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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-09-26 · Heft 40 (26.9.1859) · p. Seite 580

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 40 (26.9.1859)
Date
1859-09-26
Page
Seite 580 (sequence 6)
Language
German
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580 bekannten UrmeTobiem Jedenfalls 'dürfte-, dieses Ausgabe alle bisher erschienenen israelitischen Gesänge an Vollständigkeit wie an innerem Werth übertreffem" r xi,. - Vor mir liegen nun die Cörrecturbogen, und ich sehe diese Melodien nochmals. mit- Vergnügen-durch. Gleich Nr. 1.: L’cho dodi. likras .kallo zeigt uns eine einfache, innige Melodie, die zum Schluffe des Gesanges > alspUnisono-Chor wieder auftritt,: während r Sopran Alt- und Tenor - Solostimmen in' einer dreistimmigen: Fuge'daherschreiten. Die „minus plus Midas“ dürften vielleicht hier und da durch aufeinanderfolgende stufenweise Dreiklänge aufgestört werdenwie in Liszt's Dante-Symphonie; doch wir sind. gewillt-, diese Leute fortan ganz, zu ignoriren. Gegen die Dummheit kämpfen Götter/selbst vergebens!—• Den Fugensatz in Nr. 4.. über das Thema I'ha-gid ki jo-schor a - do - - naj zuy-j j J. ^±=4^==^==-- =:p— ri zu - - ri wünschte ich noch etwas länger dürchgearbeitet, das'Thema hat Leben. Der Cömpönist wird über solche Bemerkungen seinem früheren Lehrer in Contrapunkt und Fuge nicht zürnen; die Stimmführung ist immer fließend und geschickt: —-Nr. 5; ist 'eine Urmelodie;' besonders -'originell ist'Rr^ 6. - - n? - . ' " Die Necitative find oft nicht gewöhnlicher-Art, jedoch dem Charakter -der israelitischen Gesangsweise entsprechend, und eigentlich' weniger monoton, -als unsere-aalten:/ katholischen Kivchenrecitative. - Ganz verstehen kannsie: freilich nur Der,! welcher mit. dem- Gottesdienste der Israeliten ganz vertraut -ist; und-- obwohl' wir uns auch - einst -mit dem Hebräischen , beschäftigten.,.- um der. Betonung:, und ' Rhythmistrung - der alten. Israeliten nachzuforschen, .so müssen wir doch über, .Manches unser Urtheil.zurückhalten , und thun dasum so .mehr, als wir alle. Tage sehen; wie die sogenannten Eonservativen. den -Stab -brechen über.Dinge, die sie nicht: blos--nicht verstehen, sondern oft nie gesehen und - gehört haben: ,i; -cd Nr. 31. ist wiederum : ein sehr - interessantes. Musikstück , das:. nicht:; blos auf .dieSynagoge.-beschränkt bleiben : müßte. Alle Stimmen sind: melodiös , geführt; und das Gebild; wird trotz der vielen Nachahmungen durchaus nicht unklar.:-. Es-kann mit und iohne-Schluß^ fuge gemacht werden. . Nr. 33. ist wieder solch eine aste-Melodie,5 dst uns unwillkürlichum ein'Paar. Tau-? send Zähre ^zurückführt.-; - Ein; eigenthümliches Gefühl übrrkommti.uns.'chei-rsolchen Tonweisen:.' .7. .... ..... , dosch .•'sch’Ä'mö-' oho >- -zun! v. Scho - chen ad , wo r.om, w’;. kodosch : sch’.-mo : w’ cho Nr.: 38: ist nicht:: weniger - merkwürdig: :Der^. Verfasser nennt; die: Tonart phrygisch. -Allerdings - scheinendie -irrsten Takte::dies zu -beweisen; doch.ließesich das Stück mit 'eben so: gutem Rechte in der äolischen Tonart » denken undzwar: in wlagalisch-äolischer mit -Ausweichung in das Ionische? und Phrygifche. Daßes in L schließt, ist durchaus kein- .Beweis -dafür,' daß. dies ) dem Grundton des Ganzen bilden c muß: Darin - ähnelten die .Uralten - ganz der : neuestem Schule, daß sie: beim Bau ihrer Tonwerke eineanderes. -Gesetz als das mittelalterliche-beobachteten^5 iüi. Im -zweitem Theile. ist: No 111: 'eine ganz gute Melodie,/auch gut-harmonisirt,^doch-hat -sie nicht/döMg den alten- Charakter,..wird - gleichwohl Vielen darum noch mreh.r zusagem — AusNo 118.- hält der Componist viel. --Der erste-Satz O-Moll; der zweite G-dur, Schluß in der-Halb? cadenzdann Ls-dum re.,: zum Schluß /einen Fuge, worin die Dominante -mit: der- Secundebeantwortet äst;? gewiß Denen; die. , am Buchstaben halten, auffällig; .doch ist.der Gefährte ganz richtig,: wie ich in meinen. „Debatten" über Musik auseinandergesetzt. —? In Nrd'119: finden wir: eine recht wirkungsreiche Fughette zum> Schlüße -77- Nr- 125: ist zwar ein anspruchloses, einfaches Musikstück, jedoch von guter Wirkung: Nr. 134. „Am Freudenfeste-" wird durch ftine Conträste ldes bbwechftlnden Sold^und-Chob eindringlichwerden--Der-fstgirte -Satz-Sditeul32gefällt mir; - um 'so meht, als-die Form nichtdie! gewöhnliche W — Nr- 146-,-'j>Uralte Melodie", fünfstimmi'g' Witt Chor und Tenor-Solo- Die Melodie ist reist-äolisch MndWÜNderbar fchöst. Sie Mnnert-etwas an die,alten schottischen Melodien,' hat nichts vom ihren Schnörkeln,- chotzMch sich die orientalischen Gesangsweiftw in' derRegel amszeichnen.' Die- ^nze'NuMmer ist ausgezeichnet, n .»’/ifeK: m Leider war mir nur vergö»int, die ersten beidimTheile anzusehen, weil das-Uebrig^ stoch nicht gedrückt-, und nur stüchtig ko n.y.te, ich. dieses besprechen, weil/ich^ .m^t.der Vorbereitung, zu einer großen Reise beschäftigt, eilen mußte. Indessen ist es immer^Etwas; und -mag; chazu^ dienen; die mufikalischtz/Welt auf dieses Werk, das; sochöre ich;- Ende

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