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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-11-07 · Heft 46 (7.11.1859) · p. Seite 666

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 46 (7.11.1859)
Date
1859-11-07
Page
Seite 666 (sequence 6)
Language
German
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«66 von/ lGrüfid?üni>- Boden nicht ^verdtängt -werde", .ünv>da^ mit' bent 'Pwfonenadel ,-eine Rente auf Lebenszeit verbufide,t?sil) um das ädeligö! Proletariat) däS traurigste vffn' Mi,'Siidft noch zu -vermehren^. Ich frage nun: braucht man 'sich klarer über: die Mottve auszusprechen,! weiche? die? Getöährüng -der Besttzfähigkeit den! Juden in! D'esterreich verschaffen sollen. Dem. Herrn Grafen ist esnicht"liärüm zü thün , daß sich der arme'Dörfjude für) eiÄ'gr^HndW^Mldeutine: bleihettdr-WohnstEe' für?fetnj Alker 'herschaffe, sondern daß irgend?einverschuldeter Ca-i valier^ mm nicht -dem traurigsten ^Proletäriäte^ zu? verfal-i len, sernelPesttzUng für! höhe'Summen unter eine große! Zahl befthfähiger Eon currenten -losschlagen könne, -mögen! dieje crüch ' Iüden^ sein.' Er . gönnt - ihnen unter solchem' Vethättnissen, oder besser -gesagt, wegen solcher Verhält-' msse^den Bifitz arich -der? größten Territorien) doch mÜs-s ftn?fie 'dNbei sein b ürg erlich bleiben/'denmesM ,/die- Wiretuw^'ti'ne s! Nichfchrrsten' ein bollkömmeNes' intt 'sehr 'betrübendes Verkennen des 'Wesenss und derdedeutüMg -bes'A ffel s ", der Adel -ist: eine Vereinigung des -HWnthums mit pem Ritterthume/ des ''Schwertes Mit dem Kreuz", .und nur „ beso n-d-er-e-j mit Aüfopfernng v e rbunVene Tr en e, -die ja- - i m m er eine a d el i ge Gesi nn uttg, i fo l glich a u ch^ Muth involvirt, soll zur Hebirng in den Adel befähigen:" Lieber Herr Graf! Sie müssen es mir verzeihen' > wenn ich Ihnen unumwunden sage)'- daß mit der' lehten Stelle? Ihre Lögik einen -gewaltigen' Riß er-! hMen.? Ich?-könnte 'Ihnen aus verschiedenenuZerteni-und^ aus v erschiÄen'en cLändern - von - mit Aufopferung verbünd dener?Treüe erzählen u— doch Sie wissen eS ja 'selbst so! gut wie' ich, dass Diejenigen/ welche solche Treue verübt/ von der ich Ihnen erzählen ' will, ' Juden? gewesen/ Juden/ ' die es 'nach'Ihrer Ansicht verdient haben, in den Adel-' stand erhoben zu werden*), die aber-doch nicht in denselben 'erhoben werden sollen,- weil sie Michtchrisien". Herr' Mas! Sie' find ein Cavalnr, das hat Ihnen Niemand bestritten und' wird Ihnen auch Niemand bestreiten/ wenn er Sie" auch vor' 18'Jahren in der ständischen Versammlung nicht gehört, wenn er auch von den Ansichten nichtserfahren, die Sieim Jahre 1848 hier und da veröffent-? licht, uW wenn ev auch den offenen Brief nicht gelesen/ den Sie als das jüngste Kind Ihrer publicistischen Laune/ an' den -Verfasser' der Flugschrift 8u8tme tzt^Xbsiwe ge-! richtet/ ich bestreite auch weder dies noch' Ihre Ansicht K \;■*. ' "" ’■ ■ ' “ 1 ' *) lind die es hier und da auch wurden: übet' die! Errichtung' Won -Fideicommiffen für den Erbadel-?! -oder uder Leb'zeitsrente,für -den?.Personenadel-/ obzwara^r-.? eine Trennung dieser beiden -Adelstände, bei /uns wenige oder gar nicht gedacht - wird / allein ich bestreite Ihrem - Ausspruch, daß das Schwert des-Adels Beruf: ^Jm-Mit-: telalter dürfte dies die Bestimmung des Adels? gewesen?? sein, jetzt - aber ist der altgermanische Heerbann wieder her- * i vorgetreten, -jetzt ist -jeder Staatsbürger militärpflichtig, >- jetzt - ist ' Jeder ohne - Unterschied des ' 'Gla ubens verpflichtet,'! das! Schwert zu 'führen/?jetzt haben 'es auch »Diei-Juden-' eben -so wie zur Zeit ihrer selbstständigen Werfaffüng, mit-? Müth und Kraft ^geführt? jetzt haben sie es --.derEelh? folglich auch 'Ihnen, 'Herr Graf! bewiesen) daß dasSchwert igeführh sterdeü kötine^' ohne mit dem^Kkeuzei veibunden jw r Mn, find daß man üüt dem Schwerte-)ohne^va.S-Kreüzl,>bei-!' sondere mit Aüsopferung verbundene ' Treue"l-an.den!WgUlegen? kann. - Sie? sehen also>?'Herr Graf! '-Ihre Logik- .hat ' eindn gewaltigen Rißerhalten- Ihre Prämisse^ die 'Veri -einigung des Schwertes'mit dem Kdeüze/? ist-falsch,? folg- - sichlchst es>. auch der-darauf basirte Schluß, -daß die?Ade- - - lung des 'Nichtchristen - ein Verkennen ' des - -Wesens?ves 'Adels - sei.'?■ Und-nun erlauben Sie mirhoffend,? daß-auch Sie . „Widerspruch vertagen", und „Wahrheit,. wenn. sie auch bitter schmeckt, verdauen können", mich, von Ihnen zu verabschieden - und - die - letzte - Zeile Ihres offenen Briefes, -zu 1 citiren: „Und ich'habe meine Pflicht gethan!-" Dr. — Wie isxaetitische Alibel-Anstalt. Spenden zur Herstellung und'Verbreitung woblfeilster hebräischer und hebtäisch-bemscher Bibeln: S t e in thal in Cosw-ig 1"Thlr.}' M?Bütow inS bld aw gefi' von .sich selbst 25 Ngr), S: Bütow 15 Ngr./ M. Gr-u n - b erg 15 Ngr., H. B ü sch ke 15 Ngr., C. En gl er 15 Ngr., M. Hirschfeld 15 Ngr,, H.' Arowfohw 15 Ngr:, ' Jtzig S ch m u l 5 Ngr., Jacob S ch m ul 5' Ngr.,?L e f*« ser 10 Ngr., Gold fl uff 5 Ngr., M. Frawkenfieln 5 Ngr., H. S ult an 5 Ngr., J a c o b so h n 3 Ngr., K a tz - 2 Ngr. 6 Pf., zsm. (nach Abzug won 5-'Ngr? Porto) 5'. ' Thlr. 6' Pf. 3 Moses L. I s r a e l in S t r ä ls u n v -ges. - von sich 20 Ngr., N: Gerfön 10 Ngr!)'S:-Bremer? 10 Ngr., Gebrüder Wer Heim 1 Thlt., J-.?Liefmannu . 15 Ngr., 3: Wolfs 10 Ngr.,S.-,'-'R'erigiötisrehrev/i.1ä'? Ngr., C. D a v id 15 Ngr), zfm. 4 Thlr. 5 - Ngr.; M. H. C ö h eil in Uedem geff von sich 5 Ngr?/ Leopold

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