Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 33 (8.8.1859)
- Date
- 1859-08-08
- Page
- Seite 476 (sequence 8)
- Language
- German
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Und wandert Wog' und Welle rastlos fort, - ' GehörchendewigemNaturgesetz: ^; Es bleibt , das Bild der Stätte, die er grüßt,- In allerfernste Zeit' unwandelbar. ,.s; v .. Du würdiger Mann bist jenem Strome gleich: - Wo Dir vom Munde fioß dys -heilige WM, ^D,a,;h:reitete:,M.racher,,Hegen MgS,;,j>: . ..j *. jUnp Friede überkam-.der Maub'gen Schagr.^.. Huf i als. .Lehrer, 7,der mit Mildem Mnst > - , Sich widmete derJugend zartem Ohr, - , Sah hin der Eltern Kerz: vertrauensvoll,) , Wie nach.dem .Compaß. steht des Schiffertzf.Hlick. Und ziehst!-Du fort/ fei wieder gleich dem'Ströme: ' Bewahr' in Deiner edlen Seele Grund -- Erinnrüng! Denen, die als Mensch, als' Freund, Als Lehrer Dich hoch achten immerdar. Herr Dr. Weisel, sichtlich ergriffen, antwortete, daß ihm daS Ehrengeschenk an sich selbst schon von unendlichem Werthe sei, daß dieses aber durch die ehrenwerthen Ueberreicher noch gesteigert würde, so wie dadurch, daß die OpferwiÜigkeit seiner. Freunde ihm dasselbe aus freiem Antriebe dargebracht, und daß es ihm endlich.dadurch,noch'theürer sei, daß es ihm ein.Prognosiikön für seine aMtliche Zukunft enthielte,, in, welche er den redlichen^ Willen und dieselbe thätige Kraft.Mft-.. nehme, welche, ihm Hier geholfensich..die. Liebe j^inex Gemeinde Änd hie Achtung seiner. Mitbürger zu er-, werden, und andere so ergreifendeWorte, daß das Andenken an dieselben in uns Allen in froher, ernster Erinnerung fortleben, an ihn selbst aber bis.in. die fernste Zeitlebenssrisch erhalten bleiben wird^. . . . .. Seinen Abgang aus hiesigem Orte bedauern außer seinen persönlichen. Freunden die Synagogengemeinde, deren Führer, die Schule, deren. Leiter, verschiedene Vereine und Institute, deren Schöpfer er gewesen ist. Mochte sein Leben und Wirken;auch an der Donau, wohin er nunmehr gereist, die wohlverdiente Anerkennung und Würdigung finden, möchten alle unsere Wünscheso wie die aller Derer -in Ecfüllüng gehen, denen er in allen Lagen und Verhältnissen ein theilnetzmender und väterlicher Freund gewesen ist, so wird seinem Glück nichts fehlen/ däs wir ihm hiermit von ganzem Herzen, wünschen. X Y. Z.v Berlin, im Jrili.7 .^Der. „Mn. Ztg.^. wird von hier geschrieben;/,,V^r eMa^sechS Jahpffl wurhp Me »V« vorangegangene Veröffentlichung bekanntlich die Einrichtung getroffen,- für.,/Nich t-Ch risten " besondere O r denß - Decoxatianen einzuführen , und. zwar wurde statt des Kreuzes eine Sonne eingeführt. Jene ' besondere „Dekoration für Nicht-Christen" ist neuer-! dingsj fast so gut wie abgeschafft worden, da eS den i damit.Beliehenen. nunmehr freisteht, sich die-allgemein j übliche oder die besondere zu wählen, während bis da- \ hch ^z. B. den- Juden und.Mohamedanern die b'eftn- / j dere Dekoration bei der Verleihung -zugesandt wurde."- \ . Berlin, im Juli. - (Privatmitth.) Vor Kurzem; feierte die JudenmissionSgesellschast allhier wieder ihr! JahreSfest. Die „Kreuzzeitung" gab; einen ausführlichen Bericht. Der Missionsprediger Krüger hielt i daS Referat. Derselbe mußte einige Punkte zugeste- : hen, nämlich daß die Bildung unter den.Juden ganz ungewöhnlich wachse, und daß ein neues Leben, die - Kenntniß der h. Schrift durch Synagoge, Schule und! Literatur unter sich zu verbreiten, in ihnen erwacht fei; ferner daß bis jetzt die Zahl der Bekehrungen in Abnahme gewesen, obschon er die Hoffnung ausspricht, -daß dies in Zukunft nicht mehr der Fall fein, und da^! die Christen mehr Geld zur Unterstützung der bekehr- - tfn Juden hergeben werden. Die Gesellschaft habe!im vorigen Jahre sechs Juden / getauft. Zwei Wahrnehmungen. macht jedoch. derMisstonsprediger- - welche nicht zu übersehen sind. Man weiß, daß man auch von seinen Feinden lernt. Nämlich: „daß bei den Juden die schroffe Feindseligkeit gegen die Convertiten abgenommen." Diese Beobachtung, mag nicht falsch sein. < Nun sind wir weit entfernt, den Haß und Zwiespalt unter den Menschen zu predigen; aber nichts desto weniger muß es darum dem jüdischen Lehrer Pflicht sein, immer wieder daran zu erinnern, daß der Jude, der -von seiner Religion abfällt, in Wahrheit jedes Band mit seinen Stammes- und Glaubensgenossen zu zerreißen nicht Anstand genommendaß in seinem Uebertritt eine absichtliche und bewußte. Verläugnung alles Dessen liegt, was uns heilig ist, und daß daher allerdings jeder intime Umgang mit ihm abgebrochen oder vermieden werden muß. Zweitens sagte der Misstonsprediger: „Große Aufmerksamkeit verdient die jüngere Generation, deren Erziehung sie vom Judenthume immer mehr entfernt." . Daß hierin viel. Wahres, liegt, ist keine Frage, besonders hinsichtlichgroßer Städtei Die - deshalb immer mehr - gestifteten Religionsschulen