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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-09-26 · Heft 40 (26.9.1859) · p. Seite 579

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 40 (26.9.1859)
Date
1859-09-26
Page
Seite 579 (sequence 5)
Language
German
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579 rang qüi sVclipse!aü prerfiier. Mir genügt, wenn ich neben der allgemeinen Aufgabe der erzählenden Dichtung, große und tiefe Leidenschaften an Thätsächen zur Anschauung zu bringen, und Naturgemälde und Sittenschilderungen. mit den Vorgängen' des innern Lebens zu einem wirksamen GesamMteindrucke zu verbinden,-die besondere, welche ich mir gestellt hatte, leidlich zu lösen vermochte.*) Diese ist theils apologetischer Natur, theils und vorzüglich hat fie die Glorifikation der jüdischen Frauen im Auge gehabt: So weit ich nämlich die christliche Welt aus persönlichem Umgänge kenne — Mein Umgang beschränkt sich, da ich auf einem ganz geringen BaUerndorfe wohne, auf die Beamten des nächsten Städtchens und einigen Landadel — ist namentlich unter den gebildeten Ständen das Vorurtheil der christlichen Frauen gegen die jüdischen weit größer als düs'unter den Männern herrschende. Solchem Vorurtheile: auf weitem Umwege (damit die Abficht nicht durchscheine) entgegenzuwirken, ist, so weit Tendenzpoesie überhaupt zulässig, der Zweck meines Romans: Darum sind Frauen seine Hauptheldinnen, darum stehen sie. auf dem Titelblätte und darum habe ich in meinem Vertrage mit der Buchhandlung besonders auf elegante Ausstattung gedrungen, damit ihm diese die Zulassung in die Budoirs der Damen ermögliche. Ich habe dieselbe Absicht mit einer in dem 6ten Hefte der „Erheiterungen" d. I. enthaltenen Erzählung**) aus der jüngsten Vergangenheit verfolgt^ und werde wohl zufrieden sein, wenn auch nur bei einer öder ändern vornehmen christlichen Dame der Hochmuts oder die Aversion gegen die an Bildung sie vielleicht weit überragende jüdische gemildert wird." — Jebenhausen, im September. Schon früher haben-wir auf die Schrift von. Professor Dr. Leopold Pfeiffer in Tübingen: „Das gemeine deutsche Strafrecht der Gegenwart, 1. Abtheilung, Tübingen, Laupp, XIX: u. 415. S. gr. 8." aufmerksam gemacht, den Fachmännern, das Urtheil. über dieselbe überlassend; wir find jetzt in der Lage, auf gewichtige anerkennende Urtheile über diese juridisch bedeutende Schrift hinzuweisen.: Gersdorfs Re per t o ri u m in dem - ersten Hefte, die Jahrbücher der deutschen Rechtswissenschaft und Gesetzgebung von vr. H. Z: S ch l e tter V. Band 2. Heft, Erlangen, bringen , letztere, Mt 124. von Geheimjustizrath vr. Krug rühmliche *) Und dies ist dem Vers, in hohem Mäße gelungen. " - Redaktion. **) Ist uns nicht zu Gesichte gekömmen; wir wünschten wohl sie zu lesen, i Redact. Kritiken über dieses Werk. vr. Julius. Friedrich Hei nr. A b eg g stellt in seiner neulichst erschienenen Schrift: „Di e Berechtig ung d erd e u t sch en Str a fr echt swis s e n* schaft der Gegenwart" das Werk Pfeiffers dem von Wächters rühmlich an die Seite, rühmt die scharfsinnige Auffassung und stellt dem II. positiven Theil ein gür^stiges Prognostikon. — Herr Professor vr. Pfeiffer hat bei feiner Lehr- und literarischen Thätigkeit -sein Herz für jüdische Literatur und israelitisches Leben offen behalten und folgt mit besonders warMem Interesse den Kundgebungen des jüdischen Literaturvereinsdessen Mitglied er ist. Auch Nichtjuristen werden in seinem neuesten Werke seine philosophische und juridisch-historische Durchbildung -leicht erkennen; der positive 2. Theil seines Werkes, der demnächst erscheint, dürfte Epoche. in der deutschen Strafrechtsliteratur machen und werden wir seiner Zeit wieder in diesen Spalten darüber Bericht erstatten. t Ä. Elsässer. s M ü s i k. j Magdeburg, im September. Wir theilen mit Vergnügen folgende Recenston mit, welche von Herrn Ev. Sob olewskiMusikdirektor der Oper zu Bremen, früher Musikdirektor der. Oper zu Königsberg i. Pr., in der „Neuen Zeitschrift für Musik" No. 6. in Leipzig, erschienen ist. H. Wein tr aub, genannt Kasch tan. Tempelgesänge für den Gottesdienst der Israeliten.- Königsberg, beim. Herausgeber. Diese Compositionen zogen schon vor längerer Zeit die Aufmerksamkeit des Publikums zu Königsberg in Preußen,' woselbst der Komponist heimisch, auf sich, unv ich selbst wurden voreinigen Jahren veranlaßt, in der Königsberger Hartung'schen Zeitung darüber Folgendes zu schreiben: „Herr Cantor W e i n t r aub, dessen musikalische Aufführungen in der hiesigen Synagoge die Auf-' merksamkeit des musikalisch gebildeten Publikums im ho-- hen Grade erregt haben, beabsichtigt diese hebräischen Gesänge herauszugeben.. . Theils sind es eigene Compositionen biblischer Psalmen, - theils die alten Urmrlodien, von Herrn Cantor Wein tr aü b mit großer Umsicht und Vollständigkeit rhythmifirt und harmonisirt. Allen israelitischen Gemeinden, welche - den musikalischen 'Theil ihres Gottesdienstes ordnen-wollen', sind diese, in einem schönen und würdigen. Style verfaßten Compositionen aufs Angelegentlichste zu empfehlen,: der: ganzen musikalischen Welt aber noch ganz besonders: die uns bisher nur durch. Tradition

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