Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 30 (18.7.1859)
- Date
- 1859-07-18
- Page
- Seite 430 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/3224737-3226147-3226178--17859-3246793- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
yoy der hier herrschenden! gegenseistgey. Mtstng' der Constsfionen und davon, -daß die zelotische Hlg-itation der jüngsten Zeit doch hier keinen Botzen. gewinnen kann. Die vom Rabbiner im ächten Geist der Demuthder Duldsamkeit, der Gleichberechtigung aller Menschen vor Gott und darum der Nächstenliebe gehaltene Rede verdient besonders hervyrgehoben zu werden und dürste, manchem.christlichen Zeloten Mm Muster dienen. DaS Schlußgehet für Gedeihen des religiösen , Lebens in cher Gemeinde, für dgS Vaterland und die Vaterstadt, so wie den Landesherxn hat gewiß Mer Herzen bewegt. Preußen. Besgapd, .2.6. Auni> Hirzterpommern regt sich^ aber/ nur -ruhig: ech sind nur 13 Manm Die „National-Zeitung" theilt ein Ministerialrescript anden Oberpräsidenten von Pommern mit, in welchem dieser aufgefordert.wird, die sich in Hinstrpommern bilden wolkriden sogenannten --cönstivaMn Vereine" den Bestimmungen des BereinSgefetzeS zufolge polizeilich zu überwachen, und namentlich die Verbindung unter einander nicht zu dulden. Diesem entgegen haben 13 Männer eine Aufforderung solcher „conftrvativen Vereine" erlassen, worin ste als Motive die Verhandlungen deS Abgeordnetenhauses über die Zulassung der Juden zu allen Staatsämtern, so Wie zu den Kreistagen A s. waufgeführt werden, um alle dergleichen Gegenstände gemeinsam zu beimpfen. In dem Programme heißt eS: „6) Anstrebung vollständiger Organisation der ganzen conservativen Partei im Staate, Verständigung über die obschwebeNden politischen usid socialen Fragen und Ermöglichung einer einhiitllchen Aktion ivie ' bei .den Wählen, so in Bezug auf die Gesammtentwickelung des Staates." Die „Natt-Ztg." fügt Hinzu: „Von den 13 Unterzeichnern heben Wir die bekannten Namen v: Arnim-Heinrichsdorf und v. Kleist-Retzow hervor^ welcher Letztere sich auf die Adresse des uns vorliegenden Exemplars als Absender nennU „Wir fragen: welcher Name kennzeichnet daS Verfahrest'erber Partei, welche uiriet den jetzigen Zeitverhältniffen, m festen die Regierung erwartet, daß Preußen und Deutschland sich, -einig um ihre Fahnej Maaren werden, Zwiespalt unter der Bevölkerung zu säen versucht,?. , ,Hbßr. Hest Partpi kennt. HMsi je die Stimme der Selbstsucht,^ dje, Pat.e^tzetz,^ ste nie gehört." — Wir ergreifen unsererseits die Gelegenheit, unser Publikum vor der Theilnahme und Förderung des in allen preußischen Zeitungen jetzt annoncirten preußis ch e n V o l k s bl a t t e s mit einem -/Neuen Preußischen Sonntagsblatte^ zu warnen. Dieses Blatt geht'vom bekannten Justizrath cu D. Wagener aussoll ein Ableger der Mreuzzeitung" sein^unddieselben! Tendenzen in-populärer Weist verfolgen, wenn nicht noch übertreiben. ----- Aus Schlesien- 24. Juni. (PrivatmittA) Am ersten Tage des letztverstoffenen Wochenfestesin den Nachmittagsstunden von 2 bis 5 Uhr/ -hat in r der Synagoge zu R y b n i k (OberschlH ein / sehr > feierlichem Act - stattgefunden. ES galt die' öffentliche Consirmi^ rung von 7 Mädchen durch ihren Lehrer, -den Ge^ meindeprediger Herrn vr. Fränkel, der nicht bloS die betreffende Religionsprüfung leitete, sondern diest auch, wie üblich, mit einem längern-religiösen Vortrage (diesmal über Deut. 30, 15.) begleitete, welcher — wie immer r— auch an diesem Tage seine tiefe Wirkung auf das zahlreich versammelte Publikum nicht verfehlte. Die Gesänge vor und nach der Confirmation wurden durch den Gemeindecantor Herrn Moses, — welchen eiü gemischter Männer- und Knabenchor kräftig unterstützt — präcis und wacker ausgeführt. Der ganze Act machte überhaupt den besten Eindruck. Nur müssen wir fragen: Warum werden in der genannten Gemeinde nur die Mad2 chen und nicht auch die K na b e n öffentlich - confirmirt? warum beschränkt Man sich noch immer. dÄrauf, die Letztern einzeln, jeden an dem nächsten Sabbath nach seinem dreizehnten Geburtstage in feinein elterlichen Haust vor einer geladenen Gesellschaft ,•> ein zusegn e n? " —• WaS die religiöse und'weltliche Bildung der israelitischen Schuljugend RybnikS überhäupt 'anlangt, so gebührt übrigens neben dem Schuldirigenten Herrn vr. Fränkel — auch seinem Collegen, Herrn Lehrer L ö w y, * das Verdienstzu deren Hebung und Förderung durch Eifer und gute Methode recht viel beizutragen. Der dasige Vorstand Mtzient. seinerftits die ÄneWünuH j sich der »Schule mit,. Harme. anzutzehmen. und^jedM Hedürfmffederselben aufs Schnellste abzuhrlstm