Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 43 (17.10.1859)
- Date
- 1859-10-17
- Page
- Seite 618 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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selbst 18 Fl. 30 Kr., in Seligenstadt 17 Fl. 30 Kr., Sfmc36"JL-- 2.0 Thlr.17Mgr. 2 Pf.^ GoNschalk LeWi^in^B? l g;<tr b;gef.: pon Ich selb2. Thlr., C. ^a n^e^O'ME HrELlüÄ S all d er i^TchÄ, ÄMrt Jacoby 20 Ngr., Simon Jacoby 10 Ngr., S. E. Apolant 1 Thlr., Gustav Hirschfeld 1 Thlr., Louis Jacoby 1. Thlr,, Julius Gro nau^ 1 Thlr., ^Upttfchalk. Jacoby 20 Mgrl,* Prediger l&fc'W 7 Ägr. 'Ä Pf.; 3. * Aron 15 Ngr., Ascher Levy in Polzin 1 Thlr., zsm. 12 Thlr. 12'/2 Ngr.; Lehrer M. Elsässer in Edenko b en ges. von: H. H. Wolfs in E d enk o b en 1 Fl. 45 Kr., Leopold Singer in Edesheim 1 Fl., Marcus Bloch in Edenkoben 1 Fl., Wolf Jsaac das., 1 Fl,, Esaias Bloch das. 1 Fl., Adolph Bloch' das.' .1. Fl, Samuel Jsaac das. 1 Fl., Jacob Rothschild das.;1 Fl., Mar Mayer das. 1 Fl., Cäsar Mayer das. 1 Fl,, Jsaac Toeb das. 1 Fl., Elsässer 30 Kr., zsm. 7 Thlr. — Gesammtsumme: 2516 Thlr. 10 Ngr. 9 Pf. Zeitungsnachrichten. Deutschland. Vom badischen Odenwalde, im September. (Privatmitth.)' In einer Zeitung für das Judenthum sollen soviel möglich die Zustände einer jeden Landesjudenschaft besprochen und zur allgemeinen Kenntniß 'gebracht werden; denn nur aus dem Wohlsein der einzelnen Glieder -läßt sich das Wohl des ganzen Körpers erkennen. -- Es ist längst bekanntdaß in Bä-; den unter dem Schutze einer constitutionellen, vom -Geist der Billigkeit durchdrungenen Regierung unsere Volksgenossen sich wohl befinden und täglich an Wohlstand zuNehmen, wozu nicht wenig die ausgezeichneten Anstalten dieses Landes sowohl als auch die specielle Fürsorge der Regierung für den Schulunterricht und das Religionswesen durch Anstellung ausgezeichneter Schulmänner in den Rabbinatsbezirken beiträgt. Voran find zu nennen die Städte Mannheim, Carlsruhe, Heidelberg, Bühl rc.; jedoch möchten mir noch eines ändern Bezirks gedenken, nämlich des ObenwaldeS. Viel war in früheren Jahren in allgemeiner Beziehung über! die ökonomischen Zustande dieser Provinz zu klagen, Vieles hatten wir auch zu bedauern. ES fehlte 'an der rechten Einheit und Centralisation unsrer Gemeinden, wodurch, wie im Großen, so im Kleinen, das : Wohl- Aller bedingt ist. Seit den letzten Jahren haben - unsre Gemeinden, diesen EinheitSpllnkt gestünden in dem würdigen Bezirksrabbiner^Weil fM'Mosbach, welcher, ohnedem FprtMOt^enttzetzMutretest- WeMligion mit diesem fortzubilden und den Zeiten anzupaffen, ohne den Gottesinhalt abzuschwächen, mit Fleiß und Talent eifrig bemüht war., Hauptsächlich ist das Ziel seinM Bemühängäüdch^H^büng^^ Schulunterrichts und streng vorschriftsmäßiger Synagogenordnungen den alten verderblichen Schlendrian aus feinem Bezirke-'-zst verbannen und dadurch feine Untergebenen auf eine höhere Stufe der Bildung zu brin- . gen. Wie schon bemerkt, wird jedoch jede Contravention vermieden, und so hat sich Herr Rabbiner Weil für unser Rabbinat zunächst, dann aber auch für unsere Landesgenoffen wie für daS ganze Judentum Verdienste erworben. Wir wünschen, daß überall die Pflege unsres Volkes und unsrer Jugend in Religion, Sitte und Schule so eifrig und mit so gutem Erfolg zum Segen unsres Volkes gehandhabt werde. j ' Vom badischen Oberland, 2. Oktober. (Privatmitth.) Aus allen, selbst den entferntesten Gegenden laufen über das Wohl und Weh der Judenheit Berichte ein, während solche aus unserem gesegneten Baden, daS unter 1,400,000 Einwohnern' 24,000 Juden zählt, zu den Seltenheiten gehören; fast möchte man glauben, es sei der Währspruch unseres großen Dichters „vom besten Staat und der besten Frau" auch auf die badische Judenheit anwendbar und doch legt fast jede Nummer der Allg. Ztg. ,d. Judenth. auch unsere Gebrechen bloß; so wollen wir beispielsweise nur deS Leitartikels von No. 38. erwähnen, und wird es in weitern Kreisen kaum Glauben finden, daß es -bei uns, namentlich im badischen Oberlande, jüdische Gemeinden von 60—80 Familien giebt, die kautn eine bis zwei Stunden vom Wohnsitz deS Bezirksrabbiners entfernt, in vier Jahren keine Predigt gehört Haben, denen überhaupt von dem Dasein eines Rabbiners nur die alljährlich wiederkehrende Repartitiönsliste des Rabbinergehalts Kunde giebt. Im bürgerlichen Leben steht eS kaum besser aus, und stehen wir gegen unsere deutschen Nachbarstaaten Württemberg und Hessen um Vieles zurück. Die Ernennung des Herrn Bezirksältesten Breisacher in Emmendingen, einem Manne von ungewöhn-