Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 51 (12.12.1859)
- Date
- 1859-12-12
- Page
- Seite 738 (sequence 8)
- Language
- German
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738' nung^ wird.Mcht/ohne. Widerspruch j bleibem ..Diesexwird von den inländischen IMen ausgehey, die^stch^ nicht erst durch die- Verfassung von. 1848, sondern, schon , vor-derselben,, bei-und, durch eine besondere Verordnung/.in Bernburg sogar schon seit, dem Jahre,,1810 der. bürgerlichen Gleichstellung mit -den übrigen Confessionen erfreuten. Nun/ist,aber-durch die Landschaftsordnung - für die- Wahlfähigkeit-.zu den Landtagen das ch ri st.l i che i GlaubenSbekenntniß als unbedingtes Erfordernist -hingestellt und somit einer ganzen Waffe von Bürgern, ein - ihnen zustehendes . politisches R e ch t entzogen-worden, welches z. P. auch; die Memeindeordnung von 1852 ungeschmälert anerkennt. Ob,die Inden/"wenn der.,. wie. eS scheint,-Mnächstj beahfichtLgte Schritt -einer: Petition an den Landesherrn ohne Berücksichtigung bleibt, Beschwerde.führend un den Bundestag gehen werden, wie von manchen Seiten behauptet! wird/, müst ,abgewartet werden. Im letztern Falle würde eine Schwierigkeit mehr der erbetenen bundestägkichen Garantie eytgegcnstehen - und es sind Viele, die' unter -den obwaltenden -Verhältnissen namentlich - auf Preußen, welches nicht nur vermöge seiner ganzen gegenwärtigen R^mg> sondern auch weil eS am nächsten und-,unmittelbarsten an den Zuständen in unferm Ländchen interefsirt ist, die Hoffnung setzen, daß eS zur Gewährleistung einer? solchen Verfassung die Hand,nicht Rieten .(Werden unsere gnhaltischenGlaubenSgen,offenCönsequenz'genug hier- W besitzen?. ^, Red.. d^ Ä. {3. b.. 3üb.) rif;" Preußen. ■- ■ Aachen, 24. Nopember. (Priyatmitth.)Die. hiesige Gemeinde, , welche an laüßerm Umfange von änderen übertroffen ymd,hatän ihrer geistigen Eytwichlung doch. mjt,allen.Dchrjtt gehalten,' ja ist in Vielem vo.rauSgeeilt. ^Davon zeugt auch die Bedeutung, welche sie. dem Chorgesayge für den Gottesdienst eingeräumt hat^-jDieser.chatte .es^schon zu einer ziemlichen Höhe der,, Entwickelung -uytev dem srühern Eantor der Gemeinde,, Herrn Wimmelbacher,, gebracht... Durch diesen,sind/,- ganz.,ihrer eigentlichen Bestimmung gemäß, die.Chorgesänge sn tzer Gemeinde selbst heimisch geworden. ,, Zueiner noch hphern. Entwickelung hat es der Chor dadurch gebracht, daß der Gesang vom Orgelspiel begleitet und unterstützt ward. Ein zweites Moment - der-Hebung, für den Gottesdienst. überhaupt und den Chorgesang, insbesondere, bildete das deutsche k Esemeyt (dMMeM.Mnge,.-Kchete,--MrWnge^M?>-! Mredigten)^ Wenn auch anfänglich dem stürmenden S Andrange darin nachgegeben n^u^e, daß vondemdeut- ° schen, der hebräische Theil deS Gottesdienstes in MwaS. - markirt wurd,e, — förmlich abrögirt wurde kein Theil, > deS traditionellen Gottesdienstes. .'Vom Kabbiyer selbst wurde jenes, nur als eine - vorübergehende Eoncefstqn^! bezeichnet für Diejenigen, welche bisher außerhM deS^ ' Gottesdienstes gestanden hatten und ihm fremd geworden waren, um -dieselhen wieder für die Religion und den Gottesdienst der Väter zu gewinnen. Als der Zeit- ' Punkt hierfür gekommen war, und die Gemeinde selbst, sich wieder mit den hebräischen HchetenhefrMndßstzätte,' wurde unter Anleitung deS RabbinerS/die^ÄMonell^ Weife .auch des hebräischen Geb.etcultuS wieder hergestellt, und deutsche Gebete und Gesänge wurden als' Einlagen zur Hebung deS heiligen Acts der Thora-^ Aushebung ausgenommen. Diese selbst aber fand stets unter den üblichen hebräischen Gesängen in feierlichster i Weift' statt.; Nach diesem Princip ist auch der Gebet-, cultus an 'rh und geordnet. Die, deutschen Elemente bilden Einlagen zwischen die Einzelnen Haupt-' theile deS Gottesdienstes. Indiesem. Jahre hatte sich zum ersten Male der Chor an denundFesten^ :in ganz außerordentlicher Weise und anhaltend, an . dem Vorträge und der Begleitung auch der hebräischen Gesangstücke betheiligt. Der Vortrag großartiger deutscher Musikstücke (Psalmen rc.) gleich früher : war deshalb nicht zurückgeblieben. Am letzten Con- - firmationsfeste kam bei Gelegenheit der Prüsung (Vor-, abend des nP-FesteS) eine neue Cantate, vom Rabbiner gedichtet und unserm Musikmeister und Orgai nisten, Herrn Kirchhoff, componirt, zum Vortrag. Und' die Gemeinde spricht von allem Diesem heute noch in voller Begeisterung. In keinem Jahre fast hat der Gemeindevorstand verfehlt, seinen Dank gegen den Chor (er besteht nicht aus bezahlten Mitgliedern) zrr 'erkennen zu geben. Dieses Mal aber ist der Chordirigent, Herr D. R. Marx, und in diesem auch der Chor —, durch Ueberreichung eines p.rachtvollen massiven stlhern.en Tactstoüs geehrt worden. . Herr Marr verdient diese Auszeichnung um so mehr, als er : sein Amt seit Jahren ohne Geldintereffe mit unermüdlichem. Eifer wahrnimmt. Am letztverstoffenen Sabbath verfügte sich der Vorstand zu Herrn Marr und ließ demselben durch den Rabbiner, Herrn vr. Rothschild,^ welcher an die Spitze des Vorstands getretenwar, ' das