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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-04-18 · Heft 17 (18.4.1859) · p. Seite 252

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 17 (18.4.1859)
Date
1859-04-18
Page
Seite 252 (sequence 12)
Language
German
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Möglichkeit deSiGelingeW ^dieser friedliche Mission in schuldlosen Herzen rege/zuMchenz: Wmsind-voll-? kckmmen. sicher, daß, sollte vielleicht irgendwo eine entgegengesetzte Ansicht sich geltend machen,:die- Weisheit undÄerechtigkeit unserer Regierung Andersgesinnte auf diese apostolische Straßeverweisen wird." /: irfrrv AiUchdie(i„Ma^ Ztg.^ meldet:),Es ist charakteristisch, .Paß trotzdem)das Gerücht sich erhält- undder Glaube verbreitet ist, die ultramontane Partei habe eS nicht aufgegeben, die Sache durchzusetzen." - Dtz ^A.: E Z." schreibt auch.:= Ein Wiener Cörrespondent.deS^ „Frankfurter Aktionär" erwähnt den „UebeWnd."-. Aaß^ -bei. uns Mn -Israeliten: nach immer der! Besitz voW «Grund undl Boden verweigert wird, und-/setzt, hinzu: In Ungarn . gab es. vor 1848 mit einzelnen Äusnahmen kein Ghetto, und die Juden, kauften l Häuser z Niemandem fiel es ein, daS wohlverbriefte Rechten bestreiken. Jetzt aber ist in Großwardein und Karoly der Fall leingetreten, daßdie Behörde die Erben von ffolchen Häusern nicht! Besitz. ergreifen lassen will, und den zwangsweisen Verkauf binnen drei Monaten angeordnet hat., Großbritannien. - London,; im Februar. Das Jew. Chron. berichtet, daß eine Deputation sich zu dem Oberrabbinev Dr. Adler'begeben, um ihm den wachsenden religiösen JndifferentiSmus und! die Verminderung deS Besuches der Gotteshäuser nachdrücklich bemerkbar zu machen, und die Ursache in.der veralteten Uebung des Gottesdienstes nachzuweisen. Sie verlangtedeshalbeine Veränderung des Cultus, in Uebereinstimmung mit der, welche in andern israelitischen Tempeln bereits getroffen worden. Von der Antwort des Dr. Adler verlautet noch nichts. Rußland. Pariö, im Aprill Die Arch. isr. de Fr. theilen mit: Dr. Ludwig Hirschfeld, vordem Chef der Klinik im Hotel -Dien von Paris, Verfasser eines als klassischbetrachteten Werkes über das Nervensystem, äst so eben i zum Professor der Anatomie bei der kaiserlichen: Akademie in Warschau/ zum StaqtSrath-und zum Adel IV. Elaffe erhoben wordene Diese Ernennung wird in der Geschichte der russischen JudenEpoche machen/ da bis ^jetzt ihnen der Zugang zu allen öffentlichen Aemtern verschlossen war. Die gedachte Stellung-. wurdeAemj Dr. - Hirsch feld. vor einigen Monaten mih der Bedeutung angeboten ^daßjede ^Person: von solchen Beamtungen der griechischen Religion ängehören müsse. Ar. Hitschfeld^ wies dasAmtmnter diesen Bedingungen ab. - DerKaiftrlwurde von dieser Weigerung^ unterrichtet, sol^wie vEdem einstimmigen Gesuchen der- Universität von Warschau um, Berufung diesis Mannes/)und chefahtz daß ^dieses Hinderniß behoben .und Dr. Hirsch feld. auch) als. Jude!zu dieser Stelle berufen werden sollte.. Dr. Hirschfeld verläßt Paris im nächsten Monat. Brüssel, im Februar. Man liest im Nord: Da wir einmal .beim Capitel von den Kirchen sind, erlauben Sie mir, Ihnen von.einem Gerücht Erwähnung zu thun, das hier seit Einiger Zeit im'Umlauf ist und jeden Tag mehr an Sicherheit zunimmt. Ich will von dem Bau einer israelitischen Synagoge zu St. Petersburg sprechen, und man bezeichnet sogar das Haus, das dazu bestimmt ist, zu einer Synagoge umgewandelt zu werden.. Man erzähltnamentlich, daß dieses das Haus des Grafen Steinbok-Fermor ist, in welchem sich dir Passage befindet, welche die Perspective Nevski mit. der Straße Jtälianskaia verbindet., Sie' wissen, daß bis jetzt der Aufenthalt in St. Petersburg und die Einschreibung in die Gilden den Israeliten verwehrt warz die Nachricht, die ich Ihnen hier gebe, ist also die Vorläuferin davon, daß wir am Vorabend, einer Mopisication in diesem Reglement stehen.*) 'Ich kann Ihnen in der That bestätigen, und ich halte die Sache aus sicherer Quelle fließend, daß über die Abschaffung der strengen Paragraphen unsrer, die Israeliten betreffenden Gesetzgebung in diesem Augenblick sehr lebhaft in den officiellen Kreisen verhandelt wird. Man behauptet mehr noch, daß die Frage.alle Chancen hat, ineinem der Gerechtigkeit und Humanität entsprechenden Sinne gelöst zu werden. Alle diese verjährten Gesetze, welche den. jüdischen Stamm in Rußland mit einer ungerechten Ausschließung bedrückten, werden also-bald verschwinden, und es ist mindestens zu hoffen erlaubt. Was die Genauigkeit dieser Gerüchte zu bestätigen scheint, ist, daß die Jsraelitenfrage jetzt an der Tagesordnung in unsrer Presse ist. Die (russische) Petersburger Zeitung brachte noch .*) Daß sich diesseitdem verwirklicht hat, - haben wir in No. 15. aus Odessa gemeldet. Red act.

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