. öl-' WlEfstrWu^PüdM' Zeit dersogenannten Aufklärung! begann, da hatten die.Juden in , Moses Mendelssohn nicht nur einen würdigen Repräsentanten .dieser Richtung isoddernE warmes auch^.dep-in { der „Berliner- Monatsschrift" .vom -September 1784 zum! -ersten Wale mber? den Begriff der Aufklärung schrieb, dem j im December desselben - Jahres der: so berühmt > gewordene Aufsatz Kant!-.;-Mas üst Aufklärung?"! folgte. -77 , So haben denn die Jüdin' st'n •' der: 'GeisteSarbrrk «M! Zeiten und aller- Länder 'den 'lebhaftesten Antheil genom- - men- und' kein Absperrungsshstem ^'Wa?''mLchtiggenü^--ste i daran zu' hindern.- Aber theilten ste auch wie-Arbeiten auf' dem Gebiete des Geistes uüd wären''stedadurch vor'jener geistigen iBerdumpfutig geschütztin die ste'fonst hatten ge-! rachem müssend so waren ste doch won einer-Betheiligung am Cultur- und socialen Leben ausgeschlossen-uttd was . chnttt'dft 'genüg, und''gewiß mit Unrechtzück Dörwurfe ' ist gemacht worden, ^- -gezwungen, einen Staat-im"SMte! zu bilden!—E Sie'aus dieser Abgeschlossenheit heräüs- und - in was Eültür- Und -sociale Leben eingeführt "züi haben, j das ist theils mittel'^, -Heils unmittelbar eines-'dertzroi ßen Derdie^nste Gott ho'ld-Ephraim LefsinU'-s! ' \ Lesfingl welch ein Name). Ist es doch, als oh Heim - Aussprechen .dieses Namens.. uns ' biW' ganze Energie des j Geistes, die. unendliche Tiefe des GemutheS, das anschauj lichste'Muster rastlosen Ringens pach.Erkenntniß /und die Bürgschaft für den endlichen ^reg der Wahrheit v-erkbrpert vor die Augen träte! . ' . r, .■—■■•rj -- jo :• ' ' --'U. -n / - i.f.r-, --/-.MvvstäbeuFS lein- - Gebiet menschlicher»: - Wirkens und j SstebenS, dem dex NamenLesfijng's nicht Muth?rinWte, auch rum unMdroffenen Bekämpfen des Pösen! ,gr-, W a H E ^eM-ejnen muchAreM üA redliM^nfMrtDG, OoWe^ffW e^idie Anmaßung, der Dünkel, die Unduldsamkeit einen ehrlicheren und darum fiegreicheren Gegner gefunden, ' älS in Lessing! Ist pahe^MK Name LefM/slfür,Jeden,> der für ein edles mrngen und Streben Smn hat, ern Gegenstand der Liebe, der Dankbarkeit und Verehrung geworden, so mußte ..er ,S,vorzhgli^.für Diejenigen sein, für die er ganz be- ' föndM ^n'di? Schränken trat und dem sie, wie gesagt, nicht nur die Einführung in das Cultur- und sociale -Lebe»,.sondernMehr noch, ja Alles, ihre Ehrenret- -tutl.g --S^--.h!!^d.auken«chabtnj^.^.Und..:«es^»'ist».dLl^r».«eiw«-!sehr - schwacher? Tribut? der Dankbarkeit, der dem Andenken seines. unsterblichen' /Genius gezollt wird wenn 'ich'es'ver/- nfuche, d.ie B-edeütung-Leffingls 'für die Juden in freilich nur schwachen Umrissen zu zeichnen. — Sie werden, meiüe jsehr Drrehxten, es leicht rrrathen haben, waß,-wenn ^ich vvM-de?'Ehr e-^te-tW^l drn^ butch' Lt>sfinff'Meche--^tch^üimchst^MHiheü /„ Nathüü"' denke/^dÜrH den er von'he?Whne,/„ssjner'alten Kanzel" wie. er sie. nennt,. ein AMa^Md.zKüpspUMr jeyep-fGemißachteten und Gedrücktenwurde,-die--man entweder in der fratzenhaften Gestält Zeines, jeden 'Schimpf und jeden Spott widerstandloS hinnehmenden „Schewa" von Kumberland zy Hetzen.MlpohAtzt§«^^dzrDt der Gestalt eines „ShyloÄ", jenes unermeßlichen Abgrundes infernaler Bosheit, jenes Btldes - kältester,, berechnetster, grausamster Rache. . . . , . Es Äär Uöthig, an jene' beiden^Gestal'ten zu erinnern hest 'küniberländischen Schewa/wenn auch nur' fluchtig'zu berühren $ abit^Mi' vM ^ShLkspeä?schen Nhylock müssen Mr. einige-Angeublicke .länger, verweilen-: /und ist das Ge- Mglp^,.vom wer Meisterhand eines S h a k sp e ures ausgeführt,. wohl -geeignet ^: mit der Mm-erzljchen! Empfindung zu v-ersöhnen-- die-der-An blich solch einesrGemäldedivgS^Mf^Mlmdei' Herzen. hervorbringen;muß Wir fassen SMoch?.scharf.ins Auge, ohn« Uns vowirftinen sbir. zarren, - oft. iq.ngxinzeyden/ - .monströftn s.Zü-gM einschüchtr-rn -zn. .lassen*.-auch (-p6tve/iau§-hie; Frage üLer -den>-iCharukter SWockbr-oder-jdanruf jinähep tzinKugehen/,uwie^d.irft Figur in ein Lustspiel passe; Fragen, deren Beantwortung: wir Aesthetikern..vqn.Hach- WMffen.r!>--Ej»lk:«nvrre-L-Fratze ist aber dipwoher.-Shakspeare idiese. Gestalt -genommml) Vß er' schwerlich jJpv^ perMich , gekannt hat. - Unsere 'AW.

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