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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-06-06 · Heft 24 (6.6.1859) · p. Seite 350

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 24 (6.6.1859)
Date
1859-06-06
Page
Seite 350 (sequence 10)
Language
German
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hesuchtr' - Es wirken an derselben rvier^eitgetttaff gebildete Lehrer/ die sowohl 'Hinsichtlich ihres Änermüb-- lichen: Fleißes als ihres sittlichen -Betragens 'nichts!zü wünschen übrig lassen. u-? - / v - k ES werden' hier allmonatlich Schulrönferen'zen abgehalten. Die; -Angst abgehaltene^ Eönferenz erziilte ein sehr schönes Resultat: ES wurde Nämlich auf Anregung des' Herrn- Directörs die Ordniuist getrost fen, daß schon von gegenwartiger Semestral-Einschreibung an begonnenmKfernerstjedev Schüler zur Gründung einer'Schülkinder-Bibliothek 10 Lr. zu entrichten habe, und es Mfm: in Folge dessen bU gegenwattiger Einschreibung/15 Fl. O: W. zu diesem Zwecke ein/ mit welchen allsogleich das Grundsteinchen zur Bibliothek gelegt wurde: > Eduärd ZeiSler. CorrefponSen). Die Sam so n s schule in. Wolfenbüttel. ... (Schluß.) . . ■ . Das Gebäude, welches zur Pflanzschüle 'einer tüchtigen und kräftigen Generation' bestimmt istsoll sich durch - eine freie, gesunde Lage,' durch heitere Umgebung äüszeichneu, soll im Innern keine Pracht, keinen prahldMn-Glänz/ nur Reinlichkeit- Ordnung und das - GefüWdes freien, nicht durch enge/ düstere Räume beschränkten Athmens offenbaren. Diesen Anforderungen' entspricht 'unsere S am sö n s -' schule vollkommen. Sie liegt am Ende der Stadt/ nahe demHarzthore und den freundlichen Wallanlagen, nur gegen Osten an siemde Besitzungen stoßend/ sonst' auf keiner Seite beengt. Zwei: Gebäude schließen sich im Winkel an einander: das eine vorzugsweise für die Wohnung des Directors und für ökonomische Zwecke/ Vas andere zum eigent-' lichen Schulhause bestimmt. Unmittelbar an das Schul-' Haus nach Süden stößt der geräumige' Spiel- und Turnplatz, an der Westseite durch das Winter-Turnhaus begrenzt; dahinter der schattige Garten/ der wiederum mib einem-184 Fuß langen und 20 bis 60 Fuß breiten Hofe in Verbindung steht. 2m Souterrain des Hauses befinden sich Küche, Keller, Speise- und Vorrathskammer der Anstalt. Eine Hintertreppe fuhrt zu der Hausvater-Wohnung/ welche fast die eine Seite des eigentlichen ersten Stocks einnimmt. An sie schließt sich das Wasch- und:Badezimmer,' in welches durch, ein Pumpwerk das, Wasser, geleitet ist. Daran--der Speisesaal,- zwei Schulstuben; der Arbeitssaal und" das An-" l dächtximmer/''Das ivhere Sti> ck; wohin' eine beqsieme/ 'helle! Treppe Wrt/lÄHaK';E8iWdl'he^ hie Äarherobe/ drei i Schlafsäle' ^eine' Schülstühe, öäs Wdhn'zimÄed det Äinüben/ : zwei' Lehrer - mnd' zwei' Kratlkenstübenj''sämmtliche Räume \ hell und lästig in' emepHöhe'vön' 11 bis 14 Fuß. Dürch-; weg sind nur eiserne Bettstellen mit Seegrasmätratzen hnv ^wollenen Decken im Gebrauch. Zwei Lehrer schlafen.mit s bei-den Kmderm | ''' Wollten/ wir in gleicher Weise die i nn e r e Mnrichtung, die Haus- und Schulordnung schildern/ wir/würden ddn uns zügemessenen Raum weit Überschreit! sin *). Die-Samsdüsschüle ist fedem Besuches der mit; Rücksichtauf das noch 'in' der Entwickelung' begriffene Li-! ben urtheilen ^will, freundlich'st geöffnet. Sie hat än be-; scheidenem Selbstvertrauen gewennm durch die nachsichtige, \ herzlicheTheilncchme der Gäst^, welche die Erntv^i^h ung s - eier am 18. Zanüar' mit ihrer Gegenwaft Whrt haben. Wir geben' ein Bild dieser Feier in allgemeinen Umrissen. Die Eisinbähnzüge führten Gäste aus Berlin,' Han-; nover, Spesen und Btaunschwieigherbei/ -dir-'sich-nebst'dm! EingelaVenen aus 'hiesiger Stadt in den festlich mit Tan-' ' nengrün geschmückten Räumen versammelten.' Um 10 Uhr : Morgens würden ■ die Administtatbren der StrstünZ / die Herren! Mdiclnalräth^op^H^ C oh e n aus 'Hannover' und! Amt'm'ütttt G. Ä ä'c ö-b so w aus -Düttenstedt **) hon dem gtisauim'teW'SchüHersottM^MlH^mhfaÜtzesi/-'Dann''ertönte ' aus deni: AndächtssaaA ein Choral. " .' / - - - i Hierauf zogen Lehrer und Schüler in hien durch'Vereinigung ' des Mrbeitssaals' und' einer Schulclaffe 'gebilde- : ten großen Saäl, der mit den Bildern üiid Büsten meh- - rerer Wohlth'LM-der Anstalt rrttd mit JnschriftensindKtäNi zen geziert war!" Zur Erläuterung der Bilder' nüd Jnschrif- : ten ward! die schön gedruckte Stammtafel der S a in s o n : schm Familie andie' anwesenden-Gäste ***) derrheilk. | *) Die Darstellung - des. i n n e r n L e b en s d er S a m - : so n s schule behalte Ich? mir für eine spätere -^Zeit-wor. / i Der. dritte Administrator, Herr Dp.; ^Heinrich- ' S am so n -in. Berlin, war. leider durch Unwohlsein.verhindert, dem Feste beizuwohnen.. ‘ .; ...; ***) Unter diesen befand.sich der Seuior der Sa mso.n . schen Familie (Herr M eyedS am so n) aus Braunschweig,;der älteste Lehrer (Herr Cdnrictod Büchheister'hiersilb'st) und der -ältesteiZögling;)der Anstalt (HerrHr. Zunz' aUS Berlin). . Fast,alle in.,ofstcieller. oder collegialifcher Bezie-. hung zur S aMso n S schule stehenden Behörden-warm ver- ' treten, und Viele, die zu könimen verhindert gewesen/ hatten schriftlich ihre Theilnahine austzedrückt'. Ueber' 70 Perfönen mochten anwesend'siim -

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