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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-12-05 · Heft 50 (5.12.1859) · p. Seite 727

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 50 (5.12.1859)
Date
1859-12-05
Page
Seite 727 (sequence 11)
Language
German
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Höreü-M* minder" bemittelten Masse"an, und an einen :Chrifien'?iüöcht^.er 'sie nicht gern Derheirathen, um den letzten Willesi 'ihrer deHoxbenen Mutter zu erfüllen. 7— Ach -da^te" ,aüfpgleich daran, dieseS Mädchen zu der Religionihrer Väter zurückzuführen, denn biSgctzt hesiMM eigentlich' gar keine Religion. Bei meiner NachhaüsekUnft begäbich michzu''unserem ehrenwerthen GeüleiNvevorstehetz Herrn' Agnatz Deutsch. Wie ^mmer^'"würde''Vlir^'guch^jetzt Gelegenheit geboten, seinen wahrhaften WbMhütigNÄDü^'u bewundern; er verWM^Mr WUdunZ und sonstige Bedürfnisse aus eigenen Mitteln zu sorgen, und ersuchte mich, ein HauS ausfindig zu machen,'wo das Mädchen in Kost und Quartier ausgenommen werden könnte. Allein ich war hierbei trotz vielfacher Versuche minder glücklich, so, daß ich mich entschloß, daS Mädchen bei mir, obwohl ich schön eine verwandte Waise gleichen Alters bei mir habe, zü behalten; ich 'dachte' an 'die Worte des großen RambamS: „Wer sine jüdische Seele rettet, hat ganz Jsrael gerettete" Das Mädchen befindet sich.also seit einem Monate im Hause bei mir; Herr OtteNberg, Professor an der hiesigen Mädchenschule, ein gottesfürchtiger, frommer Mann, ist so gütig, sie in der Religion zu unterrichten, auch hat sich hier ein kleines Comite gebildet, Unter Leitung der Herren D. Kronberger, I. Reiter und I: Weiß, welches jeden Monat einen gewissen Betrag in der Sparkasse für dieses Mädchen einlegt, und den Zweck hat, bei ihrer gänzlichen Versorgung verwendet zu werden. Sr.S. T) 0 nairfürstent hü m e r. Bukarest, 9. November. Die heutigen Zeitungen proclamiren für die Moldau und Wallachei die Constitution«, Aus dem, waS die Zeitungen darüber mitthcilen, Theben wjr.MgendeS Hervor.: „In §. 5.ist die Gleichheit aller Romanen vor 'dem Gesetz, in §. 6 die persönliche Freiheit gewährleistet. Nach §. 7 sind alle Monopolprivilegien, Rang und Titel abgefchaM: H..:8 spricht für alle christlichen Religionen gleiche Rechte und Begünstigung auch §§. 9—15 handeln vom Staatsbürgerrechte und Hausrechte// Hiernach würden die Auden der bürgerlichen Rechte wohl, thellhaftig sein,. daö Judenthum aber, nur geduldet bleiben. Nach früheren Mittheilungen stand in dem Pariser Entwurf ein Paragraph, nach welchem die Verhältnisse der Israeliten geregelt werden sollten. Ob dies in dieser Constitution geschehen, öder in ihr auch wieder ein Versprechen gegeben ist, darüber müssen wir das Nähere üöch äbwarten. Jedenfalls aber ist eS sicher, dass'eiNe7 constitutiönelle Uegelüng der allgemeinen LandeSverhältnUe auch für unsere Glaubensgenossen nur von-den besten Folgen sein kann. Rußland. Warschau, 12.' Novembers ' Eine Eorrespondenz der'A. A7'Holgendesl „U'eber die verhinderte Juden-ÄNdrenz ,in 'Warschau können wir nach dem Brief eines Warschauer Asraeliten-versichern, daß sie nicht in Folge von Polizeimaßregeln,, sondern lediglichchurch Verspätung unterblieben ist." (Die Juden pflegen doch'sonst nicht zu spät zu kommen. Redaction d. Z. d. I.) Marokko. Tanger, 4. November. Mulei Abbas, Bruder des Sultans, war am 2ten mit ungefähr 12,000 Reitern in Tanger eingezogen, besichtigte Stadt, und Festungswerke, und bezog am Nachmittag ein vier LieueS von Tanger entferntes Lager, welches die Straßen nach Tanger und Tetuan beherrscht. Auf seinen Befehl ging der Ausrufer durch vdie Straßen von Tanger und verkündigte, daß Jeden, der daS Eigenthum von Europäern oder Juden plündern oder beschädigen sollte, strenge Strafe treffen werde. ' Ein Beduine, der ein solches Vergehen begangen hatte, wurde erwischt und „rund um die Stadt" gepeitscht. Sonst herrscht Ruhe. A n z e » g e n. Die erste Lehrerstelle für die hierorts zu errichtende Religionsschule, an welcher drei Lehrer fungiren sollen, ist wo möglich sofort zu besetzen. An Gehalt wird 350 —400 Thlr.. zugestchert. Qualificirte Bewerber wollen mit Anschluß ihrer Zeugnisse, auch über religiös - moralisches Betragen, m pörtofrelen Briefen an den Unterzeichneten Vorstand sich wenden. S tr a s b u r g in West-Pr., den.8. November 1859. Der Vorstand Her Synägögengemeinde. Ein unverheiratheter Cantor, der befähigt ist, einen Chor zu dirigiren und einzufübren, über seine moralische und politische Führunggute Zeugnisse besitzt, sucht sofort oder zu Ostern 1860 eine Anstellung. Derselbe ist auch L2N1W und geprüfter Religionslehrer. .. Näheres auf portofreie Anfragen unter .Chiffre Jv ,L.'46. poste restante Berlin. " ■. ^' ■' 50** '

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