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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-09-05 · Heft 37 (5.9.1859) · p. Seite 536

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 37 (5.9.1859)
Date
1859-09-05
Page
Seite 536 (sequence 10)
Language
German
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536 Hex, spreHest, woste^ Hierauf, mgchlte^ich Seine >Emi- NM^amstf 'aufmerksam^..dssß',das- Fgetüm der Mstfe nM gar' mcht. genügend 'bewiesen wäre, und. daß ein weiteres ^mdringen in .dlestHrjgelegenhelt vjelleicht, und ich glaubte gewiß, Feine Heiligkeit zu einer anderen Entscheidung, als der bereits gefällten) veranlassen würde. Seine Eminenz entgegnete, daß .die Frage ausführlich mit .dem französischen Gesandten erörtert worden wäre, sie sei jetzt abgethan, und daher dürfte ich, vom.Papst keine Antwort erwarten, welche nur Wiederholen könne, was er zum Herzog von Grammont gesagt hätte.' Im Laufe der Unterhaltung drückte der Cardinal Antonelli,seine Zufriedenheit mit den in den päpstlichen Staaten ansässigen Israeliten und seinen Antheil für ihr Wohlergehen aus, und Seine Eminenz. verwies auf einen jüngst geschehenen Fall, als einen Beweis für die Absicht der päpstlichen Obrigkeiten, sich keine ungehörigen Vortheile bei Bekehrungsfällen zu Nutze zu machen, indem er erzählte, daß ein junges Mädchen jüdischen Glaubens aus Ancona vor einigen Tagen ihren Wunsch ausgedrückt habe, sich taufen zu lassen, und in Folge dessen nach Nom geschickt wäre, um ihren Glauben und die Ernstlichkeit ihres Gesuchs darzulegen; aber nach kurzer Prüfung wäre entdeckt worden, daß ihr einziger Zweck war, einen jungen Christen zu heirathen, was sie nur als Mitglied der römisch - katholischen Kirche ausführen könnte. Die Taufe wäre ihr deshalb verweigert und sie zu ihren Eltern nach Ancona zurückgeschickt worden. Bei meinem Abschied vom Cardinal erneuerte Seine Eminenz die Versicherungen seines guten Willens gegen die israelitischen Unterthanen des Papstes, und seine Bereitwilligkeit, ihre Lage zu verbessern, so weit es thunlich sein würde, ohne mit den bestehenden Gesetzen des heiligen Stuhles in Widerspruch zu gerathen. Ich wünsche schnlichsi, daß diese Versicherungen bald erfüllt werden mögen, bedauere indessen, sagen zu müssen, daß die gegenwärtige thatsächliche Lage der Juden, in Rom eine. Höchst beklagenswerthe ist. Ich Habe gewünscht, .die Einzeln!) eiten meiner interessaN^n MterredÜng mit Cardinal Antonelli so ausführlich als thunlich wiederzugeben, um im Stande zu sein, Ihnen in authentischer Form die wichtige Thatsache darzulegen, daß, obgleich mir nicht gestattet war, die Bittschrift dem Papst in eigner Person zu unterbreiten , .ich ( doch , indem ich dieselbe in die Hände des Cärdinals Antonelli' niederlegte, alles das ge.thaw habe>, was. .unter den Umständen, gethan werden konnte. , ) . :.;r. Sie wollen bemerken, daß meine Unterredung, mit Cardinal Antonelli am Donnerstag, den 28. April stattfand, und ich Se. Eminenz ■ unterrichtete, daß ich 7 Tage in der Hoffnung, eine der Bittschrift günstige Antwort zu erhalten, in Rom verweilen würde. .-Nicht gewillt, -alle Hoffnung aufzugeben, verlängerte ich meinen Aufenthalt über jene Zeit hinaus, indem ich Rom erst am Dienstag, den 10. Mai, verließ, also 12 Tage nach, meiner Audienz im Vatiean. Während ich in Rom war, hatte ich das Vergnügen einer Unterredung mit Sr. Crcellenz dem Herzog von. Grammont, dem französischen Gesandten. Ich bin. höchst erfreut, Sie versichern zu können, daß der große Einstuß Sr. Kaisers. Majestät des Kaisers von Frankreich, unterstützt durch den beredten Eifer. Sr. Ercellenz, obgleich leider vergebens , dahingerichtet, war, den Papst zu bestimmen, das entführte Kind Mortara seinen betrübten Eltern zurückzugeben. - Während meines Aufenthaltes in - Paris-, auf meiner Rückreise von Rom, erbat und erhielt ich eine Audienz beim Grafen Walewsky, dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten, gegen den ich meine Anerkennung , für die einflußreiche und freundliche Verwendung des Kaisers von Frankreich in: dieser unglücklichen Angelegenheit. ausdrückte, und ich bat dringend, daß, im Fall eine günstige Gelegenheit sich darböte, Se. Kaiserl. Majestät seine gütige Vermittlung erneuern möchte. Es macht mir wahrhaftes Vergnügen, diese Gelegenheit benutzen zu können, um meinen erkenntlichen Dank auszusprechen: ■ dem Grasen von Malmesbury und Mr. Fitzgerald für ihren wichtigen Beistand, deck Lord.John Ruffel für einen Empfehlungsbrief an seinen Verwandten, Mr. Ovo Ruffel, dem Lord Mayor und Sir Cülling E. Eardly, Baronet, für ihre thätige Mitwirr Tunß in dieser Sache, und dem während meines Aufenthaltes in Rom gleichfalls dort anwesenden Viscount Stratford de Redcliffe, dessen freundliche Und ^werthvolle Dienste mir großen Vortheil ge- Währten. '; Ich will auch erwähnen, daß ich während meines' Aufenthaltes in .Rock von vielen einflußreichen und geachteten Freunden,' sowohlMhollschen wie protestqn-

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