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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-09-26 · Heft 40 (26.9.1859) · p. Seite 576

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 40 (26.9.1859)
Date
1859-09-26
Page
Seite 576 (sequence 2)
Language
German
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Missionsschule, ihre Zwecke und die Bedeutung, welche der Besuch derselben Seitens der jüdischen^Kinder. hat, ausztMW-GDenyDdieM^ndH HHschetzM^tt^lifKsientlichen .DchillM.zbHlcheN^ z,so AndW von dep Theilnahme am Religionsunterrichte "dispensirt, und der anderweitige Unterricht ist so organisirt, daß an eine entschiedene und konsequente Verfolgung spezifisch christlicher Zwecke wenig zu denken ist.-d Werdest; gute Wischet Schulen immerdar für jüdische Kinder einen wesentlichen Vorzug haben, weil darin auch positiv der Geist des Judenthums weht und genährt wird, und so der Unterricht mit der Religion in Uebereinstimmung steht, so lassen sich jene doch nicht an allen Plätzen und nicht für die höheren und speciellen Bildungszweige errichten. Wenn also auch in'den regelmäßigenöffentlichen Schulen" beim 'Unterrichte fpecifisch' christliche Aeußerungen Vorkommen, nicht selten auch die Lehrer gegen die Judenkinder unfreundlich, noch öfter die Mitschüler gegen sie gehässig sind, so muß dies doch ertragen werden, und das Judenthum hat schon größere Schwierigkeiten durch seine Lebenskraft überwunden. Aber wie anders ist es mit der Missions'schule! Diese wird von der Missionsgesellschaft erhalten, Missionäre sind die Lehrer daran, oder doch im Sinne der Mission gewählte. Der Zweck ist also entschieden: die Judenkinder zu bekehren; die Schule würde also ihren Zweck verfehlen, und deren Lehrer ihre Schuldigkeit nicht thun, wenn sie nicht alle Mittel und alle Kräfte anwenden, um aus den Herzen der Kinder die väterliche Religion zu verdrängen und die christlichen Glaubenssätze dahin zu verpflanzen. Wir, machen der Mission keinen Vorwurf daraus, da sie ja offen zu Werke geht, es sei denn, daß wir es niemals für recht und wahrhaft religiös erkennen können, mit Be? wußtsein Widerspruch, Zwiespalt und Trennung zwischen Eltern und Kinder zu säen. Aber den ,jüdischen Eltern, machen wir die bittersten Vorwürfe daraus! Glaubt Jhr, daß Eure häusliche Erziehung den Bemühungen der Lehrer wirksamen Widerstand leisten könne? So weit wir diese kennen, glauben wir es nicht im geringsten. Und wenn sie es vermöchte, schaffet Ihr Euren Kindern nicht die trübseligste Verwirrung?,, Wem sollen diese glauben, Euch, oder ihren Lehrern? machet, Ihr sie nicht so entweder zu ganz verwirrten Menschen, oder sie müssen vor Euch heucheln gegen ihre Lehrer, und vor ihren Lehrern gegen Euch? Sehet die Sache ordentlich an: wollet Ihr. Eure Kinder Christen werden lassen, auf Euch fällt.die Verantwortlichkeit; dann lasset sie aber taufen und christlich erziehen. Wollet Ahr sie aber in der Lehre, und dem Bekenntniß des Einig-einzigen Gottes erhalten, so ist eS die yiehrigste Hesinnung^ um ein Paar Groschen anAehrmitt^zj^rH'Äen, zuseAH'^d Myrren HrKr Kindheit einzuimpfen! v*‘"' Mögen diese Worte nicht wirkungslos vorübergehen! Ihr insonders,, Gemeindevorsteher,, Rabbiner und Lehrer unh Jedweddr in der Gemeinde, ^°der Herz und Sinn für seine Religion hat, seid verpflichtet, diesem Unwesen entgegenzuwirken. Es ist Zeit, daß all' diesen Halbseiten!ein/Ende gemachtwerde. Das Judenthum hat sich bereits wieder gekräftigt genug, um der Masse wie den Höchstgebildeten Genüge thun zu können, und es müssen daher die Erfolge so vieler Anstrengungen in der Ein- 'Haltüngs'"eines * entschiedenen' Weges sich bethätigen. Szegzard (Ungarn), 6. September. , * Was thut uns Nsth? Ein Wort an meine israelitischen Glaubensbrüder in Ungarn. Von Oberlehrer Zosef Kirz. So sehr es in Bezug auf Gründung'und Erhaltung von Schulen den regen Eifer unv die Opferwilligkeit der israelitischen Gemeinden in unserem Vaterlande verkennen hieße, wenn wir Lehrer jenen Eifer, jene Opferwilligkeit . ignorirten, eben so sehr i—rdas können wir mit unver- : hohlener Selbstzufriedenheit.sagen '—- wäk'e^eS eind'Der'-' i sündigung an dem. hierländischenisraelitischen Lehrerj. stände-'wenn -die in dessen-Reihen sich allgemein künbge-?bende Strebsamkeit, im Berufe immer tüchtiger zu »veröden, nicht von Seite der Gemeinden' die' vollste Änerken- : nüng fände. Muß mit Würdigung des Thatbestandes? hervorgehoben werden, daß nun fast jede in dem im letz- ' ten Decennium weit vorgeschrittenen Ungarlande sich be-;findliche israelitische Eultusgemeinde eine — zum großen; Theile mit einem; ihxe.^materiellen^ Krcsste übersteigenden; Kostenaufwands errichtete — Schule besitzt, so braucht sman hinwieder nur einen tiefern Blick in diese zu thun, ium die befriedigende Ueberzeugung zu gewinnen, wie da i ernstlich das Beste ängesttebi, wie da nach Wissen und -Gewissen dahin gearbeitet wird, den jetztzeitigen Anforsderungen der Pädagogik gerecht zu-werden. Beide geidachten , ins. Auge springenden. Erscheinungen fteheN fest, j find und werden immer mehr' zur Währheistund mögen

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