Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 36 (29.8.1859)
- Date
- 1859-08-29
- Page
- Seite 518 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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mal O r i g i n al gedich te geliefert^ welche mit folgenden Worten eröffnet' werden : J Wonach ich bange? ' 1 ' v '-' l ij WaS ich verlange? — Den klaren Geist, so lang' ich lebe, ' Und manche Brust/ die froh sich Hebe. Für das, was iredlich ich erstrebe! Sal. Heilberg und Meises lieferten Beide Uebersetzungen--und:-zwar Ersterer aus Munk's „Jbn Gabirol" und Letzterer aus dem *jrrn .-(metrisch). Von Dr. Landsberger ist ein „Vortrag -über, die Fabeln des Syrtipas" ausgenommen, And Herr Rabb. David Deutsch - hatseine.Arbeit über, „Hroselytenmacherei" fortgesetzt. — . , .; Aus Tarnow (in Galizien) wurde der Bresl. Ztg. neulich berichtet, da^ alldort das Gesetz, welches den Juden das Halten' christlicher Dienstboten verbiete, mit „unbegreiflicher Hartnäckigkeit? vhn den betreffenden Behörden gehandchabt werde.. Sonnabend den 16. v. M. —^ und zwar gerade, in der Zeit, als die Vertreter der jüdischen Gemeinde mit dem Magistrate „in Betreff der.Unterbringung, resp. Versorgung der in der Stadt T. zu verpflegenden verwundeten MilitairS" eine gemeinschaftliche Berathung hielten — wären sehr viele bei Juden dienende Knechte und Mägde auf der Straße aufgegriffen, eingesperrt und dann vor den Polizei - Commiffar geführt , Seitens desselben .aufs Strengste ermahnt worden, bin-; neu kürzeste^ Frist• ihr bisheriges Dienstverhältniß zu verlassen , widrigenfalls sie die härteste kö^p-er-; liche Züchtigung zu gewärtigen hätten. Wüter seien auch .alle-diese Dienst Seitens des Pevi- - sorö.in die Heimath eScortirt worden. — Der. Correspondent fragt mit gerechter Entrüstung, wo solche Individuen.- besser geborgen,,, ob unter dem Schutze solider und toleranter jüdischer Hausfrauen, oder wenn sie dienst- und -brotlos vagiren, wo sie nolens volens dem L a st er verfallen müssen? — und fügt noch hinzu, daß die Tarnow er Juden schuft. auf ihre' eigene Kosten 12 verwundete Krieger ver-: pflege, außer den reichen Gaben, dic sie zu dender Commune aufgelegten ' Verpflegungslasten frei - j willig gespendet. — : Aus dem Posettschen, im August/ (Privatmitth.) \ Wir haben die Freude- 'Ihnen mittheilen zu 'können,j daß von den vielen, um Anfänge dieses Semesters vacant -gewesenen Lehrerstellenin den jüdischen Gemeinden hiesiger' Provinz bis jetzt schon: die meisten ihre Wiederbesetzung gesunden'haben. — Hierbei mag so Mancher mit Ueberraschung wahrgenommen haben, daß-auch von Lehrern und Lehramts-Candidaten aus unserer 'Nachbarprovinz Schlesien auf die hiesigenmeist soschlecht: dotirten Stellen stark- -reflectirt - worden/ Diese Erscheinung hört aber auf eine/auffal^ l e nd e zu sein und gewinnt vielmehr ein ganz natürliches 'Aussehen,', wenn man erwägt, daß kein Lehrer verblendet genüg sein kann, um nicht einzusehen, wie' der ein e Vorzug, - den die hiesigen Lehrerposten vor allen andern bieten, nämlich: die ,-definitive Anstellung",? allzu großen Werth Habe, um nicht auch dem „besten Einkommen" vorangesetzt: zu werden^ — Wenn übrigens - die Gemeinden der andern Provinzen nicht bald die — leider! noch bei den meisten von ihnen vorherrschende hirrige Ansicht aufgeben: „es sei für Gemeinde und Schulebesser, den L eh r er auf Zeit als fest anzuftellen", — so dürften/sie die obengemeldete Erscheinung wohl bald häufiger sich wieder hol e n .sehen, zumal wenn erst die bereits begonnene Verbesserung der hiesigen-Lehrerstellen noch, weiter Platz greifen und — was bis jetzt noch nicht geschehen — auch in unfern g r ö ß e r n Gemeinden Nachahmung finden sollte. — i"-,:// -/; In Jnowraclaw ist der.ehemalige großherzoglich - mecklenburgische Landesrabbiner vr. Lüpschütz zum Nachfolger des in der talmudischen Welt so hochberühmten Rabbi Joseph Spiro gewählt worden. Wie -wir hören-, soll dies nun bereits zum zweiten Mal geschehen fein. DaS erste Mal hätte vr. L. selbst — aus gewissen Gründen — die Wahl ab gelehnt, und jetzt, wo er sie annehmen wolle, sagt man— sei es die betreffende Behörde, welche die Bestätigüng der Wahl verweigere.— Ein in derselben Gemeinde vor nicht langer'Zeit aufgenommener Cantor wurde Seitens des Vorstandes mit einer ansehnlichen Geldentschädigung seines Amtes wieder entbunden , weil zu befürchten stand, daß .sein Verbleiben in demselben die Kluft zwischen den dortigen Parteiennur noch größer und tiefer machen würde. — In der Gemeinde Krotoszyn ist durch deren neuen Rabbinen, Herrn.vr. Joel, die ö ff ent liche Eon firm atio n eingeführt. Die dastge Schulehat in Herrn Lehrer Cohn aus