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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-08-08 · Heft 33 (8.8.1859) · p. Seite 470

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 33 (8.8.1859)
Date
1859-08-08
Page
Seite 470 (sequence 2)
Language
German
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470 And hin und wieder mit einem heißen Eisen mürbe machen, aber, wenn sich ein Nigrer wirklich gegen ^ich setzt,- da hiirtx^s Aßsß.'aßs;>dch lange ich'.Mkln.Nistol .ßgg schieße. 'WM ^N-V-chHdt,z.,Wi^»<H W^e etzzigtArt, n,ie. man mit dem Halunken fertig werden kann. — Und manche von den Zuhörern nicken mit weisem Einverständniß ihren Beifall zu dieser bestialischen Aeußerung." Und djch ^esMeht; ivWleutz ^anp^ MS^fi^ivorzugsweise das Land der Freiheit zu sein rühmt! Wenn dies nicht,dgs Heidenthum vom reinsten Wasser ist, so fehlt uns freilich - jedM UMM'HierüSM-e-Mt- < fitive Religion, wie sie in der mosaischen Urkunde begründet ist, will die Sklaverei in einen sechsjährigen Wiethlingsdienst verwandelt haben! Die positive Religion, wie fieindermosaifchenUrkunde begründetist^will, daß der Sklave eben so wie der ganz Freie unter uem Gesetze stehe, und daß er für jede Körperverletzung, z. B. das Ausschlagen eines Zahnes, ohne Lösegeld frei ausgehe! So lange also das Gegentheil in civilisirten Ländern geduldet wird, stecken.dieft rzoch mitten ,im Heideythume, und werden heidnisch bleiben, so lange diese Uebelstände, diese Unmenschlichkeiten nicht mit der Wurzel, ausgerpttet worden. Welche Gottestempel sich auch in solchen Ländern, erheben, welche Gebete , auch, an ,den Himmel gerichtet, werdendiese Länder sind heidnisch, denn nicht., auf das Wort kommt,es ansondern guf die. That, wie Jesajas sagt (1, 15—17,) : „Und so, ihr aushrezjet eure Hände, verhülle.jch meine Augen vor euchauch so,.ihr mehret Gebet, ich: höre nicht: eure Hände sind voll Blpte.s. Maschetj,euch,u reinigt euch, schafft das Böse eurer, Merke aus meinen Augen hinweg, höret auf zu frepeln■ lernet, gut thun, sucher Recht,; stellt den > Unterdrückten her,. Hasst der Waise, Recht, führt, der Wittwtz Streit." —', .. ’ ■ - II. ■■ ' ' Zu dem eben beendigten Kriege hat der Kaiser der Franzosen seine Turcos, das find algier'sche Eingeborene, nach Italien herüber kommen lassen. Es find dies fast ohne Ausnahme Räuber und Mörder, so daß der Marschall Pelisfier oft zu Dutzenden diese mohamedanischen Hyänen hat erschießen lassen, und die höher Gebildeten unter den französischen Regimentern keinen derselben in ihrer Nähe dulden. Ihren Weg aus dem Innern Algeriens bis zum Einschiffungsplutze bezeichneten diese Turcos' durch Mord und Raub an den Juden in allen algier'schen Städten, in 'Tlemzen, Oran, Algier, so daß sie nur durch Militärgewält und zuletzt, daß sie ausserhalb der Städte gelagert wurden, von allgemeinen Metzeleien zurüchgehalten Werden konnten. v ^Vc^MsLen brächte Jefferiige| Manss, wacher im . Ranker^ de^ Clmlisatipy vaeffOalreN^ zw! kommen horgab, über die civilisirten Länder! Wie die Schlangen im Grase schlichen sie über die Schlachtfelder, sprangen mit einem Entsetzen erregenden Geheul plötzlich auf ihre Gegner los, und kämpsM nicht NüS MitE^rssümAPÄatagan und Dolch, sondern auch mit den Zähnen, womit sie ihren Gegnern die gefährlichsten Bißwunden beibrachten, so daß dtz 'ÄMWichischenLSpitalärzte über diese unerhörten, in den modernen Kriegen nie dagewesenen Erscheinungen entsetzt waren... Wenn Solches unter civilisirten Völkern geschieht, kann man dieses Verfahren anders als heidnisch bezeichnen, und muß man nicht eingestehen, daß die Religion auch in Europa erst zu einem kleinen Theile ihre Aufgabe gelöst hat? III. Wir lesen so eben in HansWachenhusen's „Ta-, gebuch des Kriegsschauplatzes" einige. Schllderungen/seiner Kriegseindrücke, die uns um so mehr überraschten, als der Grundton in denselben ganz mit dem übereinstimmt, welchen wir erst wieder im Leitärtikek her vorigen Nummer anschlugen. Wir heben hier einige Sätze hervor. ■ . . , , , . . „Es ist ein erschütternder Anblick, diese Regimenter in den Kamps ziehen zu sehen, in einen Kampf aufs Messer, wie er hier geführt witvi in -eine"'Schlächterei! Das Herz, das die Ergebenheit in ihr Schicksal, die Entschlossenheit, mitn welcher, sie sich! demselben unterwerfen, bewundert, vermag sich einer, gewissen Wehmuth, nicht zu erwehren, denn in wenigen Stünden vielleicht ist das Auge schon gebrochen, das jetzt noch sso trotzig in die Welt schaut, und die stolze Brigade ein Leichenhaufen! „Meine Nerven find ziemlich abgestumpft und mein Gemüth versagt oft selbst drastischen Mitteln jede Reaktion, aber dieses Schauspiel hier ist erschütternd. Die ganze Situation versetzt uns hier zuweilen in einen sieberhaften Zustand, in eine geistige Verstimmung, deren Anlaß nur diese Wirkung auf das Nervensystem ist. „Oft, wenn ich mir auf Augenblicke in . diesem kriegerischen Wirrwarr allein überlassen bin, drängt sich mir unwillkürlich ein Fluch, auf die Lippen, ein stummer Herzensschrei gegen den Frevel,, mit welchem man hier Hunderttausende von Gottes edelsten Geschöpfen zurHchlacht-»

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