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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-08-15 · Heft 34 (15.8.1859) · p. Seite 495

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 34 (15.8.1859)
Date
1859-08-15
Page
Seite 495 (sequence 11)
Language
German
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thnrnliche VerhLMriß fei fe&ttfieff: Mcht eS nothwendig, daß in dieser Schule vier Sprachen gelehrt werden- -ohne daß eine gangbaren mödttUen Sprachen darunter ist. Denn außer der deutschen Und hebräischen Sprache, bei welcher letzteren auch die jüdische Cur-rentschrift und die rabbinische Schrift gelehrt werden, wird auch noch die polnische Sprache grammatikalisch und das Lesen und Schreiben des Rüthenischen gekehrt, so daß in der untersten Lichrcläjse 23, in der folgenden 29, in der dritten m der höchsten 33 Lehrstunden wöchentlich ertheilt werden.» Der im vorigen Jahre entworfene und auch in diesem Blatte besprochene Plan zUm Ausbau eines eigenes Schülhttüfts ist b'is jetzt vdtt Wt;'t Regierung noch nicht bestätigt, worden. Die Zinsen der Mayer. Kallir'schen Stiftung würden in diesem Jahre zum ersten Male zur Unterstützung eines Knaben, der die Schule mit gMni-Grfo^e zurückgelegt und das Schlösserhandwerk in Wien erlernt, verwenhet. Aus dem Schulklnderbekleidungsfond würden für 434 Fl. Kleidungsstücke an arme Kinder gereicht. Der Fond beträgt gegenwärtig 3000 Fl. Zur Beschaffung der nöthigkn Armenbüchtr würden 56 Fl. füt 76 akmt Kinder verausgabt. Eine besonders lobenswerte Einrichtung ist aber, daß, da der Gesangunterricht sich auch auf Synagogalgesange erstreckt, und diese eine weitere Anwendung noch nicht finden konnten, während der Dauer deS Schuljahres an Säbbathüüd Festtagen det übliche Gottesdienst mit der männlichen Schuljugend mit Choralgesang in den Schulräumen abgehalten wurde. Trotz der Mangelhaftigkeit des Raumes ist der Zudrang älterer Personen'schon sehr groß und es erstießen 'fortwährend Spenden,' um den Raum mit angemessenen Zierrathen zu versehen. Mögen fortan alle störenden Einflüsse und Ereignisse aufhören, um den schönen Stamm zu immer weiterer Festigung und immer größerm Wlachsthmn fich ausbrerteü find öthebeU zu lassen! Rußland. Ddsffa, 25/ Juli. (Privälnntth.) ' Bür. elnigck WgÄ vMicß der 'Minister M' Holk^aüMtung d- Aowälewski Erceklenz unsere Stadt»-uaHdöm-ex fast drei .Wochen fich bei -uns. aufgchaltem - u DetMe Muchte auch alle Mischen Schulen, so-' wohl die'KröWM M Mch die Talmud-Thora, 49S so wie fast alle Mischen unter Aussicht der Reglet rUng stehendM ChevariW^ Üdd Käb überall Mtd die gute EiNrichtMg sowohl - als - auch Met M Fortschritte der Schüler im Allgemeinen fein WohlgefM len zu erkeiitten , obgleich hinsichtlich des U-ikerrichÄ noch Manches p wünschen übrig bleibt. EvMstß ab Mit der VollkommenstenZufriedenheit ' üfib ttähm die beste Meinung über die Bildung des hieWn -jÜ-i difchm 'Publikums mitt Am Schluffe W Schüljähres sänd <dMüak Äirde Juni) der übliche feierliche Act der vereinigten"Met GymnLsien im Beisein des 'Ministers des/LWntUchen Unterrichts statt, -bei welchem^ Me gewöhnlich^.Prämien und Belobigungen an die steißigen Schüler mx* theilt wurden. Diesmal jedoch waren. es -zu Unserer Freude meistens^ Israeliten- Me Prämien erhielten/ Bei dieser Feierptodücirten -sich' auch Mi Schür ler aus dem Piano.- Der eine vom erstM Ähfimafiuitt ist der Sohn vorNehüler ch'tiMcheb ElteM üNddekW dere vom zweiten Gymnasium, ist ein Israelis der talentvolle Pianist Joseph Lewensohnein- Verwandter des rühmlichst bekannten Gelehrten J^B. Höiveusohn^ er spielte vortrefflich und hatte großen Beifall/ In Angelegenheit des jüdischen Schulwesens hietzr selbst erschien vor Kurzem folgenderaÄerhöchste Br? fehl, den ich Ihnen hier wörtlich wiedevgebe. Se. Majestät der Kaiser hat am 4. Mai V. & auf Grund der Bestimmung des Comktes Übel drd Organisation der Juden allerhöchst zü befthleN steiüht: 1) Der Unterricht der Kinder Mischer ÄaMüte UNd Ehrenbürger in allgemeinen KroNslehränstatten und, wo solche fehlen sollten, in jüdischen Äronsschülen, wird als obligatorisch eMkt; bäbel wird Len Juden auf deren Wunsch erlaubt , auf eigene Unkosten bei den Gymnasien und andern Lehranstalten Prä^ sionen für ihre Kinder zu -errichten. 2) Es wird den Juden überlassen, die KinM kü ihren ReligionSgesetzon .nach eigenem -Willen. in Schulen oder bei Privatlehvern unterrichten -zu lassen; da» bei wird der Häusliche Unterricht bei den btSher bestehenden Gesetzen-gelaffen. . / / /? -;; .3). Dm Melamdim (Hauslehrern), wvlchtz MrMschölten und durch keinen Fanatismus bemerklich M worden sind, werden jährliche Zeugnisse nach wie vor herausgegeben auf Grund der vom vorigen Minister der Volksaufklärung Grafen Uwarow eingeführten 34**

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