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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-01-10 · Heft 2 (10.1.1860) · p. Seite 19

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 2 (10.1.1860)
Date
1860-01-10
Page
Seite 19 (sequence 3)
Language
German
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m bonIdemOrgaüM des Ministetrums selbst, geUührt und gej schürt wird/' weil diese Organe meistensbie/Helfershelfer ^und Werkzeuge des -srühern MittisteriuMs wirrend -^-.-rWir - erinnern , nur Un die Vorgängeder letzten Wahlen/. wo LandrätheunV.Provinzialregierungen die Anhänger tiefes j , Ministeriums als Feinde des Vaterlandes stempelten und \ den ganzen Manteuffel-Westphalen'schen Einschüchterungs-? und.Dedrohungs-Apparat gegen sie in Anwendung brach-! ten. Es ist! eiw trauriger JrrthuM / wenn das Mini-? steriuM.durch bloße Proclamirung liberaler Grundsätze schon \ -den Sieg derselben errungen zu haben glaubt; — seine e i =* J gene Selösterhaltung verlangt Thaten, wenn ihm\ nicht allmählig der Boden unterden Füßen entschwinden soll/ und vom Zartgefühl mancher Beamten, die! offene und \ heimlichem Opposition gegen die Verfassung machen, erwar-! 'tenr: sie würden ihre Stellen niederlegen/ verräth doch eine 1 allzukindliche Naivetät. Wir würden es für einen. Miß-' griff halten-eine solche Massenentlaffung von Beamten vor- \ zUnehmen. — Die Vielregiererei unserer complicirten Staats-f Maschine erfordert fast eine Armee non Beamten; basVolk, f von -dessen Mark und Steuern diese zahlreiche Armee-erhal-; tenwird, hatein! Recht, zu verlangen, daß die' Ministerl -ihre! Ressorts darauf aufmerksam machen, wie die BeaM- \ 'ien Diener des?Stuates' und des Gemeinwohls! seien, daß; sie in' einem constitutionellen Staate leben und?dazu!Lef rufest seien, die- Gesetze und die Rechte 'des' Volkes:!zu -schützen; nicht-sie zu -schmälern und den Bürgerin feinem \ Rechte zu kränken; ein solcher Erlast mit dem th'atkräfti-- gen ' Willen sjede - Gesetzüberschreitung eines Beamten un-i -nachsichtig' mir Dienstentlassung zu bestrafen,' würde seine! heilsame- Wirkung'nichtverfehlen/ — Dies ist das min- beste,' was bas' Ministerium zü seiner eigenen Selbsterhal-j tüng zu thun hat, und' möge es bedenken/ daß,' wie auch- 'Regierungen und Ministerien wechseln mögen, ein Volk i nicht so leicht untergeht, daß aber naturgemäß nur das-; festige auf Leben und Eristenz Anspruch machen kann, was'Thatkräft und Leben zeigt: —"! "Die ,>Breslauer Zeitung" giebt einen ausführlichen- Leitartikel, aus welchem wir folgende' Stellen' hervor-» heben : r;;- : '■ / -•'?-^*•: ■ .L l -Meit-davon entfernt, zu Denen-zu gehören/ welcheirgeltd Jemandem' die Oppdfitiostbeschränken oder-gar werj bieten wollen; — will der Verfasser andererseits, -daß -eine l Opposiston/ ^welche aufbiesin Namen in parlamentarischem/ Sistne Anspruch - mache /-- vor- Ällem auf Gründe - sich 'zu - stützen habe, wie Unb nimmerüber zuBeleidigun-- gen/ zu b eißendem H 0hn Und Spott ihre Zuflucht? nehmen! dürft!/: >-7mnd Edaß überhaupt-vorr^einer Dppofition nicht viel zu halten wäre-;/! „welche--nicht für'däS Wohl bis ^gefammten Volkes! iß die, Schranken tritt, sondern vor Allem i hr e Rechte und 'i hrePrivilegien: betont." - .V> -l/.'!';£•;(» Von dem fraglichen Antrags kann der Verfasser, wie er sagt, Alles begreifen,? nurdas:-Eine 'nicht/! „wie derselbe in einer parlamentarischen' Versammlung, überhaupt gestellt,- - oder: wenn das? nicht verhindert 'werden! konnte —: wie er nicht sofort mit einem t a d-erl nde n lO r d - nu n g sru f zurückgewiesen - wurde?^ ,/Man wirduns einräümen, — fährt der Artikelfort : daß in:parltzmentärischen Versammlungen, 'wenn sie' nicht zu tumultüarischen Pöbelauftritten Veranlassung geben -sollen, -vor Allem die :,<S hr e d e r:!M-i tg l i ed e rUnter dem." öffentlilchen Schütze:stehenmuß^^^^!> -i\ u-u /«vWjVi >h?'-.'VvN!-den:Vdr'gängen'!auf-d'em:-lchtenBrLMUer'^kreis- tage: Hofft der Verfasser: gerade dasr n t g eg eng e fe tzst e Resulltat von Dem,?-was dieseswder jenes'Kreistags- Mitglied erwartet, iüdem - er wörtlich ffagt n-),Weit entfernt nämlich,- daß! sich:-eine Rraetiöst'-Hegest die:rIudeü; -bEn würde/ weil?jüdifche Rittergutsbesitzer? von: einem? ihnen -zweifellos durch:die"Verfassung - verliehenen -Rechte?-G'e- -brauch-' machen!, bürsten-diese--VorgÄng^ llm^'Gegentheil, -wie sie"schonbie allgemeinste Aufmerksamkeit'auf!die'kreistäglichen Institutionen! überhaupt' hingelenkt haben - ' nur bazu'! beitragen / die lb eteits-beabsichtigten - Reformen-- noch weit'-sch'nelleru und ' entschiedener' ins Leben .zu/rüftws und es? wäre Nicht unmöglich, daß der Antrag des- Herrn Graftn -SaurmaI e l-t s G zum Schwanengesang! des . Breslauer Kreistages würde."- -?! : Die Reactionspartei' fühltselbst/ daß sie durch diesen Vorgang eine mene Niederlage erhalten, und daß ste nÄr abermals dazu beigetragen hat, - die in - Preußen noch "so sehr mangelnde Entschiedenheit der Richtung zu förderst, wodurch die Masse ihrer G e g ner.außerordentlich-vermehrt und alle Schwankenden und Vermittelnden auf die ihr mißliebige Seite gedrängt werden. In diesem Gefühle erhebt sich die Junkerpartei mit einer außerordentlichen Wuth gegen die Juden, und wir haben allerdings in der nächsten Ze.it noch auf manches Stückchen,.und auf die bittersten Angriffe zu rechnen^ Um.ft mehr, 'da diese Partei bekanntlich vor Nichts zurückschreckt, weder vor'Lüge, noch? vor Hinterlist-, wenn sie -ihren Gegnern' damit "zu schaden glaubt. ' Die Kreuzzeitung" und ihr Anhang, „das Preußische Volksblatt", sprühen Feuer? und Flamme gegen! uns aus; bas Letztere kündet "sich in der Annon- 2*

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