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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-10-03 · Heft 41 (3.10.1859) · p. Seite 600

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 41 (3.10.1859)
Date
1859-10-03
Page
Seite 600 (sequence 12)
Language
German
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Das israelitische Institut - zu Pfungstadt a. d. B. nimmt bis zum 31. Oktober a. c. wieder neue Zöglinge auf. Die Schule, deren Tendenz , gediegene.sociale Bil- .dung auf Grundlage sittlich religiöser Erziehung, im.Sinne. deS positiven Judenthums ist, hestehtin fünf Claffen mit .acht Lehrern. Unterrichtsgegenstände: Hebräisch (incl. Talmud), Deutsch, 'Französisch' und Englisch (nebst.'französischer und englischer Conversation und Correspondenz), die Handelswissenschaften in ihrem weitesten Umfange, Geschichte, Geographie, Naturkunde, Mathematik, Kalligraphie, Zeichnen und Gesang (Musik gegen besonderes Honorar), Für Turn -, Spiel - und Erholungsstundenist in den ausgedehnten Räumen des Instituts bestens Sorge getragen. Preis 230 Fl. per Jahr. / Nähere Auskunft ertheilt auf Franco- Anfragen . der Direktor.Nr. Eröffnung einer Pensions-Anstalt für; , " israelitische Knaben in Göttingen. Göttingen, als eine der ersten deutschen Universitäten, eignet sich besonders dadurch zu dem von dem Unterzeichneten zu eröffnenden Institute, weil die verschiedenen Lehrkräfte, die dort vertreten sind, und überhaupt der geistige Verkehr, der daselbst im höheren Grade und ungetheilter -herrscht als irgendwo, sehr wohlthätig und merklich auf die Erziehung -eines Jeden einwirken muß, und mit Bezug darauf ist der Unterzeichnete fest überzeugt, in Göt- Ungen für diesen Zweck die beste Wahl getroffen zu haben. Ferner besitzt Göttingen für die wissenschaftliche Ausbildung ein Königliches Gymnasium, eine Realschule, eine Handelsschule. Der Unterzeichnete giebt den resp. Eltern der seiner Anstalt anvertrauten Zöglinge die Versicherung, die strengste und größte Sorge dafür zu tragen, daß seine Zöglinge dem etwaigen Schulbesuch irgend eines der oben angegebenen Institute mit Fleiß und Ausdauer obliegen, und daß der Unterricht in denselben durch häusliche Nachhülfe gefördert und gehoben werde. Zugleich bemerkt der Inhaber der Anstalt, daß seine Zöglinge durchaus nicht die häuslichen Annehmlichkeiten eines regelmäßigen Familienlebens vermissen werden, indem derselbe .für ihr leibliches Gedeihen sowohl durch regelmäßige kräftige Kost, als durch körperliche Uebungen, wie Turnen, Baden und Spatziergänge in die liebliche und reizende Umgegend die beste Sorgfalt verwenden und zugleich ein wachsames Äuge-für den religiösen mnd'streng sittlichen Lebenswandel seiner Zöglinge haben wird. Der Unterzeichnete, der durch seine langjährige Wirksamkeit an Instituten in Berlin, Prag und Wien gründliche Erfahrungen im Erziehungsfache gesammelt hat, .empfiehlt seine Anstalt dem geneigten Wohlwollen der resp. -Eltern. Aus schriftliche Anfragen wird der Unterzeichnete die nähern Bedingungen zur Aufnahme der Zöglinge mittheilen. Hr. Julius Oppenheimer. Göttingen, iyr September 1859. ' Deutschs Musik-Institut für jüdische Cantoren und Lehrer. , Anmeldungen werden zu jeder Zeit angenommen. 7 . Breslau, September 1859. ' V Cantor Detttfch, Nicolai - Stadtgraben No. 6 s. I. e i p z i g. ' Im Gebietender Gold- und-Silberstickerei empfiehlt sich zu Anfertigung von Aufträgen die Stickerei- und Tapisserie -Manufactur von J. A. Hietel, Besitzer der engl., franz., amerik. u. deutschen Preismedaillen. Grimmaische Strasse 31. Etage 1. Für ein Manufacturwaaren-Geschäft in einem Flecken Oldenburgs wird sogleich unter annehmbaren Bedingungen ein junger Mann als Commis zu engagiren gesucht. .Nähere Nachricht auf frankirte Offerten durch Herrn Koopmann MU. in Bremen. Eine junge, gebildete Dame, aus achtbarer Familie, wünscht als Erzieherinbei kleinen Kindern den Unterricht in der deutschen und den modernen Sprachen, wie auch in andern wissenschaftlichen Fächern Und in der Musik zu leiten, oder die Stelle einer Gesellschafterin bei einer Dame anzutreten, der sie in der Wirthschaft gern behülflich wäre. Es wird nicht so viel auf Salair als auf gute Begegnung gesehen, und'können auch Zeugnisse auf Wunsch gern präsentirt werden.' Etwaige Restectanten belieben ihre Offerten unter Z. Z. No, 10. Hamburg bei B. S. Behrendsohn franco einzureichen, wo nähere Auskunft bereitwilligst mitgetheilt wird. Stelle-Gesuch. Ein junger Mann,' her seine Lehrzeit in einem Manufaktur-Geschäfte en detail bestand, darauf in einer Leinen- und Baumwollenwaaren-Fabrik einige Zeit arbeitete, wünscht zu seiner weitern Ausbildung ein Placement als Volontair in einem Bank-, Fabrik- oder Engros-Geschäfte, wo ihm Gelegenheit, sich tüchtig zu vervollkommnen, geboten, ist, anzunehmen. Nötigenfalls kann er sofort eintreten. Franco - Offerten unter bilters d. L. W. 3. erbittet man zur Weiterbeförderung baldigst der Erpediüon dieses Blattes einzusenden. Ein junges anspruchsloses Mädchen mosaischen Glaubens, welches befähigt, Kindern Anfangsgründe im Clavier und Französisch zu lehren, auch gleichzeitig sich in der Wirthschaft nützlich machen kann, findet sofort eine Stelle bei S. Berrscher in Frankfurt a. d. Oder.

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