Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 14 (28.3.1859)
- Date
- 1859-03-28
- Page
- Seite 203 (sequence 7)
- Language
- German
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"ßhrMr- -iW^afÜr->ehreü/- braüEen^ivir nicht mit vie-! len'Wortenäüsem ander zu setzen. - ‘; Desterreichischer'Kaiserstaat.; “ *'"'-'.PÄ'g^ 'Kb'-uar. (Privatmitth:)^ - Unlängst hätte es? den Anschein, als sollte daS-Pröviforium in der polij 'tischen 'Stellung! 'der Juden Oesterreichs "einem''behagli- - chern Definitum Platz machen: Doch scheint der Kriegslärm, der jetzt durch Europa geht, der erwähnten Hoffi ÜünK hinhemd-in den Weg-getreten zu sein. \ ‘' Nach Innen hat unsere Gemeinde in 'letztererLeit nach. verschiedenen Seiten hin einen neuen Aufschwung? 'geno.mmen; ihre.Angelegenheiten werden von Männern - geleitet,, die 'voll guten Willens und regen Eifers find. \ Hie geftllschaftlichm VerhältUiffe,' die seit 1848 — wie fast überall — etwas getrübt waren, - haben sich in diei fern Winter zu einer Blüthe entfaltet,' wie kaum zuvor,! und das Erfreuliche dabei ist, daß es namentlich gei-: stige Mittel sind, durch welche man das gesellige Leben - zu kräftigen bestrebt ist.' Musik und Lectüre bilden i Hauptgegenstand der Unterhaltung, wobei auch'die jü-1 dische Literatur namentlich der Neuzeit nicht unbeachtet 1 bleibt. Das Vereinswesen ist in einer gesunden Entj Wickelung begriffen, namentlich gilt dies vom Nächsten-' liebeverein und dem Verein unverzinster Darlehen.! Die ErziehüngSinstitute haben einen Zuwachs erhäl-? ten durch die von Fräul. Fdöhlich inS Leben geru-i fene Mädchenschule, die viel verspricht. An dem Herrlichen Institute zur Erziehung verwaister Israelitischer; Mädchen ist Fräul. Meier.ans Münster' als' Direcj trice angestellt worden; Fräul. Meier ist erst kurze Zeit hier, hat sich aber schon in dieser kurzen Zeit i durch' ihben religiösen Sinn und ihr ächt weibliches \ Gemüth ällgemeine Achtung erworben. ^Auf dem Felde der Musik erregt ein junger Mann, f Herr Rie, die Aufmerksamkeit der Sachverständigen .in - hohem Grade. , Früher schon zeichneten sich in dieser Beziehung aus— außer Meister Sch ulh o f, der einzig dasteht -- Saar, Graf,: Winternitz, u. A. Auf dem literarischen Gebiete ist Herr vr. Theophil Pisling eine vielverheißende Erscheinung, — noch jung, aber sehr begabt und vielseitig gebildete Ln! derä!yrik Me ick Roman hat-er bereits Tüchtiges ge-; leiM/- doch! Meittt--''er sich - mit Vorliebe dem vylksi MrthschÄftlichen Gebiete/züzüwenden.' - - > -ÜMngss fänd di^OseMche Mödifche MeüwGl" deS^Hempel-BWUnöeN'ÄÄd^deS-MitachÄ'Wt^'Ue alten Mitglieder sind^wählbW!.MerÄ»kWitgÜed des alten.Borstandes erklärte Mm MdäÜdrn Vieler/ daß eS eine etwaige Wiederwahl^nichi Mnehmen'ckerde, und so müßte'--U'Wiev''Reüwahl^gWMten^weWrWz gewählt würde an dke'Stelle-dW -AüSgeschi^den^n der Fabrikant-Herr L.Bondy/ einMMn, dem die vox popuii zu seinem ansehnlichen Vermögen aM ein ächtjüdisches Herz vindieirt fn Wird gerühmt ülS em großer Mch der Beirath hat mehrere neue Mitglieder gehalten-! denen Intelligenz und Energie züerkännt wird. Üebrigens sind die Tempelängelegenheiten so -sehr geregeltdaß der Verwaltung kein größer- Spielraum zur Kraftentfaltung bleibt , eS fei fcenn; däß ^sie zu - einem Neubau schreitet. Seit dem 1'. Januar d/ I. ist der Preis der Tempelsitze um ein Mäßigeserhöht Wörden; die! Sache selbst ist dürch das Anwachsen der Ausgaben gerechtfertigt', auch ist die Maßregel nirgends auf Widerstand gestoßen, was bei dem übergroßen Andrang von Sitzbewerbern auch nicht denkbar ist.. Eine andere Frage aber ist die, ob nicht durch Erhöhung der Sitzpreise die unbemittelten Elasten aus dem Tempel mehr und mehr verdrängt werden und dieser dadurch mehr noch^ als es schon der Fall ist, einen -aristokratischen -Anstrich erhalten werde.-'« Daß ' solches im Interesse der Sache' selbst, nicht zu wünschen fei,, liegt auf der Hand. Nur ein Neubau könnte all diesen Besorgnissen ein Ende machen. - - - - -r.-- Preßburg, 17. Februar. Wir haben schon die Nachricht mitgetheilt, daß dask. <. Ministerium der Rabbinatsschule in PreßbUW die Rechteeiner öffentlichen Lehranstalt zuerkannt -hat; Uvir begrüßen diesehohe/ Verfügung mit vollem-Danke und>■ wahrer Anerkennung. Um so i mehr richtet sich die Aufmerksamkeit aufdiese Schulen.- Ein Artikel im ^Wanderer" vom -17. Februar -giebt darüber Aufschluß/ und wir heben daher auS'ihm folgende - Stellen .Hervor:! Mine Frage ist! jedoch: Besteht in Preßburg eine Rab binatsschule? Ein Rabbiner muß nach österreichischem Gesetzenicht bloS in derjüdischen Theologie bewandert sein- und - in -rituellen und cafuellen Fällen auf jüdisch jreligiösem Gebiete AuSkunst geben können'; er müß^auch/ wie;es der Stellung eiües Rabbiners zukommt!, -- ällgemeine Bildung besitzen.'' Mit