Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 30 (18.7.1859)
- Date
- 1859-07-18
- Page
- Seite 436 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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436 K8SS,-r«n-/.'fie Ersteht immer noch: ald.^ein Muster der L'-Ki-k, Beredtsamkeit und Mäßigung. ^Studien", die erüber die intcllectüelle Thätigkeit der spanifch-arnbischen Juden veröffentlichte/ ' hatten Ebenfalls einen großen Erfolg ünd -' laffen' bedauern, daß ein Mann, der so schön ddnkt und schreibt, die Literatur nicht .zu seiner'HuMch1iWewiBffchLfMüttgilMcht^< - ui. Die Schweiz. Ober-Endingeu, 4. Juli. (Privatmitth^) In Baden im Aargau haben die Juden nun sich förmlich zu einem Cultusvereine verbunden und hierfür ein Statut entworfen, das sie von dem hohen. Regierungsrathe sanctioniren lassen und ihren Vorstand und Secretär gewählt. Die Religionölehrerstelle daselbst, mit welcher auch daS Cantoramt verbunden ist, wird in nächster Zeit - im Amtsblatte und in her' Zeitung des Judenthums ausgeschrieben werden. Besoldung ZY0 Fr. Im eidsgestössischen Dienste stehen an der italieninischen Grenze 22 Juden von Endingen und Hengnau. Darunter ein Divisionsfähndrich, ein Oberlieutenant und mehrereGraduirte. Die israelitische Gemeinde Endingen zahlt den im Felde stehenden Soldaten aus ihrer Mitte täglich 40 Centimes^----12 gc. Soldzulage. . Unlängst - machte .ein aargauisches Blatt, „Freie Presse", seine hämische Bemerkung darüber, daß der Bundesrath eine auswärtige Angelegen Heid durch einen Israeliten in Chaur-de-sonds besorgen ließ. Das Äarauer Tageblatt rügt -dieses Benehmen der „Fr. Presse", und bemerkt hierzu, daß der Bundesrath schon noch einmal eine Angelegenheit im Auslande durch einen aargauischen Juden besorgen ließ und es nicht zu bereuen habe.—! Beim jüngsten Schwurgerichte in Aarau war ein Jude Mitglied. — Unrichtig wurde unlängst von Genf auS berichtet, daß es zwei Rabhinate in ,der Schweiz gebe, sondern wir haben deren drei: Gens, Lengnau und Endingen. Letzteres ist noch immex vacantt Und das kommt daher, weil einige Wenige aus unserer Gemeinde sich bemühten, einen Mann von altem Style an die Stelle zu bringen,.was;ihnen schwerlich gelingen wird,-da sowohl-Gesetz als Behörde/ so wie die Gemeinde hierfür wenig - geneigt stnd., Letztere nhat sogar die Absicht, einem Rabbiner, dessen Wirken ihren Beifall erhalten, wird, den Gehalt um ein Bedeutendes zu erhöhen. Unser künftiger Rabbiner darf nur seinen Obliegenheiten/ dir feine andern find als diejenigen, die. eiu-Seelso.cger,/der.Bemf.fühlt,, tzon selber (erfüllt, Nachkommen,, so erwirbt er sich chie Zunxigunguder Gemeinde und der Regierung, so wir des weitern Publikums und verschafft sich -somit, eine gute Stellung-sowohl , in - Moralischer als mateviellerDezichupg, dn.e^ nem solchen djeviÄeü! zexstreutenMeMöLnden der Schweiz zmntüraßon^Lh'Like,zustllrn werdenui>\ ntmiu, M.>G.DrersuS- YchröQ- < "; ©cfrfrebei''Xl, MockhoW, 29. Juyiu (Privatmitth:) Rächdemb^ reits mehr denn anderthalb Jahre verflossen/- seitdem -unser:.-unvergeßlicher , . für Gatt und seinchejligeS Wort wahrhaft, beseelter Rabbmervr. Seligmann -in daS Reich der Ewigkeit hinübergetreten, unh die alle Wenden heilende Zeit auch uns Trost für den herben Verlust-gespendet,. ist.das. Rabbinevamt von dem Herrn vn.L. Lewysohn.Es.Mo.rms wieder besetzt worden: - Letzterer .langte hier am/26.! vovgenMmmts'.anmntrwnrde!auss Herzlichste empfangen von den:Gemeindevorsteherniso wie von mehreren Freunden, .die -er bei seinem vorjährigen., in Folge seiner Berufung zumProbepredigen weranlaßten kurzen Aufenthalte Hierselbst, durch seLnengewinnende Persönlichkeit erworben. fr /u; Dr. Lewysohn hielt seine Antrittsrede am rrw2 <s.p"w über den Tert aus Zacharias ivviv.oibv worin der Redner tveffticher Weise und mit gewandterBeredtfamkeit hie-Wuchrheit, das Recht und den Fried en als hie untrüglichsten Mittel Gezeichnete > deren stch Lehrex und- Gemeinde! bedienen -müssen/ um neben und mit einander .Ersprießliches wirkest und schaffen zu können. - . : -A; j .Die wissenschaftliche Tüchtigkeit, dje-Hevv Vrrchek wyso.hn durch seine.gediegenen Arbeiten in den Gebieten der jüdischen Culturgeschichte und Altevthumskunde bethätigt, so wie sein rednerisches-Talent sind mächtige Hebel zur Förderung religiösen Fortschrittes, als dessenaufrichtiger Anhänger Herr vr. Lewysohn sich kundgegeben. In der Schwesterg^meinde Gpthenburg erfreuen sich die religiösen Zustände des besten Gedeihens. Zur Hebung und Erhaltung.derselben hat daS bereyleMort und amtliche Wirkendes Rabbiners vr. Wokff bedeutend beigetragen. Jhch zur Seite steht der dortige! Lehrer-und zweite Prediger Nsg. Heuriques, -der-durch seine Begabung als Redner/ so wie durch seine tüchtige BdrufSthätigleit in,Beziehung desSchulunterrichts densö-rdernden Bestrebungen der-Gemeinde eine-'kräftige Stütze ist.