Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 2 (10.1.1860)
- Date
- 1860-01-10
- Page
- Seite 22 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/3224737-3226202-3226205--18269-3247221- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
.zM schönen'/ Hvi^-ts die Bttligkeit -und Vi$; MMschAliese Mforderwssöndern „s"wttd-' miAeiwer» Lieblosigkeit^ mit -ekNer^bMden^Wulh - ^welche ast: der zu beurtbeilenden ^Schrift Mrs ÄKd- Jedes verurtheilts verfahren,"üM den 'ÄlMr.-MgÄchsti z'u-'-V'emichteÄ. ^Es-versteht sich VM-selbst, -daß- ^Euf-^Äesö' Werse!'die Kritiker sich ünd-.-Meck> ^Hand- 'iserL-am'Mefst^nlifchMn/r'dÄ^ihn-Mßlassüngtn' bei allen WsrÄth'Mlbftn^ jedes' Verfällen und Pde Achtung veklihreii1 und tiüf die-SMme^er Kritik nur n6ch^ Von De- . neu ngehbrt wird-welche^ sich-- am Skandal erfr^len: Wir; 'find 'üuO bewußt/ diesen Weg in diesen Blattern nicht be-: fchritteä zu Haben, und überall Mäßigung und Billigkeit ' wakteN' gelassen -zu Haben.' Wir habenauch nur dann undwann 'versucht-, solchen Ausschreitungen kräftig ent-' gegenzutretens da aber zu schweigen, wo diese uns selbst > betrafen. Fahren wir 'forts zu 'schaffen" und zu wirken, - und überlassen derartige Widersacher ihrem Geifer. ZeitüngsnachAchten. Deutschland. n;' Alls Baden, im December. (Privatmitth.) Wie in' Preußenso' wird auch bei uns in den höheren Megierüflgsregionen eine günstigere Stimmung für die Juden 'währgenbmmen«- ' Factisch -ist bereits, daßwährettd''vor einigen' Jahren es den Anschein hatte, als solle feih Israelit' selbst zur Advocatur mehr zugelassen -werden, iü' lchter Zeit mehrere Rechtscandidäten hierzu güalifieir„ und einige ältere Anwälte von der 'Regierung mit besondern Vertrauensmissibnen beehrt Wörden sind. So wurden zu Anwälten ernannt Dr. Ellsiätter in Durlach, vr. A. Fürst in Heidelberg und vr. Levisohn in Bruchsal , und ausgezeichnet wurden Obergerichts-Advocat vr. Kusel in Bruchsal durch Uebertragung der Fiskalanwaltschaft, Obergerichts-Advocat vr. Heimerdinger in Karlsruhe durch die ihür übertragene anwaltschaftlichd Vertretung des, Staates bei bem? @^fä|fdfte bet Erpröpriation von Liegenschaften' zum Zweck der Erbauung 'einer Eisenbahn voüH'eidelbergnach Würzbürg- und vr: L Gutmann m KciklMhe dürch Verleihung' der' Anwaltschaft' bei ^GrHhetzogk!- Mrieg'SminifteriuM ''Als weitere Änhdlisssünkte' zu ' besserer' Aussicht'''dürste schließlich nöchMKiführk werden,"daß während'der letzten Kriegsberettschafts'AAödö 'HÄ'israMischeMeferendar'Hüins-i 'WMr^Ms^WinW als Lieüttnant bei der-Jnftinerie, ünd'Hie -israelitischen Eediciüer vr: Sesigmann von - Karlsruhe' und vr: Kahn von Mannheim' als Bataillönsarzte ausgenommen worden waren; jetzt sind sie fteilich gleich vielen anderMauf'Kriegsdäuev krlgagirten Officieren und Aerzten.wieder entlassen, in'Vergleichung mit der Im-' Grdßh. Darmstadt aüch''MHrend der Kriegsbereitschaft festgehaltenen Ausschließung der Israeliten 'haben wir uns immerhin noch' 'in dler-- fer Beziehung unserer-Zustande zu freuen. v r- Aus der Pfalz , im December. (Privatmitth.) -Bei mehreren Vereinen, resp. niidn in der Pfalz wurde der Beschluß gefaßt, daß vom 1. Januür kommenden Jahres an' die Allgemeine Zeitung des Jüdenthums angeschafft werden soll, um auch in dieser Beziehung wevkthätig zur Kräftigung des JüdenthümS beizutragen und den Sinn für die Literatur zu weckest und zu pfli'gen. - - ' ' '5... M.' Cassel- 8. December. (Erklärung.') Wenn man das Predigtamtsnahe an zwanzig- Jahre bekleidet, ist man' gegen Lob und Tadel ziemlich gleichgültig und wird von Höheren Rücksichtens als in öffentlichen 'Blättern gepriesen zu werden, bei seinen Vorträgen geleitet. Ich würde darum wen'Bericht' aus Wolfhagen in No. 47 dieser Zeitung, so weit er mich ' betrifft, weiter nicht beachtet'Habenswenn der Berichterstatter nur auf meine Vorträge sich beschränkt hätte. Derselbe tastet aber meinen Charakter ari) wenner schreibt : „Nur schade, daß der sonst so' aufrichtige Mann sich hier an der heiligen Stätte zum' Werkzeuge der Schmeichelei mußte brauchen lassen." Ein „sonst aufrichtiger Mann" läßt sich' nicht,,zum Werkzeuge der Schmeichelei" brauchen, und wer sich hierzu brauchen läßt, ist auch sonst kein aufrichtiger Mann. Der Berichterstatter hat demnach entweder mir „schmeicheln" wollen, oder Unwahrheit berichtet. Aber'ich ' würde selbst auch diese Verunglimpfung weiter'nicht ' beachtet haben, wenn ich nicht gegen eine weiters Äeü- ' ßerung im Namen des Judenthums und speciell aller Juden in Kurheffen Verwahrung einzulegen mich verpflichtet fühlte, nämlich diese: --mit Rücksicht auf die ' Züstände 'der Juden' Kurhessenszumal der in- Wölfhagen, z u seg n e n durchaus leiste Ursachevörhanden sei." Mag der Berichterstatter auf einem solchen beschränkten 'Standpunkte' stehen; der jüdische Standpunkt ist nach meiner vollsten Ueberzeugüng der:' selbst