Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 16 (11.4.1859)
- Date
- 1859-04-11
- Page
- Seite 234 (sequence 8)
- Language
- German
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234 tholicität- 'ist^ undwar unmöglich-. Der Deutschs, der. Jtalieneruund der. Grieche-haben mnd .--hatten: zu fallen -Zeiten verschiedene Religionen, weil: sie ^verschiedene': Völker find. Man ^ede also^ Weniger-vom iChristenthum-. als von den christlichen Völkern-/ und/ zwar vonnjedemi derselbem besonders."! rWenn. man, consequent siein wollte, so, muß. man dann, auch -sagen r- -jedernV.ensch hatEeln e-Religiondenn in federn Jndividullmgestaltetfich-die.religiWAnschauung anders, .nach seiner Anlage'/nnd/. Erziehung, - nach seinem Schicksal, .seiner -B.ild.Wg' und-Auffassung. n-3anoch -weiter,- wir-können sagen: jedes lAlterjedes'Lebensstadium desselben! Individuums hat sei me , Religion, und diesu gewiß, mit -größtemu Fug! und Rechty, denn! wie--verschieden ust die-religiöse. Anschauung - des Jünglings-und.^es- Greises^ von -einander..ist--: w7eiß.- Jedermann.,.' Aberso.gewiß, Wien fich : die Individueneines Volkestrotz „ihrer individuellen Verschiedenheit in:seiner gewissen. .Gemeinsamkeit der religiöftnMnschauungew begegüenso. -auch: Völkermiteinander.^ i EI::ist sdabeisinicht s$u .Äberfthendaß auch i-jnner? halb-feines^ Polkesnfthr verschiedene - Gemeinsamkeiten / der religiösen: Anschauungen: bestehen.5, Niemand wirdwerkennenk, .daß die /Deutschen, .welche: der .katholischen, und-die Deutschen -- welcheI der protestantischen Kirche angehören, eines 'Volkes find- und-in.-religiöser Beziehung dennoch durch eine - große Kluft getrennt. Nun ist es zwar wahr, daß der italienische und: deutsche --Katholicismus. -vielfach verschieden-find-, aber noch: verschiedener, der deutsche Katholicismüs dom deutschen: Protestantismus. Auchnm:Juden th'ume kann-eine V.erschiedenhMzwischenden.polnischen, deutschenftänzösischen und/ englischen Juden hinsichtlich der Auffassung-ihrer Religion-nichtverkannt-werden, aber sie M.'döchistange.;-nW:sso^'groß--.mm die Momente der.Gemeinsamkeit: zu -mberwiegen.-;; Nein,/hierin^ darf man nach beiden Seiten -hin' nichtt über wie Wahrheit; hinausschreiten.: * Jrrthum - wäre res/die.-Menschen in einem blinden Kosmopolitismus ällesammt /über: einen Leisten schlagen zu wollen, Jrrthum aber auch,-, die Völker, so auseinander:zu rücken,-daß-nichts. Allgemeinmenschliches übrig bliebe, wie Jptthum/ wollte -man die Individuen unsres Geschlechtes nur als isolirte Wesen aüffassen. Der große Schwerpunkt liegt darin--das Allgemeine-,das .Nationale und» das: JnH dividuellein ihrem Verhältnis zu. einander - richtig, zm:er^ fassen. Hingegen: heißt' es sehr^wahr, und sehr, gut: „Zwei - entgegengesetzte -Fehler wollen: wir. hier abw.eisendie sich -nur durch .das-Geistreiche: und das Großartige Ms Jrrthums -einfchmeicheln konnten.-. Unbefangen:-betrachtet/ könnenwir! wdhl -nurl eine Gedankenlosigkeit restlich darin sehen, wenn mandie-.verschiedenen Religionen .für//nichts Anderes, als --den.getreuenMiderschein.der Natur, der,Länder"!erklärt..-. Als -wenn der--VoWgeist: nur.: d.ex,(passive, an sich ,'leere - .reinaufnehmende!-Hpiege.l der -.O.eMchkeit wäre, in dep das Volk siebt-!,-77-Wchtz. weniger gedankenlos ist genau' genommen-dir-andere. Ansicht,,.dje ffrchich durch eine großurtige Weltanschauung: gettagen'wird^Mach ihrD jedeMeligionsforM.eine.Offenbarung undp: hySelbstschöpfung des Absoluten, Gottes/stlbst,- Diese Ansicht: Hegels-- die bei ih.m^durch-diebald.- .menfch.eyvMötternde, Md gottverplenschlichende Dialektik - verwirrt -und, abgestumpft wird, tritt positiver-herv.or hei Weiße, .am positivsten, sich hätte beinahe gesagt/am krassesten, bei Scheying.n Nicht die Völker haben fich hiernach ihre Religionen gebildet, sondern in den Völkern hat Gott die Religionen und in den Religionen sich^selbst'geschaffen.' Zeus'warwisse Wirklichkeit, ein wirklicher Gott,' war wirklich 'der dwige, einige Gott,' der und wie er sich im griechischer! Völksgeiste schuf. Das' heißt doch in'kräftiger Weise 'denMenschen Äs Gefäß Gottes -auffassen: wenn' nicht' vielmehr in'einer schlaffen, menschliches Wesen' zerstörenden Weise/ ' Dahin'führte der unschuldige Gedanke/ daß in - allem Wirklichen VeÄ'ünft ist!" — Diese'wenigen'flüchtigen Bemerkungen'sollten dienen, unsere Leser auf diese Zeitschrift, deren.an'regindeü und belehrenden Inhalt aufmerksamzumachen, Und wünschen wir ihr diejenigen' Erfolge, welche sie in.vollem Maße verdient.' —' Da wir eben -vön^i^rbrifch/xn'HtrvÄM'Mtscher,Gelehrten jüdischer Confession sprechen, so erwähnen wir chier mit vielem Vergnügen des vdr Kurzem begonnenen ,,Wörterbuchs, der dtzütscheN'Spräche/ Mit'Belegen vöri Luther t>iS" auf die Gegenwart. Von' öb/DanielSanders", von welchem bereits'zwei Lieferüngen erschienen' sind/ Die großartige Arbeit umfaßt alle Wörter der heutigen hochdeutschen Schrift- und' Umgangssprache, sömit auch die allgemein üvlicheti Fremdwörter/'gi^bt ihre verschiedenen Bedeutungen/ Zusammensetzungen u. s. w. an.' Zeitung sua chri ch t e n. - Deutschlands AuS Unletfranken, siÄ Febrüar. (Privatmitth.) Man hat "es 'dem Schreibkr dieses öinmÄ m-dieser Zeitung sehrdüÄg'^.b^ö'rten'ReÜ'gioÄWkrckd'er Förderung "jüdischen Wissend halber' däS^Wort getedet zu haben. 'jene -Ent'MÄ^en sin'eknem erbitterten, wo nicht maliciösen Tone geschehen, hielt