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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-04-18 · Heft 17 (18.4.1859) · p. Seite 249

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 17 (18.4.1859)
Date
1859-04-18
Page
Seite 249 (sequence 9)
Language
German
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349 die Wissenschaftlrchen Arbeiten desselben -auf dem Ge-, biete derPädagogik, nachdemdiesederPrüfungdes Herrn Prälaten w. Hauber unterlegen.^) Preußen. . Berlin> 3. .April. Sitzung des Abgeordnetenhauses - vorn 2. April. - In einer andern Petition führt.der Vorstand der Synagogengemeinde zu Schwetz in Westpreußen Beschwerde, daß' die den Judenzugestandenen verfüffungsmäßigen Rechte nicht zur Geltung-gebracht werden, und beantragt in Folge eines Judicats des Obertribunals zu dem Art. 12. der Werft einen Zusatz hinzufügen zu wollen, nach welchem alle, älteren Specialgesetze-außer Kraft gesetzt werden, damit die Juden die im Art. 12.- verbürgten Rechte wiedererlangen. Die Commisston schlägt vor, über diesen Antrag zur'Tagesordnung überzugehen und empfiehlt zugleich, die Petition als ferneres Material der Staatsregierung zu überweisen.— Abg. v. Vincke (Hagen) zeigt an- - daß'die Petitions - Commisston beschlossen habebei allen denjenigen Petitionenderen Grundlagen bereits früher erörtert sind, 'den Antrag zu stellen - die Angelegenheit als erledigt anzüsehen. Diesen Antrag stellt er auch hier.r—Abg. Gloeck-' n e r beantragt, über die Petition zur Tagesordnung überzugehen, event. sie der Regierung zur Erwägung zu übergeben. Er habe das lebhafteste Bedenken dagegen, Juden- Richter werden zu lassen. - Bei allen Gerichten feien besondere Schwurzimmer; darin stände auf einem Tische ein Crücifir. Wenn nun ein Christ in einem solchen Zimmer vor einem jüdischen' Richter vereidigt würde, fo: sei das sowohl für den Christen als für den jüdischen Richter verletzend; dann könne der: Jude überhaupt keine christlichen ReligiönShandlungen vornehmen; der Eid/sei eine Religionshandlüng. Man habe nun auch vorgeschlagen, die Eidesform zu ändern; er sei aber für Beibehaltung des confessionellen Eides;. Millionen christlicher Preußen würden in ihrem Gewissen verletzt werden, wenn man jüdische Richter anstelle (Bravo links). — Abg. Simson: Das Haus sei gewiß mit ihin einverstanden, dass es über Wunsch mit speeiellen Petitionen beschäftigt -n. *). Wir bemerken ausdrücklich, daß uns diese Nachricht nicht durch unfern gewöhnlichen württemb. -Correspondenten, aber aus authentischer Quelle zugekommen. R e d a c t. worden, an die sich DiScufstönLn der tiefgreifendsten Art ^knüpften. Diese Betrachtung hätteodenBorved- ' ner/ zehn Mal veranlassen müssen/-^ zehrrMaft nicht ein Mal — lzu erwägen, ob es ihm -freistehe, daS HauS durch seine. Argumente, die sich wahrlich nicht, durch ■ Neuheit auszeichneten (Heiterkeit),: nach 1zehn Tagennachdem eine gründliche und erschöpfende Discusston stattgefunden, das HauS wieder in dieselbe Sache, hineinzuziehen. Er wolle' dieses. Beispiel des Muthes nicht nachahmen und die Discusston nichtwiederaufnehmen. Dem Haufe bleibe nichts Anderes, übrigals die Sache durch die. frühere Discusston erledigt anzusehen (Bravo). — Abg. v. Malinckrodt: Da das Petitum um gesetzliche Regulitungder ANgelegen- . heit von der Commission für nicht begründet erachtet worden, so hätte auch die Tagesordnung über die ganze Petition vorgeschlagen werden. müssen. / Er stimme deshalb für die.Tagesordnung^ Mg^ v^ Vincke (Hagen) hält es für gleichgültig,:ob über:die Petition zur. Tagesordnung übergegangen öder der Commisstonsantrag angenommen werde, :fca der Er-; folg derselbe sein werde. Die vorliegende. 'Petition stimme in ihrer Begründung: völlig mit der des Rabbiners Sutro. überein^ . Die Commission hatte -ihren Antrag gestellt, als über die genannte Petition noch nicht Beschluß. gesüßt -war. Abg./v. Prittwitz ' beantragt über den Antrag auf Tagesordnung namentliche Abstimmung ohne, genügende Unterstützung. Abg. Osterrath :. Wenn das Haus Tagesordnung beschließe, werde -dadurch nur. ausgesprochen, daß man einen Nachtrag zur. Werft- Urkunde. mchti beschließen wolle. — Die Discusston wird geschloffen. Der Antrag auf Tagesordnung wird abgelehnt, ebeü so.der Antrag, die Petition der Staatsregierung zur Erwägung zu überweisen; damit ist! der CommisMnS-Äntrag angenommen. / Berlin, 1. April. (N. Z.). Aus dem so eben vertheilten Bericht über die jüdische Gemeinde- K n a b e n sch u l e hierselbst, womit der Rector A. H o rw i tz zu. der am 31. er.. stüttfindenden öffentlichen Prüfung der Schüler einladet, ergiebt sich der erfreuliche Aufschwung der gedachten Anstalt seit ihrer : Reorganisation unter ihrem jetzigen Leiter. Die Arm enschrile, - welche sie früher war,, ist zu einer vollständig gehobenen Bürgerschule entwickelt; eS arbeiten an ihr 13 ordentliche Lehrer; die Schüler- 17

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